(veröffentlicht am 03.09.21)

Live-Übertragung der neuen Ausstellung am 26. September

Die geographische Nähe zur blühenden Samt- und Seidenstadt nutzten viele angrenzenden Ortschaften, um auch vom klangvollen Namen Krefeld zu partizipieren. So hielt der Zug in der Niersgemeinde im Bahnhof „Grefrath bei Krefeld“. Wer zur Peripherie Krefelds gehörte – quasi ein Qualitätsmerkmal - drückte dies auch auf seinen Postkarten aus.

Jetzt hat der Kulturraum Niederrhein in seiner aktuellen Ausstellungsserie die Peripherie in den Vordergrund gerückt. Das Krefelder Haus der Seidenkultur (HdS) hat dabei den Focus auf Hüls gerichtet; ein Ortsteil mit einer wechselhaften kommunalen, wirtschaftlichen und religiösen Geschichte, die jetzt im Museum an der Luisenstraße 15 in der Ausstellung „Mit dem Land verwoben, von Hauswebern und Seidenfabrikanten“ erzählt wird.

Die Vernissage wird am Sonntag, 26. September, live um 11 Uhr im Internet übertragen. Die erste Ausstrahlung einer Ausstellungseröffnung fand letztes Jahr im HdS statt. Oberbürgermeister Frank Meyer war davon so begeistert, dass er anregte, künftig immer so zu verfahren. Weil, so der OB: „Es wäre doch schade, wenn nur knapp 50 Besucher so einem herausragenden Ereignis beiwohnen könnten.“ „Daher haben wir die Anregung unseres Schirmherrn gerne aufgegriffen“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und: „Annähernd 2000 Zuschauer haben uns zudem motiviert, weiter die neuen Techniken zur Verbreitung unserer kulturellen Aktivitäten zu nutzen.“

Genügend Stoff bietet der Ortsteil Hüls im wahrsten Sinne des Wortes. So wurde Hüls einst von zwei unterschiedlichen (Glaubens-)Systemen regiert: Der zur Grafschaft Moers gehörende nördliche Teil von Hüls war wie Krefeld religiöser „Freistaat“. Deshalb siedelten sich dort neben Protestanten und Mennoniten auch Juden an. Die übrige Ortschaft war dem kurkölnischen, also dem katholischen Raum, zugeordnet.

Die religiöse Vielfalt lockte viele namhafte Textilbetriebe an. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte Hüls, neben Anrath und St. Tönis, zu den wichtigsten stadtnahen Produktionsstätten der Krefelder Seidenverleger. Die Hausweberei entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig und verlor mit der Entstehung der mechanischen Webereien nach und nach an Bedeutung. Bis 1970 war Hüls selbständige Gemeinde, wurde dann zunächst ein Stadtteil von Kempen und im Jahr 1975 schließlich nach Krefeld eingemeindet. „Zur Ausstellung hat unsere Kuratorin Dr. Ulrike Denter bislang verborgene Erkenntnisse heimischer Peripherie-Geschichte ans Tageslicht befördert“, sagt Brenner. Einmal mehr habe sie eine detektivische Recherche betrieben.

Wolfgang Jachtmann besingt den Hülser Dom

Für das Rahmenprogramm hat das HdS den Hülser Komponisten Wolfgang Jachtmann gewinnen können, der mit Songs - wie „Dä Hölsche Dom“ - musikalisch Hülser Flair in die Vernissage einfließen lässt. Und da darf natürlich „En Mönke vull Platt“ nicht fehlen.

Im Rahmen der Kooperation mit dem „Kulturraum Niederrhein“ bietet das HdS zur Ausstellung eine erweiterte „Stadtrundfahrt auf seidenen Pfaden“ an. Bislang endete die rund zweistündige Busfahrt am Fuße der Burg Linn. Jetzt, mit Blick auf die aktuellen Aktivitäten des Kulturraums Niederrhein, endet die Fahrt in Hüls. Auch ein Abstecher ins benachbarte St. Hubert ist möglich, wo ein nostalgisches Weberhaus besichtigt werden kann.

Alternativ dazu hat Kuratorin Dr. Ulrike Denter einen Stadtspaziergang durch die Hülser City entwickelt. Der Spaziergang beginnt und endet am Hülser Markt vor dem Gasthof „Zur Rose“. Von dort geht es zur Pfarrkirche St. Cyriakus und über den alten Quartelmarkt in die Rektoratsstraße mit Hülser Pfarrhaus und alter Vikarie. Die Hülser Burg, die Klausur (ehemaliges Frauenkloster), Weberhäuser und das alte Bürgermeisteramt sind weitere Stationen der kontrastreichen Tour.

Sowohl die Stadtrundfahrt als auch der Spaziergang durch Hüls dauern (mit Stopps und Besichtigungen) rund 120 Minuten. Kosten für die Busfahrt 19,50 € p.P.; für den Spaziergang acht Euro p.P. Weitere Infos und Anmeldungen unter 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Ausstellung im Haus der Seidenkultur ist vom 26. September 2021 bis zum 13. März 2022 terminiert. Der Link zur Übertragung der Vernissage steht in Kürze hier.

