Damit ein alter Webstuhl wieder Schipp-Schapp macht

„Wir suchen ganz dringend einen Harnischmacher!“ Dieser Hilferuf kommt aus dem Haus der Seidenkultur (HdS), der ehemaligen Paramentenweberei Hubert Gotzes, wo aktuell ein „Schnellschütze“ – ein breiter Webstuhl aus dem Jahr 1965 – saniert und mit einem neuen Harnisch ausgerüstet wird.

Beim Harnisch handelt es sich um jene Zugeinrichtung, die die Schnüre der Weblade – wovor der Weber steht – mit dem oberen Teil des Webstuhls verbindet. Und zwar mit dem Jacquardapparat, der dafür sorgt, dass sich beim Weben die einzelnen Fäden heben oder senken. Durch diese von Joseph-Marie Jacquard im Jahre 1805 in Frankreich entwickelte Webtechnik, dieim Gegensatz zum Schaftwebstuhl – alle Fäden einzeln ansteuern kann, können aufwendige Muster produziert werden.

Ein solcher Harnisch wird jetzt an einem der nostalgischen Webstühle im ältesten Jacquardhandwebsaal Europas ausgetauscht, wo die Zugfäden schlichtweg in die Jahre gekommen sind. Jetzt ist zwar ein neuer Harnisch da, nicht aber der zugesicherte Harnischmacher aus Tschechien, wo das seltene Teil für das Krefelder Museum angefertigt wurde.

„Widrige Umstände haben zu dieser Situation geführt“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner, der jetzt deutschlandweit Ausschau nach einem Harnischmacher hält, der den Webexperten im Museum bei der Sanierung des Webstuhls Hilfestellung leisten könnte. Brenner: „Es gilt 3.200 Fäden – die von 400 Platinen mit acht Rapporten gesteuert werden – im wahrsten Sinne des Wortes richtig einzufädeln.“ Und: „Auch in unserer Samt- und Seidenstadt müsste es doch noch zahlreiche Harnischmacher geben, die einst in Krefeld tätig waren.“

Wer jetzt im nostalgischen Websaal an der Luisenstraße 15 mit dabei hilft, das dem „Schnellschützen“ bald wieder ein Schipp-Schapp entlockt werden kann, der setze sich bitte mit dem Museum unter Telefon 02151- 9345355 in Verbindung. Oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verzweifelte Minen in den Gesichtern von Manfred Weisters (links) und Christian Beckers. Die beiden Webexperten arbeiten ehrenamtlich im Haus der Seidenkultur, wo sie auf einen Harnischmacher warten, der an einem der alten Webstühle in der ehemaligen Paramentenweberei Hubert Gotzes 3.200 Schnüre richtig einzufädeln vermag.
HdS-Foto: Brenner

Auch die derzeit sommerlich anmutenden (Spät-)Sommertage können nicht darüber hinwegtäuschen: In knapp zwei Monaten ist Weihnachten! Damit steht die Adventszeit vor der Tür, die bei uns im Haus der Seidenkultur mit dem „Novemberleuchten“ beginnt. Das ist der Titel für unseren zauberhaften Weihnachtsbasar, der nach zweijähriger Corona-Zwangspause am Samstag, 19. November in der Zeit von 15 bis 19 Uhr bei uns im Museum an der Luisenstraße 15 stattfindet.

Bei Kerzenlicht, weihnachtlichen Düften und einem (?) Gläschen Glühwein möchten wir Sie auf die bevorstehenden Festtage einstimmen. Auf unserem Weihnachtsbasar gibt es eine Vielzahl von Ständen mit wunderbaren Angeboten.

Dazu gehören glitzernde Perlenketten und Schmucksteine, die in Makramee zu Ketten verwoben sind. Schmuck aus alten Knöpfen. Schalen aus Keramik, Accessoires aus unterschiedlichen Materialien, Weihnachtskarten, Sterne, bildschöne Handstulpen aus Samt und Seide und gewalkter Wolle

Erstmalig werden Miniaturen aus hochwertigen Seidenstoffen zum Sammeln und Verschenken vorgestellt. „Spiel mit Seide“ heißt das neue Projekt über das wir Euch in Kürze ausführlich informieren, wenn wir das nächste „Türchen“ mit Blick auf unser „Novemberleuchten“ öffnen.

