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Mit dem Zustrom mennonitischer Glaubensflüchtlinge ab Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich in Krefeld das einst blühende Seidengewerbe. Nachdem im Jahre 1724 die Brüder von der Leyen eine erste Seidenfärberei gegründet hatten, folgten nach und nach zahlreiche weitere Betriebe. Färbereibesitzer siedelten ihre Unternehmen bevorzugt im Osten der Stadt an und konnten so das belastete Abwasser direkt aus den Fabriken in die Niederungen laufen lassen. Oft breiteten sich die anfallenden Wassermassen unkontrolliert in dem dünn besiedelten Bruchgelände aus. Mit zunehmender Industrialisierung kam es zu unübersehbaren Schäden in der Umwelt. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Abwässer auf Druck der Bevölkerung über einen zentralen Abwasserkanal nach Uerdingen in den Rhein abgeleitet.
Referentin: Dr. Ulrike Denter