 

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Auch aus der Luft gibt es über den Krefelder Ortsteil Hüls einiges zu sehen.
HdS-Foto: Christof Denter

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Die Hülser Klausur ist eine der Stationen des „Stadtspaziergangs auf seidenen Pfaden“ durch Hüls. Fotos: HdS

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Die Fassade mit der Rokoko-Haustür des Mennonitenhauses an der Hülsich-Moersischen Straße stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Fotos: Haus der Seidenkultur


Und welche Personen waren es auf dem Foto aus 1953?

„Spulaner“ wurden in Krefeld jene Kinder genannt, die einst dem Heimweber bei der Arbeit unterstützen. Ihre Aufgabe war es, das Garn für die Schiffchen aufzurollen. Wer dabei bereits 1953 in der damaligen Paramentenweberei Hubert Gotzes – dem heutigen Haus der Seidenkultur (HdS) - am (Spul-)Rad drehte, dies möchte man heute im Museum an der Luisenstraße 15 wissen.

Dort wird gegenwärtig das nostalgische Foto ausgewertet, das im Archiv der Deutschen Presseagentur (dpa) schlummert. Der „Rhein-Ruhrdienst“ der Agentur hat dieses Foto unter der Überschrift „Handwebstühle wie im Mittelalter“ abgeheftet.

Im Text heißt es: „Unser Bild zeigt eine der drei noch bestehenden Handwebereien am Niederrhein“. Anhand signifikanter Merkmale hat das HdS-Team nunmehr festgestellt, dass das Foto in der Tat bei Gotzes „geschossen“ wurde. „Aber wer sind die zwei Kinder am Spulrad und wer ist links der junge Mann mit der Brille?“ Eine Antwort auf diese Frage erhofft sich Antje Ditz, die heute im HdS-Vorstand maßgeblich für Workshops für Kinder und Jugendliche verantwortlich zeichnet.

Kulturrucksack: Termine

für die Sommerferien


So auch für den „Kulturrucksack“. Der „Kulturrucksack“ lädt Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren zu kostenlosen Workshops ein. Nächster Ferientermin ist am Mittwoch, 21. Juli, wenn „Weben mit Meister Ponzelar“ angesagt ist. Treffpunkt ist in der Zeit von 14 bis 17 Uhr das Museum an der Luisenstraße 15, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Dort sehen die Kinder, wie einst im nostalgischen Websaal kostbare Gewänder mit Goldfäden gewebt wurden. Natürlich dürfen sie auch dem Webstuhl ein „schipp schapp“ entlocken und das „Schiffchen“ bewegen. Am 4. August, ebenfalls in der Zeit von 14 bis 17 Uhr, heißt es dann die eigenen „Klamotten“ färben. „Möglichst ein weißes Baumwoll-T-Shirt mitbringen und schon geht es los“, heißt es aus dem Kreis der Museumspädagoginnen.

Beim „Kulturrucksack“ handelt es sich um ein interkommunales Kooperationsprojekt des Landes NRW, das der Stadt Krefeld Fördermittel für dieses Projekt zukommen lässt. Daher können die Workshops kostenlos angeboten werden.
Letzter Sommertermin ist der 18. August. Dann sind die Kinder auf den Spuren von Samt- und Seide in der Krefelder City unterwegs. Anmeldungen für die Workshops werden unter Telefon 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegengenommen.


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Wer sind die Personen auf diesem Foto? Antworten erhofft man sich im Haus der Seidenkultur, wo diese Aufnahme 1953 entstand.

Foto: dpa-Archiv

(veröffentlicht am 11.06.21)

In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter ging im Mai ein Priestergewand über die (Händler-)Theke, dass nach einer langen Zeitreise jetzt nach rund 100 Jahren wieder an seinen Ursprungsort, der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, zurückkam. Dort, dem heutigen Haus der Seidenkultur, bekommt das gute Stück jetzt seinen Ehrenplatz.

Doch der Reihe nach: Vermutlich um 1920 wurde der „Chormantel“ – ein liturgisches Gewand, das von katholischen Priestern während der Messe getragen wurde – in der Paramentenweberei Hubert Gotzes angefertigt. Zumindest wurde es in den 50ziger Jahren im Unternehmen an der Luisenstraße 15 in Krefeld restauriert. Von dort landete das schmucke Gewand in Recklinghausen bei einem Ehepaar, das bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer suchte.

In der Fernsehsendung erwarb es schließlich der Kunst- und Antiquitäten-Händler Thorsden Schlößner aus Kreuzau bei Düren. 400 Euro zahlte er für das Exponat, das die Expertin zuvor auf 150 bis 200 Euro geschätzt hatte. Doch genaugenommen war allen klar, dass das mit Goldfäden durchzogene Samt-Exponat weitaus mehr Wert ist. „Würde man heute ein solches Teil in Auftrag geben, müsste man um die 10.000 Euro auf den Tisch legen“, schätzt HdS-Sprecher Dieter Brenner.

