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Postkarten mit Martinsgeschichte

Ingendae gestaltet unikale Motive für das Seidenmuseum

Motive des Kempener St. Martinszuges – der sich weit über die Thomasstadt hinaus einen Namen gemacht hat – werden derzeit von Wilma Ingendae in fünf aufwendigen Stickereien eingearbeitet. Die 72- jährige Textilkünstlerin ist eine der Letzten, die der Zunft der Gebildhandstickerinnen angehört. Als solche arbeitete sie einst in der Paramentenweberei Hubert Gotzes, dem heutigen Haus der Seidenkultur (HdS), wo sie heute als Ehrenamtlerin tätig ist.

Von den geschichtsträchtigen Exponaten – deren künftiger Verbleib noch ungewiss ist – hat Ingendae jetzt farbige Postkarten anfertigen lassen. Sie zeigen niederrheinische Motive wie Burg und Kuhtor in Kempen „und sind von mir mit sehr viel Liebe in die Geschichte um den heiligen St. Martin eingestickt und geradezu verwoben worden“, spricht Ingendae über ihre Arbeit, die natürlich auch fröhliche Kinder mit Fackeln zeigt. Die Burg mit Feuerwerk ist für sie „eine Neujahrskarte mit besonderem Pfiff oder eine besondere Geburtstagskarte, die die dunkle Zeit beleuchtet.“

Die seltenen Postkarten sind ab sofort im Seidenmuseum an der Luisenstraße 15 zum Preis von 2,50 Euro erhältlich. In Kempen beim „Brillenhaus Bunse“ an der Judenstr. 10. Der Erlös fließt in die Spendenkasse des Museums“, sagt Ingendae, die damit „auch einen kleinen Beitrag zum Erhalt des Museums leisten möchte“.

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