Im Alter von 96 Jahren verstarb bereits am 16. Oktober die Bauhaus-Schülerin, Textildesignerin, Grafikerin, Künstlerin und Hochschullehrerin Prof. Annette Pöllmann. Diese traurige Nachricht erreichte die Öffentlichkeit in diesen Tagen aus unserem Haus der Seidenkultur (HdS), wo die Bauhaus-Ikone den Beirat des Museums mit ihren vielfältigen künstlerischen Fähigkeiten bereicherte.

Für viele war Annette Pöllmann die Bauhaus-Schülerin, die bei Georg Muche und Elisabeth Kadow studiert hatte und als Professorin an der Krefelder Textil-Ingenieurschule (später Hochschule Niederrhein) ihren Klassen höchste Qualität abverlangte. Für andere war sie die Pionierin der Seidenmalerei, die unermüdlich Schöpferische, die bei Einladungen ihre Gäste bat, die Radieschen am Büfett, weil sie so appetitlich rot leuchteten, vor dem Verzehr zu zeichnen.

2017 eröffnete Annette Pöllmann (rechts) zusammen mit Kuratorin Ulrike Denter die Ausstellung „Als die Muster laufen lernten“.

„Alle werden sich an ihre Herzenswärme, ihr unbestechliches Urteil und ihren feinen Humor erinnern“, schreibt Petra Diederichs in einem Nachruf in der Rheinischen Post. Und: „Annette Pöllmann, die sich über die Grenzen Europas hinaus einen Namen gemacht hat, war immer kreativ – bis fast in ihre letzten Tage.“ Ständig habe sie nach vorn geschaut und Neues gesucht.

Was sie vor allem jungen Menschen als Rat mit auf den Weg gab: „Leute, gebt nie auf, auch wenn ihr Niederlagen einstecken müsst!“ Und sie wusste wovon sie sprach: So musste sie als Hochschul-Absolventin auf der Suche nach einer Anstellung 113 Absagen einstecken, weil sie als „wilder Picasso“ einmal mehr mit ihren Ideen ihren Zeitgenossen wieder ein Stück voraus war.

Seit ihrer Pensionierung nutzte sie im letzten Jahrzehnt zunehmend das Haus der Seidenkultur als Plattform für ihre Textilkunst. „Als die Muster laufen lernten“ war 2017 eine ihrer letzten großen Ausstellungen, die sie zusammen mit Dr. Ulrike Denter kuratierte. Aus dieser Zusammenarbeit erwuchs eine große Freundschaft zwischen den beiden Textilschaffenden.

„Mit Annette Pöllmann wird ein großes Kapitel Krefelder Textilkultur zu Grabe getragen“, sagt unser Museumschef Hansgeorg Hauser, der noch im Mai dieses Jahres zusammen mit Pöllmann die derzeitige Ausstellung „Schillernde Perlen am seidenen Faden“ eröffnete. Die Exponate dazu stammten von ihrer Schwester Margarete Schumacher.

Die „Queen-Mum“ der Seidenkultur, wie Pöllmann würdevoll in unseren Museumskreisen genannt wurde, verbrachte die letzten Wochen im Hülser Seniorenzentrum „Bonhoeffer-Haus“. Die Beisetzung findet Mitte kommender Woche im Kreis Ihrer Familie in Ihrem Geburtsort in Iserlohn statt.

„Doch ihr Lebensweg führte Pöllmann schon früh nach Krefeld“, blättert WZ-Kulturchef Christian Oscar Gazsi Laki in der Biographie der Künstlerin, die u.a. an der Akademie in Düsseldorf freie Graphik studierte, bis sie ihr Weg 1972 als Professorin an der Fachhochschule Niederrhein in Mönchengladbach führte, wo sie im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik mit den Schwerpunkten in der Textilgestaltung unterrichtete.

„Das Lebenswerk der vielseitig begabten Künstlerin wird im Haus der Seidenkultur immer lebendig bleiben“, heißt es im Nachruf der Trauergemeinde des Museums.

