100 Jahre Annette Pöllmann: Finissage mit Film-Rückblick
Unsere aktuelle (Wechsel-)Ausstellung, die wir der Textilkünstlerin Prof. Annette Pöllmann gewidmet haben – die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre –, neigt sich dem Ende entgegen. Den letzten Ausstellungstag begehen wir im Haus der Seidenkultur (HdS) am Sonntag, 15. Nov., um 11 Uhr mit einer festlichen Finissage. Das ist die letzte Möglichkeit, „Die Kunst des Unvorhergesehenen“ (so der Ausstellungstitel) noch einmal Revue passieren zu lassen.
Und unvorhergesehen waren in der Tat viele Lebensabschnitte der vielseitigen Textilgestalterin, die einst an der an der Textilingenieurschule (TIS) – der heutigen Hochschule Niederrhein – studiert hatte. Nach vielen Stationen in Europa kehrte sie wieder in die Samt- und Seidenstadt zurück. Hier bereicherte sie mit ihrem kreativen Tun maßgeblich das Haus der Seidenkultur, das ihr mehrfach eine Ausstellung widmete.
Während der Finissage erinnern wir an die große Fähnchen-Ausstellung „Grenzenlos – Himmelwärts“, die in die damalige Sanierungsphase des Seidenmuseums fiel. „Deshalb sind wir im Jahr 2012 mit rund 600 (Gebets-)Fähnchen auf Tournee nach Köln, Hattingen und Medebach gegangen“, blickt Kuratorin Ulrike Denter „auf diese im wahrsten Sinne des Wortes lebendige Zeit“ zurück.
Aus dem HdS-Filmarchiv hat Museumssprecher Dieter Brenner einen kontrastreichen Querschnitt dieser Ereignisse zusammengestellt, „die längst Vergessenes wieder in lebendige Erinnerung rufen.“
Ferner präsentieren wir eine (fototechnisch überarbeitete) Neuauflage des Buches „Arbeiten von Annette Pöllmann“, das die Protagonistin einst mit einem (entfernten) Verwandten herausgegeben hat. Der Eintritt zur Finissage ist frei.
Über den Altar der Krefelder Josef-Kirche flatterten einst rund 600 Fähnchen der Ausstellung „Grenzenlos – Himmelwärts“. (Fotos: HdS)