Letzterer war es auch, der auf dem Facebook-Portal des Museums auf die Sendung hinwies und vermerkte: „Schön wäre es, wenn der Mantel wieder an seinen Ursprungsort zurückkäme; aber ob sich dafür Sponsoren finden?“ Und unmittelbar nach dieser Publikation, die auf Anhieb 3000 Klicks verzeichnete, fanden sich die ersten Geldgeber. Darunter der Krefelder Geschäftsmann Peter Oediger. „Mein Vater, der mit Krawatten handelte, hat mich durch seinen Beruf schon an das Thema der Textilstadt herangeführt“, sagt Oediger. Und: „Vor diesem Hintergrund war es für mich so eine Art Verpflichtung hier helfend einzusteigen.“

Letztlich war es aber Kunsthändler Schlößner selbst, „der seine Händlerinteressen weitgehend zurückgestellt und aus Sicht unseres Museums sehr gut gehandelt hat“, wie es Brenner während einer Pressekonferenz formulierte. Schlößner selbst sagt dazu: „Wenn ich sehe, dass ein besonderes Exponat eine besondere Öffentlichkeit - wie die eines Museums – bekommen kann, unterstütze ich solche Projekte sehr gerne.“

Nicht nur der Chormantel, sondern auch Thorsden Schlößner selbst fand jetzt seinen Weg nach Krefeld, wo der gelernte Schreiner früher sein Holz einkaufte. Beeindruckt zeigte sich der Händler von der grünen Krefelder Innenstadt und vom Zustand des alten Stadtbades, das der Fernsehmann – der ein Faible für den Jugendstil besitzt – unbedingt besuchen wollte. Auf dem „kurzen Dienstweg“ zwischen HdS und Stadtbad wurde dem Wunsche recht kurzfristig entsprochen.

Jetzt bekommt das durch „Bares für Rares“ bekanntgewordene Priestergewand im Museum an der Luisenstraße seinen Ehrenplatz. Und damit nicht genug: „Die Sponsorengelder ermöglichen uns, nach weiteren Priestergewändern Ausschau zu halten“, sagt Brenner. Eine Kirchenzeitung werde im Raum des Bistums Aachen bei dieser Suche behilflich sein. Daher der Sprecher abschließend: „Für uns brachte Bares für Rares wirklich sehr viel Wunderbares…!“

 

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Nach einer langen Zeitreise kommt ein Priestergewand zurück an seinen Ursprungsort. Händler Thorsden Schlößner (links) hat es möglich gemacht, der hier vor laufender Kamera von HdS-Sprecher Dieter Brenner interviewt wird. Rechts im Bild mit Peter Oediger einer der Sponsoren, die dieses Projekt unterstützten.

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Stippvisite im ehemaligen Freibad inmitten der Krefelder City. Thorsden Schlößner (links), der ein Faible für die Jugenstil-Ära hat, war begeistert.
HdS-Fotos: Christian van Doorn

 

„Endlich ist wieder (Museums-)Land in Sicht“, heißt es aus dem Haus der Seidenkultur (HdS), das ab Sonntag, 6. Juni, Punkt 13 Uhr, wieder geöffnet hat. Eine Stunde später beginnt bereits eine öffentliche Führung durch die ehemalige Paramentenweberei von Hubert Gotzes, wo von 1905 bis 1992 edle Priestergewänder für die Katholische Kirche produziert wurden.

Die letzten Tage des historischen Unternehmens wurden für die Besucher in einem sehr aufwendig gedrehten Fernsehfilm festgehalten, der zum Auftakt der 90minütigen Führung gezeigt wird. Live und in Farbe lockt wenig später das „Schipp-Schapp“ in die nostalgische Weberei, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Doch ehe der Weber sein Schiffchen in Bewegung setzen konnte, waren es Musterzeichner, Patroneur (hier im Foto Günter Göbels) und Kartenschläger, die dafür die Rahmenbedingungen lieferten, die bei der Führung verständlich vermittelt werden. Wie die Abläufe sich darstellten zeigt ein Film, den das HdS als einen der Beiträge für den „virtuellen Flachsmarkt“ gedreht hat. Zu sehen im Internet unter https://vimeo.com/538268694/312b6715ad

Welcher Voraussetzung es bedarf unser Museum zu besuchen? Eine kurze Anmeldung genügt. Entweder per Telefon an 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Übrigens: Eine spontane Anmeldung – sollten Sie als Besucher unangekündigt vor unserer Tür stehen – nehmen wir während unserer Öffnungszeiten auch entgegen.

 

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Eine sehenswerte Sonderausgabe des „Wanderkinos“ präsentiert das Haus der Seidenkultur (HdS) zum virtuellen Flachsmarkt 2021. Dafür wurden eigens fünf neue Filme produziert. „Wir lassen die Märkte der letzten Jahre Revue passieren und setzen altes Textilhandwerk in Szene,“ kündigt HdS-Sprecher Dieter Brenner „so manches Filmschätzchen aus vergangenen Flachsmarktzeiten“ an.

Gedreht wurden viele Szenen in der nostalgischen Spinnstube der Burg. Dort – und im Burghof – war das Museum von der Luisenstraße 15 mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den letzten Jahren während der Pfingsttage präsent. Gezeigt wurden jene Textilberufe, die einst den Reichtum in die Samt- und Seidenstadt brachten. Im Mittelpunkt stand jeweils ein Schaftwebstuhl, dessen „Schipp-Schapp“ immer viele Neugierige lockte.

Im Film „Schipp Schapp im Sechs-Achtel-Takt“ sehen wir Handwebmeister Günter Oehms. An seiner Seite Maximilian Zelzner, der mit seiner Querflöte den Takt des Webers aufgriff und in einer einzigartigen Musikkomposition umsetzte. „Das war auch für mich eine besondere Premiere“, erinnert sich Zelzner – Leiter der Krefelder Musikschule „rhythm matters“ – an seinen Auftritt auf dem Flachsmarkt.