Im Haus der Seidenkultur stand Annette Pöllmann mehrfach vor der Fernsehkamera. Hier im Gespräch mit WDR-Autor Helge Drafz.
HdS-Fotos: Brenner

Wo kommt eigentlich der Seidenfaden her? Die Antwort lieferte am Wochenende unser Museumsteam im Kaufhaus SINN, wo wir im Rahmen des Krefeld-Events „Emotion“ mit einem Messestand präsent waren. Unser „Spuljunge“ Elias erklärte live und in Farbe die Wegstrecke von der Seidenraupe bis zum Seidenfaden, die für uns jenes kostbare Garn produziert, aus dem unsere Seidenschals und Krawatten gewebt werden.

Diese Kollektion bieten wir in unserer Seidenboutique im Museum an der Luisenstraße 15 (nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof) an. Rund um die Uhr sind diese edlen Produkte auch in unserem Online-Shop erhältlich. Denkt daran: In drei Monaten ist Weihnachten; und da könnten Produkte „Made in Krefeld“ im wahrsten Sinne des Wortes unter jedem Tannenbaum glänzen. Und hier ist der Eingang zur anstehenden Bescherung: seidenkultur.de/online-shop

... bescheinigt uns einhellig die Krefelder Presselandschaft. „Die Digitalisierung im Haus der Seidenkultur schreitet voran“, schreibt Marilena Claßen Anfang August in der WZ und berichtet darüber, dass unsere Museumsbesucher zu den normalen Öffnungszeiten mit einem Tablet elektronisch durch unser Haus geführt werden können. RP-Redakteurin Petra Diederichs hat uns gar eine halbe Seite in ihrer Zeitung gewidmet. Diesen Beitrag möchten wir an dieser Stelle den Lesern unserer Web-Seite mit einem Dankeschön an die RP an dieser Stelle ungekürzt zur Verfügung stellen.

VON PETRA DIEDERICHS

Wolsig52 war vorher noch nie in der Krefelder Innenstadt. „Aber wir haben bei unserem Spaziergang festgestellt, dass es hier auch richtig nette Ecken gibt“, heißt es im Post, der beim Haus der Seidenkultur (HdS) angekommen ist. Eine von ungezählt vielen positiven Rückmeldungen, die das Team in der „ältesten Paramentenweberei Europas“, wie HdS-Sprecher Dieter Brenner gerne betont, erreichte. Seit zwei Jahren bietet das Seidenmuseum seine Stadtführung „Spaziergang auf seidenen Pfaden“ auch als Geocaching an. Diese digitale Entdeckungstour ist derart gut eingeschlagen, dass die beiden Teile ab Herbst um einen dritten aufgestockt werden. Volker Vander, selbst leidenschaftlicher Geocacher, entwickelt derzeit mit Kuratorin Ulrike Denter auch diese dritte Runde, die durch Hüls führen wird.

365 Starter haben sich in den vergangenen zwei Jahren auf die Krefelder Geocache-Tour gemacht, 350 sind beide Routen bis zum Ende gegangen. „Da die meisten Geocaching in der Gruppe betreiben, sind wohl mehr als 1000 Leute in Krefeld gelaufen“, sagt Vander, der im Hauptberuf eine Gärtnerei betreibt.

Eigentlich war die Idee eine Corona-Notgeburt. „In dieser Zeit haben wir uns gesagt, wenn die Leute nicht zu uns kommen können, müssen wir sie anders erreichen“, sagt Brenner. So wurde die beliebte Führung zur textilen Stadtgeschichte in eine digitale Schnitzeljagd umgemünzt und hat unerwartet gut eingeschlagen. Das Neun-Euro-Ticket hat noch einmal einen Boom gebracht: „Wir erreichen auch Leute von ganz woanders, die bisher nie in Krefeld waren“, so Brenner. „Einige gehen hier dann auch shoppen.“

Geocaching ist von den USA aus am 30. Mai 2000 ins Internet gegangen.„ Weltweit beteiligen sich sieben Millionen Leute an dem Spiel“, sagt Vander. Die Idee ist weitaus älter: „Im 18. Jahrhundert gab es bereits an den Gipfelkreuzen Kästchen, in denen man seine Namen hinterlassen konnte, um zu zeigen, dass man da war“, erzählt Vander. Geocaching funktioniert im Prinzip nicht anders, ist aber mit Aufgaben und Belohnungen verbunden.

