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Das Haus der Seidenkultur (HdS) trauert um Hansgeorg Hauser, der Montag letzter Woche (10. August) im Alter von 87 Jahren verstarb. „Wir sind tief bestürzt und trauern um einen Mann, ohne den es das Seidenmuseum heute in dieser Form nicht geben würde“, heißt es in einem vom Museums-Vorstand veröffentlichten Nachruf.
Darin wird Hauser als einer „jener Macher“ bezeichnet, die im Jahr 2000 maßgeblich mit dafür gesorgt hätten, dass aus der zum Kulturdenkmal erklärten Paramentenweberei Hubert Gotzes, das heutige Museum an der Luisenstraße 15 werden konnte.
Als Vorsitzender des Fördervereins agierte Hauser über zwei Jahrzehnte „mit außergewöhnlichem Engagement als Museumschef, dem es in dieser Zeit perfekt gelungen ist, einem zunächst eher unscheinbaren Kleinod, einen beachtlichen Stellenwert in der heimischen Kulturlandschaft zu verschaffen“, hebt der Museumsvorstand die Verdienste des Verstorbenen hervor.
Vor allem in der vor 13 Jahren anstehenden Sanierungsphase des Museums habe Hauser „Unmögliches möglich gemacht.“ Galt es doch quasi über Nacht, mal eben rund 400 000 Euro bereitzustellen, damit die von den Behörden angeordneten Maßnahmen des Brandschutzes umgesetzt und finanziert werden konnten. Einmal mehr konnte Hauser hier mit seinen Qualitäten und Erfahrungen eines erfolgreichen Unternehmers, das Museumsschiff auch in turbulenten Zeiten auf einen sicheren Kurs halten.
„Sein Wirken für das Haus der Seidenkultur und weitere soziale kulturelle Einrichtungen hat unsere Stadt bereichert“, stellt der HdS-Vorstand fest und zitiert dabei aus einer von der Familie veröffentlichten Todesanzeige, in der es heißt: „Hansgeorg Hauser war überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg, kulturelle Verantwortung und menschliche Verbundenheit zusammengehören. Sein Wirken, seine Großzügigkeit und seine Zuversicht werden uns in dankbarer Erinnerung bleiben.“
„In der Geschichte unseres Museums hat Hansgeorg Hauser für immer seinen festen und ruhmvollen Platz“, heißt es abschließend im Nachruf, der vom HdS-Vorsitzenden Alexander Werner und den Vorstandsmitgliedern Bernd Born, Antje Ditz und Ilka Neumann unterzeichnet wurde.
Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung ist am Donnerstag, 20. August, um 11 Uhr in der Trauerhalle auf dem Krefelder Hauptfriedhof. Ein Gedenkgottesdienst findet kommenden Sonntag, 23. August, um 11 Uhr in der Kirchengemeinde Pax Christi, Glockenspitz 265, statt.