Im „Wanderkino“ werden ferner jene Berufe dargestellt, die den eigentlichen Webprozess erst ermöglichten. Die Rede ist vom Musterzeichner, Patroneur und Kartenschläger. Mit Gerd Karl Janhsen konnte das HdS jetzt einen der letzten Kartenschläger Krefelds gewinnen, der im „Technischen Atelier“ des Museums altes (Textilhandwerk) lebendig und lautstark präsentiert. Die Presse und auch der WDR haben ausführlich darüber berichtet.

Die Wegstrecke „von der Seidenraupe bis zum Seidenfaden“ wurde im Burghof gefilmt, wo gehaspelt wurde. So nennt man den Vorgang, wenn der Seidenfaden vom Kokon „abgerollt“ wird. Nicht nur die Kinder verfolgten mit Spannung dieses besondere Ereignis. Und am Ende herrschte großes Entsetzen, wenn die Seidenraupen zum Essen angeboten wurden; als die sich letztendlich als süße Leckerei entpuppten; da kam dann Freude auf. Titel des Films: „Ein Kleid aus Raupenspucke.“

Szenenwechsel: Der Focus ist auf edle Seidenschals und Krawatten gerichtet, die mit historischen Mustern einst in der Paramentenweberei Hubert Gotzes - dem heutigen Museum – verwebt wurden. „Der Verkauf auf dem Flachsmarkt war für uns stets eine sichere und wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung unseres Museums“, heißt es dazu aus dem HdS-Vorstand, der jetzt für den Online-Shop wirbt, welcher rund um die Uhr unter folgender Internetadresse geöffnet ist: https://seidenkultur.de/shop/online-shop

Für die filmische Umsetzung des „Wanderkinos“ hat das HdS erneut den „Covestro Foto-Film-Club Krefeld“ gewinnen können. Deren Vorsitzender, Wolfgang Volker, ist zugleich im HdS-Team fest verankert und von daher gut im Thema, wenn es um Samt- und Seide geht. Und hier ist das Ticket für die Sonderausgabe des Wanderkinos zum Flachsmarkt 2021; einfach folgenden Link im Internet anklicken und schon hebt sich der Vorhang https://covestro-ffc-krefeld.de/wanderkino

Und hier ist der Link zum offiziellen Flachsmarkt-Portal, wo man das HdS in der Spinnstube und im Burghof trifft. „Auch über die Eingaben Patroneur, Weber und Kartenschläger findet man unseren virtuellen Stand auf dem Flachsmarkt 2021“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner, der das Drehbuch für die Filme schrieb.

https://www.flachsmarkt2021.de/
Das Wanderkino hebt seinen Vorhang pünktlich Pfingstsamstag, 22. Mai um 10 Uhr. Die Filme werden den ganzen Sommer über zu sehen sein.

 

Ponzelar und de Greiff

Meister Ponzelar (Weber Manfred Weisters) und Cornelius de Greiff (dargestellt von HdS-Museumschef Hansgeorg Hauser) besuchten regelmäßig den Flachsmarkt.

Seide pur

„Seide pur für die Krefelder Kultur“ ist der Titel eines der Filme, die jetzt in der Sonderausgabe des „Wanderkinos“ zum Flachsmarkt zu sehen sind.

Gerhard Karl Janhsen

Krefelds letzter Kartenschläger, Gerhard Karl Janhsen, ist beim virtuellen Flachsmarkt mit von der Partie.

Fotos: HdS

Kulturrucksack: Kostenlose Workshops für Kinder
Der „Kulturrucksack“ lädt Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren zu kostenlosen Workshops ins Haus der Seidenkultur (HdS) ein. Los geht es am Mittwoch, 14. April mit „Weben mit Meister Ponzelar“. Treffpunkt ist in der Zeit von 14 bis 17 Uhr das Museum an der Luisenstraße 15, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Dort sehen die Kinder, wie einst im nostalgischen Websaal kostbare Gewänder mit Goldfäden gewebt wurden. Natürlich dürfen sie auch dem Webstuhl ein „schipp schapp“ entlocken und das „Schiffchen“ bewegen. Am 28. April, ebenfalls in der Zeit von 14 bis 17 Uhr, heißt es dann die eigenen „Klamotten“ färben. „Möglichst ein weißes Baumwoll-T-Shirt mitbringen und schon geht es los“, heißt es aus dem Kreis der Museumspädagoginnen.
Beim „Kulturrucksack“ handelt es sich um ein interkommunales Kooperationsprojekt des Landes NRW, das der Stadt Krefeld Fördermittel für dieses Projekt zukommen lässt. Daher können die Workshops kostenlos angeboten werden. Deshalb – und weil jeweils nur wenige Kinder an einer Veranstaltung teilnehmen können – ist eine frühzeitige Anmeldung ratsam. Anmeldungen werden per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02151-9345355 entgegengenommen.
Weitere Termine der Workshops stehen im HdS-Jahresprogramm auf der Internetplattform https://seidenkultur.de/images/Downloads/JP2021_01.pdf

 

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Auf der „Spurensuche in der Samt- und Seidenstadt“ – auch ein Kulturrucksack-Projekt – steht ein Besuch bei „Meister Ponzelar“ an