Auf einer geheimen Route, deren Verlauf man sich mit gelösten Rätseln erarbeiten muss, kommt man zu einem Schatz, dem Cache. Der steckt in einer Dose - mitsamt dem sogenannten Logbuch, in das die Erfolgreichen sich eintragen. „Als Bonus gibt es im Haus der Seidenkultur noch einen Kokon, mit dem man Seide haspeln kann“, so Brenner.

An jedem Standort der Seiden-Rallye erwartet die Cacher ein Video. „Es war ein großes Glück, dass ich den Film des Hauses der Seidenkultur dafür verwerten konnte“, sagt Vander. Worum es bei den Fragen geht und welche Stationen abzulaufen sind, will er natürlich nicht verraten. Eisernes Geocacher-Gesetz. Nur so viel: Es geht auch einmal um einen rot geschriebenen Satz.

Wer das Haus der Seidenkultur persönlich besucht, kann künftig auf einen digitalen Begleiter hoffen - ein Avatar erklärt Geschichte und Handwerk und alles rund um die Seide von der Raupe bis zum feinen Stoff. Zehn Tablets stehen für Einzelbesucher bereit, die keine Führung erleben und sich nun je nach Interesse durch alle Informationen klicken können - in Bild, Ton und Text. „Auch für Gehörlose sind die Tablets geeignet“, sagt Brenner.

Die Auswahl trifft jeder individuell,insgesamt gibt es zwei Stunden Info-Programm.

Die digitale Aufrüstung verdankt das Haus der EU-Förderung für die digitale Darstellung alten Handwerks.

Hoher Besuch im Haus der Seidenkultur: Mit Ulrike Lubek besuchte uns die Präsidentin des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) zusammen mit ihrer persönlichen Referentin Carmen Heyner. Eigentlich war nur eine kurze Stippvisite geplant, doch die LVR-Chefin zeigte sich von unserem Museum sehr angetan. Besonders der nostalgische Websaal hatte ihr Interesse geweckt, wo Webmeister Manfred Weisters den alten Webstühlen ein gekonntes „Schipp-Schapp“ entlockte.

Für Lubek ist unsere Einrichtung dann auch ein „Juwel in Krefeld“, wie Sie mit einem „großen Dankeschön für die exklusive Führung“ in unser Gästebuch eintrug. Darüber freute sich natürlich auch unser Museumschef Hansgeorg Hauser, der vor wenigen Wochen vom LVR den begehrten „Rheinlandtaler“ verliehen bekam.

Der LVR erfüllt rheinlandweit als Kommunalverband mit rund 20.000 Beschäftigten, Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland und betreibt 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, das Landesjugendamt sowie den Verbund Heilpädagogischer Hilfen. Mehr Infos über den LVR gibt es hier https://www.lvr.de

Altes Textilhandwerk lebendig in Szene zu setzen, diese Vorgabe hat unser Team vom Haus der Seidenkultur einmal mehr beim Flachsmarkt perfekt umgesetzt. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause waren alle Akteure besonders motiviert. So blieb das positive Echo der Besucher nicht aus, die in der nostalgischen Spinnstube unseren Weberinnen und einem Patroneur live und in Farbe bei ihren nicht alltäglich zu sehenden Tätigkeiten über die Schultern blicken konnten.

Ebenso Publikumswirksam war unser Beitrag im Burghof, wo wir die Wegstrecke von der Seidenraupe bis zum Seidenfaden aufgebaut hatten. Das abrollen des Seidenfadens vom Kokon – Haspeln genannt – war einer der Hingucker für die staunenden Besucher.

Zu unseren Highlights gehörte hier unser Flachsmarkt-Quiz. Inzwischen ist das Rätsel gelöst: Genau 1155 (Glas-)Perlen schimmerten in einem Gefäß, das wir während des Flachsmarktes drei Tage an unserem Stand im Linner Burghof aufgestellt hatten. Unter den rund 500 Besuchern, die sich an unserem Quiz beteiligten, war auch Christoph Buysch aus Krefeld, der mit seiner Schätzung – 1158 Perlen – nur drei Perlen übers Ziel „hinausschoss“, aber damit der Lösung am nächsten kam.

Seide aus Krefeld hatten Marlies Schumacher-Kemme (links) und Ilka Neumann im Flachsmarkt-Angebot.