„Möchten Sie bei Ihrem nächsten Gruppenbesuch im Haus der Seidenkultur (HdS) nicht nur kontrastreiche Erkenntnisse aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Samt- und Seidenstadt, sondern dazu obendrauf noch ein Glücks-Los gewinnen, das Ihnen einen Monat lang jeweils dienstags bis zu 750.000 Euro bescheren kann?“

Diese Frage stellt HdS-Sprecher Dieter Brenner in den Raum und liefert auch gleich die Antwort dazu: „Ja, ein solches Glück kann Besuchern unseres Museums hold sein, wenn Sie ab sofort die neue Aktion unseres Museums – den Frühbucher-Rabatt - nutzen.“

Vom Frühbucher-Rabatt können all jene profitieren, die in diesem Jahr mit einer Gruppe durch das HdS geführt werden möchten. Wer diese Buchung verbindlich bis zum 13. April – also bis eine Woche nach Ostern – vornimmt, der erhält mit seiner Reservierung ein bereits bezahltes Monats-Glücks-Los der „Aktion Mensch“. Gewinner sind damit so oder so garantiert. „Denn jedes Los verbessert nachhaltig die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen“, heißt es dazu aus dem HdS-Vorstand von Antje Ditz, die das Projekt maßgeblich betreut.

Das ZDF berichtet regelmäßig über die sozialen Projekte, die von der Lotterie „Aktion Mensch“ unterstützt werden. Das personifizierte Glücks-Los wird auf den Namen der Person ausgestellt, die die Gruppenbuchung beim HdS vornimmt. Das Haus der Seidenkultur ist übrigens das erste Museum in Deutschland, das für seine Besucher bei der „Aktion Mensch“ Glücks-Lose abruft.

Seidenkultur öffnet wieder ab 10. März

Für Besucher mit vorheriger Terminvereinbarung ist die ehemalige Paramentenweberei an der Luisenstraße 15 ab Mittwoch, 10. März, wieder zugänglich.
Ditz: „Wir erfüllen natürlich sämtliche Auflagen der Corona-Schutzverordnung. Eine Rückverfolgung unserer Besucher ist ebenso gewährleistet wie der nötige Sicherheitsabstand im Museum und der angeschlossenen Seiden-Boutique.“

Buchungen und Terminvereinbarungen nimmt der Besucherdienst per Mail an folgende Adresse entgegen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Eine telefonische Kontaktmöglichkeit besteht unter 02151-9345355. Daher: Schnell vom Frühbucher-Rabatt profitieren. Ditz: „Auf (Glücks-)Los geht’s los!“

 

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Museums-Vorstandsmitglied Antje Ditz macht den Daumen hoch für die Kooperation zwischen dem Haus der Seidenkultur und der „Aktion Mensch“.
HdS-Foto: Christian van Doorn

Michael Schwidtmann von der Müller-Brüderlin-Str. in Krefeld ist ein großer Fan des Zoos in der Samt- und Seidenstadt. Deshalb bestellte er in unserem Online-Shop in der Adventszeit eines der letzten Affentücher, die wir in unserer Kollektion aufgenommen haben. Damit hat er nicht nur mit zehn Euro den Bau eines neuen Affenhauses unterstützt, sondern Fortuna hat ihn zudem für seinen Kauf belohnt.

Also: Michael Schwidtmann ist einer der Gewinner*innen unserer Weihnachtsverlosung. Er hat in unserem Adventskalender von „Meister Ponzelar“ das richtige Türchen zur richtigen Zeit geöffnet und jetzt eine Familienjahreskarte für den Eintritt in den Krefelder Zoo gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

In Frankreich erreichte Dorothea Diehl die Nachricht, dass Sie für acht Personen eine Führung durch die Dujardin-Weinbrennerei gewonnen hat. Damit zahlte sich der Kauf eines edlen Seidentuches aus, das sie ihrer Mutter zu Weihnachten geschenkt hat. Damit erfüllte die gebürtige Krefelderin – jetzt in Koblenz wohnend – ihrer Mutter einen langgehegten Wunsch. Diehl: „Die acht Personen bekomme ich schnell zusammen, weil ich viele Weinkenner in meinem Umfeld habe.“ Und: „Natürlich machen wir auch einen Abstecher ins Haus der Seidenkultur.“

Ein in unserem Online-Shop gekauftes Ringbuch mit Bildern aus Alt-Krefeld ist für Frank Dahlschen (Krefeld) die Eintrittskarte für einen Besuch unseres Museums. Neun weitere Personen kann er mitbringen, die im Anschluss an die Führung bei uns im Haus eine original „Niederrheinische Kaffeetafel“ serviert bekommen.

Und hier die weiteren Gewinner*innen: Hans-Joachim Wierichs aus Meerbusch freut sich über einen modischen Reisekoffer, den das Fischelner Einrichtungshaus Hafels gesponsert hat. Jeweils eine kulinarische Tour durch das Krefelder Samtviertel haben Martina Berns (Krefeld) und Doris Hoferichter (Kempen) gewonnen. Beide dürfen auf der von Event-Manager Michael Otterbein geführten Tour eine Begleitperson mitnehmen.

Fazit: Es gibt viele gute Gründe unseren Online-Shop anzuklicken. Nicht nur zur Weihnachtszeit lauern hier viele Überraschungen. Nach wie vor bieten wir auch unseren Service „Click and Collect (Bestellen und Abholen) an. Einfach folgenden Link anklicken und wir sind trotz geschlossener „Seiden-Boutique“ für sie da:

https://seidenkultur.de/shop/online-shop/category/view/15

 

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Sie agierten bei der Ziehung der Gewinner unserer Weihnachtsverlosung als „Glücksgöttinnen“: Ilka Neumann (links) und Antje Ditz; beide vom Vorstand unseres Museums.

HdS-Foto: Christian van Doorn

Das Haus der Seidenkultur leerte erneut seine Spendenbüchsen

Mit prall gefüllten Spendenbüchsen besuchte Hansgeorg Hauser – Museumschef vom Haus der Seidenkultur (HdS) – den Krefelder Zoo. Dort nahm die Geschäftsstellenleiterin der Krefelder Zoofreunde, Caroline Gappel, mit Freude einen weiteren Spendeneingang der Seidenkultur entgegen. „In Zeiten wo die alten Fundamente des Affenhauses beseitigt werden, möchten wir mit dazu beitragen, dass bald die Fundamente eines neuen Affenhauses gegossen werden können“, begründete Hauser sein Engagement.

Freude auch auf der Seite der Zoofreunde, „weil die Welle der Hilfsbereitschaft nicht abebbt“, so Gappel. Und: „Das Museum gehörte mit zu den ersten Einrichtungen, die eine Spendenaktion organisierten.“ Bekanntlich hatte das HdS nach der Brandnacht zu Silvester in der Rekordzeit von knapp einer Woche ein Seiden-Satintuch mit einem Motiv aus dem Affenhaus produzieren lassen, das zum Preis von 28 Euro käuflich zu erwerben ist. „Pro Tuch – es hat die Größe von ca. 70 x 70 cm – fließen zehn Euro in den Wiederaufbau einer neuen Bleibe für die Affen“ sagt Hauser.

Da die limitierte Erstauflage von 500 Tüchern innerhalb weniger Tage vergriffen war, wurde eine zweite Kollektion mit einer Auflage von 1.000 Stück produziert. „Ein Restposten von rund 500 Tüchern möchten wir jetzt in der Weihnachtszeit den Menschen ans Herz legen“, hofft Hauser die Spendenaktion noch in diesem Jahr abschließen zu können, die insgesamt 15.000 Euro einbringen soll. Mit den jetzt geleerten Boxen müsste die 10.000 tausender Marke erreicht sein.

Die Bildmotive des Tuches stammen von der Krefelder Fotografin Hella Hallmann. In die Umsetzung der Sonderedition war die Krefelder Werbeagentur „Mediacolor“ mit eingebunden. „Die Erstveröffentlichung hat förmlich einen Hype ausgelöst“ macht HdS-Sprecher Dieter Brenner an der Tatsache fest, „dass auf der HdS-Facebook-Seite zeitweise bis zu 36.000 Menschen Interesse für das einmalige Exponat zeigten.“

Das Seiden-Satintuch ist in der nach wie vor geöffneten „Seiden-Boutique“ des Museums an der Luisenstraße 15 erhältlich. Und zwar Mi – Fr. von 15 bis 18 und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Rund um die Uhr wird das Zootuch im Online-Shop vom HdS angeboten. Hauser: „Mit einem Klick auf folgenden Link leisten Sie einen Beitrag für den Wiederaufbau des Affenhauses im Krefelder Zoo.“ https://seidenkultur.de/shop/online-shop/category/view/10

Und hier sind weitere Verkaufsstellen, deren Repräsentanten sich auf Anhieb bereiterklärten das Tuch in ihrem Sortiment aufzunehmen:

Buchhandlung Mennenöh, Rheinstraße 70;

Becker-Wittig Immobilien, Ostwall 111;

Hafels Raumausstattung, Kölner Str. 532 (Fischeln);

Copy Wolf, Oberstr. 34 (Uerdingen);

die brille, Krefelder Str. 32 (Hüls);

Nagel- u. Fußpflege Atelier Gabriele Owczorz, Wiedenhofstr. 54;

Friseur Hairlich, Ute Rumpel, Kaiserstraße. 115;

Narziss u. Goldmohn, Tim Peerenboom, Oppumer Str. 175 / Großmarkt - Box 22;

Schmuckwerkstatt Barbara Bismark, Friedrich-Ebert-Str. 209;

Deutsche Post Fil. 591, Schreibwaren H. Wenders, Uerdinger Str. 612;

lechner + hayn Papeterie, Sandra Lemke, Rheinstr. 114;

Friseur am Schwanenmarkt, Dagmar Schobert, Evertsstr. 10;

Elektro Schloßmacher, Hochstr. 55, 47918 Tönisvorst.

 

 

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Museumschef Hansgeorg Hauser überreicht Caroline Gappel, Geschäftsstellenleiterin der Krefelder Zoofreunde, weitere Spendenboxen aus dem Haus der Seidenkultur.
HdS-Foto: Brenner

(veröffentlicht am 05.10.20)

„Luisas Geschichte berührte auch Krefeld“ titelte die Rheinische Post einen Artikel über das Schicksal einer jungen Frau, die wegen Corona in Sevilla um ihr Leben kämpfte. Und weiter erfährt der Leser: „Das Haus der Seidenkultur macht dazu eine Aktion“.

Welche Verbindung es zwischen Luisa und unserem Museum gibt, dies erläutert Ilka Neumann vom HdS-Vorstand. Bei Luisa Marie Meißner handelt es sich um eine 22jährige Düsseldorferin, die eine Modedesign-Ausbildung gemacht hat. Für ihre Abschlusskollektion „Quipuia – La Fantasia anudada (was so viel wie verknotete Fantasie heißt) wählte sie Stoffe aus dem Haus der Seidenkultur.

Luisas Kollektion schreibt ihre eigene Geschichte. Die Seide mit dem Kreismuster wurde eigens für die Kollektion gewebt. In die golden strahlende Seide wurde symbolisch die Sonne eingewebt, die schon bei den Inkas und auch heute noch als wichtiges Zeichen für Ganzheit und Gleichheit steht.

Neumann schildert Luisa als innovativ und lebensfroh. Umso geschockter sei sie gewesen, als sie erfuhr, dass die Designerin im März 2020 während ihres Praktikums in Spanien an Corona erkrankte. Sie kam ins Krankenhaus auf die Intensivstation und wurde dort direkt in ein künstliches Koma versetzt. „Das sie noch lebt, grenzt an ein Wunder“, sagt Neumann.

Noch heute lebt Luisa im Schatten ihrer Krankheit. Sie braucht noch einen Rollstuhl oder läuft kurze Strecken am Rollator. Neumann: „Sie braucht weitere Therapien und Zeit. Zeit um ihre Lunge zu regenerieren, dass Laufen zu erlernen, ihre Nerven und seelischen Schäden auszukurieren“.

Vor diesem Hintergrund hat sich das HdS entschieden, eine Spendenaktion für Luisa zu unterstützen. Bereits beim „Herbstzauber“ auf der Krefelder Galopprennbahn haben wir auf das Schicksal der Düsseldorferin aufmerksam gemacht. Wer Luisas langen Weg zurück ins Leben unterstützen möchte, der informiere sich bitte über das „Spendenkonto Licht für Lu“ im Internet unter

http://www.leetchi.com/de/c/rEGVNK7w


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Luisa Marie Meißner hat in ihrer Kollektion mit Krefelder Stoffen eine Verbindung zur Knotenschrift der Inkas (Quipu) geschaffen. Foto: Luisa Meissner.

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Der „Herbstzauber“ – ein Event am Fuße der Galopprennbahn – war für uns eine geeignete Plattform, um auf das Schicksal der jungen Designerin aufmerksam zu machen. HdS-Foto: Marlies Schumacher

 
(veröffentlicht am 28.08.20)

Die erste Live-Übertragung aus unserem Museum war ein voller Erfolg. „Das müssen Sie unbedingt künftig wiederholen“, meinte Oberbürgermeister Frank Meyer (Krefeld) an unseren Vorsitzenden, Hansgeorg Hauser, gerichtet.
„Ich möchte Ihnen allen für die gelungene Premiere der Live-Übertragung der Ausstellung ‚Purpurschnecke und Färberwaid‘ aus Ihrem Museum gratulieren. Vielleicht war dies der Beginn einer neuen Ära, an dem das Haus der Seidenkultur (HdS) einen viel größeren Kreis von Interessenten erreichen kann“, schreibt Dr. Hermann Schumacher, Vorsitzender der Gesellschaft Creinvelt.
Hier das Feedback von Achim Wahl: „Von der heimischen Couch habe ich eine tolle und gut durchdachte Vernissage gesehen. Das öffnet sicher für die Zukunft neue Perspektiven in der Darstellung unseres Museums und unserer Arbeit.“
Und Klaus Drenk hat festgestellt: „Da hat das Team vom HdS wieder einmal mehr neue Maßstäbe und sich im Überholvorgang an die Spitze einer neuen Entwicklung gesetzt.“
Wer die Sendung noch einmal sehen möchte https://www.youtube.com/watch?v=67JzJDgy1sc



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Andreas Bischof hat im Bild festgehalten wie es während der Übertragung in der Regie aussah. Per Knopfdruck wurde hier entschieden welches Bild aus dem HdS On Air ging.

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Unsere Kuratorin Ulrike Denter (rechts) mit Birgit Sievers-Schmitz. Die Patentochter des verstorbenen Textilingenieurs Gerhard Schlichtmann hat der Ausstellung – die er schon zu Lebzeiten angedacht hat – zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Mit im Bild der Ehemann von Frau Sievers-Schmitz.

HdS-Foto: Christian van Doorn

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Pressesprecher Dieter Brenner moderierte die erste Live-Übertragung aus dem Haus der Seidenkultur.

HdS-Foto: Christian van Doorn.

Das ist eine große Premiere im Haus der Seidenkultur (HdS): Die Vernissage der nächsten Ausstellung „Purpurschnecke und Färberwaid“ wird am Sonntag 23. August ab 11 Uhr live im Internet bei YouTube übertragen.
Die Ausstellungseröffnung wird nicht einfach abgefilmt, sondern vom „Covestro-Foto-Filmclub“ und den Video-Experten der Firma vps gekonnt in Szene gesetzt. Somit können alle Freunde vom HdS das Geschehen im Museum live mit verfolgen.
Wenn Corona bedingt nur wenige Leute ins Museum kommen können, kommen wir halt zu den Besuchern“, freut sich HdS-Sprecher Dieter Brenner über die Premiere einer Live-Übertragung, die von der Sparkasse Krefeld gesponsert wird.
Musikalische Höhepunkte letztjähriger HdS-Veranstaltungen werden im Rahmenprogramm der Vernissage zu sehen und zu hören sein. Ein Genuss, den sich auch Oberbürgermeister Frank Meyer nicht entgehen lässt, der live im HdS mit dabei sein wird.
Wer ebenfalls das Direktgeschehen verfolgen möchte, der findet seine „Eintrittskarte“ im Internet unter folgenden Links

https://youtu.be/DKWEy-n_x8g

oder

https://www.youtube.com/channel/UC2hqWhf78m34FcSxWqrngIw/live

Mehr über die Inhalte unserer neuen Ausstellung – die sich mit der Entwicklung der Textilfärberei beschäftigt - hier auf dieser Plattform unter Angebote / Ausstellung.

 

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Martha Prell war eine der ersten Modezeichnerinnen in Krefeld. Studiert hat die kreative Frau von 1940 bis 1943 an der Höheren Fachschule für Modegrafik und Mode, dem Vorläufer der späteren Textilingenieurschule. Unterrichtet wurde sie von Elisabeth Kadow, die sich als Bauhausabsolventin in Krefeld einen Namen gemacht hat.
Heute, mit stolzen 95 Jahren, stellt Martha Prell erstmals ihre Modezeichnungen öffentlich aus. Diese einzigartige Premiere findet derzeit im Haus der Seidenkultur (HdS) statt. „Wir haben der Künstlerin eine kleine Studioausstellung im historischen Lieferantenflur unseres Museums gewidmet“, sagt Kuratorin Dr. Ulrike Denter. Ihr ist es gelungen, die bislang eher bescheiden und zurückhaltend lebende Textil-Künstlerin in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken. Jetzt kam die weitgereiste Seniorin höchst selbst ins HdS um sich ihre Ausstellung anzusehen.
„Schon als Kind habe ich mit meinen Zeichnungen mein Umfeld begeistern können“, sagt Prell unserer Zeitung. Mit einem Beinbruch lag sie als 10jährige im Krankenhaus. „Alle Schwestern wollten in meinem Zimmer meine Zeichnungen sehen, die ich im Bett liegend angefertigt hatte“, erinnert sie sich.
Um als junges Mädchen 1940 die Laufbahn einer Musterzeichnerin einzuschlagen, da bedurfte es einiges an Überredungskunst im Elternhaus. Unterstützung kam vom Vater, der in seiner Freizeit gerne Pferde zeichnete. Elisabeth Kadow erkannte recht schnell das Talent der jungen Schülerin, die mit einer renommierten Förderin im Rücken an der „Lette-Schule“ in Berlin mit „Kusshand“ aufgenommen wurde; eine Einrichtung, die vielen jungen Künstlern als Sprungbrett in die Modeszene diente.
Und so fand sich Martha Prell einige Jahre später im Modesalon „Schloss Grafenberg“ bei Düsseldorf wieder. Hier entwarf sie Kreationen für die damalige High Society. „Für Schauspieler-Ikonen wie Elisabeth Flickenschildt und Christiane Hörbiger durfte ich Modevorlagen entwerfen“, blickt Martha Prell in eine illustre Vergangenheit zurück, die jetzt im Haus der Seidenkultur wieder ein Stück lebendig wird.
„Die kleine Zusatzausstellung betrachten wir als i-Tüpfelchen in der Angebotspalette unseres Museums, wo wir in Coronazeiten ein zusätzliches Argument für den Besuch unseres Museums an der Luisenstraße 15 liefern möchten“, sagt Kuratorin Ulrike Denter. Im HdS wird die Ausstellung bis Ende des Jahres an den Öffnungstagen von mittwochs bis freitags jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr zu sehen sein.

 

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Martha Prell zeigt mit 95 Jahren voller Stolz einen ihrer Entwürfe als Modezeichnerin.

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Hier der Entwurf eines für die 40ziger Jahre eher mutigen Cocktailkleides. Viele ihrer Werke hat sie – wie hier – mit ihrem Mädchennamen Martha Leyking signiert.

 

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Taillenbetonte Oberteile, bunte Glockenröcke mit floralen Mustern, so stellte sich Martha Prell 1946 die modebewusste Frau vor.

HdS-Fotos: Christian van Doorn

 
 

(veröffentlicht am 19.05.2020)


Dem Bandoneon ist der Wanderkino-Film „Zurück in Krefeld“ gewidmet. In Krefeld wurde dieses Instrument vor mehr als 150 Jahren entwickelt, dass mittlerweile die ganze Welt erobert hat. „Diese einzigartige Dokumentation war erst durch die Mitarbeit des Krefelder Kulturbüros und einem Bandoneon-Künstler möglich“, sagt Wolfgang Volker vom „Covestro Foto-Flim-Club“.

Dieser Beitrag wurde jetzt beim Bundesfilmfestival in Fuldabrück vom Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) mit der Silbermedaille in der Rubrik der besten Dokumentationen ausgezeichnet. Damit wurde der Krefeld-Film als Beitrag für das deutsche Autoren Film-Festival (DAFF) nominiert, das im Juni stattfindet. Auch dieser Film ist noch bis Pfingsten in unserem „Wanderkino“ zu sehen unter

https://covestro-ffc-krefeld.de/wanderkino/

 

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