Als Hauptgewinner unserer Aktion kann er jetzt eine Gruppe von 15 Personen zusammenstellen und unser Museum zum Wunschtermin besuchen, wo er mit einem Sektempfang begrüßt und exklusiv durch die ehemalige Paramentenweberei geführt wird.

Ebenfalls nur knapp daneben lag Bärbel Paashaus, die 1150 Perlen gezählt und damit den 2. Preis gewonnen hat. Mit 14 Personen ihrer Wahl laden wir die Krefelderin jetzt zu einem „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden ein.“ Der dritte Preis geht an Sebastian Feldhaus aus Moers, der mit der Post zwei Freikarten für den Besuch unseres Museums geschickt bekommt. Er hat die Zahl von 1143 aufgeschrieben.

Die Palette der Schätzungen reichte von 100 bis 20.000 Perlen, die Nadja F. aus Neuss vermutete. Clever wollte ein Teilnehmer sein, der als Antwort „500 bis 600 Perlen“ auf dem Lösungs-Coupon eintrug. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern der Aktion, die wir in Anlehnung an unsere aktuelle Ausstellung „Schillernde Perlen am seidenen Faden“ durchführten.

Ein besonderer Dank geht an Ina Waßer, die uns vom Perlen Groß- und Einzelhandel „Perlina-Krefeld“ bei der Umsetzung der Aktion unterstützte. Noch bis zum 11. Dezember ist die Ausstellung – die sich der (Textil-)Kunst der Perlenstickerei widmet – bei uns im Haus der Seidenkultur zu sehen.

Hilfestellung am Kinderwebstuhl leisteten Timo (links) und Elias, die Jüngsten im Team vom Haus der Seidenkultur.

Unser Patroneur Dieter Blatt erklärte die Vorstufen des Webens, wo Musterzeichner, Patroneur und Kartenschläger einst gefragt waren.

Unser Museumschef Hansgeorg Hauser wurde in einer eindrucksvoll-festlichen Veranstaltung „als Mäzen der Krefelder Kultur“ mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet. „Hansgeorg Hauser ist ein Macher mit Moderator-Qualitäten“, titelt die Westdeutsche Zeitung (WZ) und schreibt: „Hauser ist ein Teamplayer, der Netzwerke schmieden kann; früher im Beruf und bis heute für die Kunst. Zudem mag der Leiter vom Haus der Seidenkultur Privatinitiativen, die Wertvolles erhalten. Deshalb wünschte er sich für seine Ehrung, das Uerdinger Klärwerk als Austragungsort.“

Und dorthin kam mit LVR-Direktorin Ulrike Lubek und der stellvertretenden Vorsitzenden Karin Schmitt-Promny (Foto) die Spitze des Landschaftsverbandes Rheinland höchst Selbst. Rund 130 Gäste feierten mit Hauser das festliche Ereignis, das Stephan Langenberg mit seinem Bandoneon musikalisch umrahmte. „Einem Krefelder Instrument, das weltweit – nicht zuletzt durch den Tango in Argentinien – bekannt wurde,“ wie der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer in seinen Grußworten feststellte.

Für den lukullischen Part sorgten die Absolventen und Absolventinnen des Fachbereichs Ernährung des Berufskolleg Vera Beckers. In dieser rundum gelungenen Veranstaltung meinte Hauser (83) auch dann: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, die ich stellvertretend für alle entgegennehme!“ Wer in diese hochkarätige Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes reinhören möchte, in unserem Podcast – hier unter der Rubrik Aktuelles/Podcast – ist das möglich.

Mehr Fotos über dieses festliche Event gibt es unter folgender Internetadresse https://eventfotos.lvr.de/rheinlandtaler_Hauser

 

Aus der Chefetage des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) – er vergibt die Auszeichnung – kam Karin Schmitt-Promny ins Krefelder Klärwerk, wo Hansgeorg Hauser den Rheinlandtaler verliehen bekam.  HdS-Foto: Christian van Doorn

Wie angekündigt ist sie jetzt da: Die überarbeitete Aufzeichnung der Live-Übertragung unserer Vernissage „Schillernde Perlen am seidenen Faden“. Zu den schönen Bildern liefern wir jetzt auch einen guten Ton. Ein Klick auf den Button und schon sind Sie im lebendigen Ausstellungs-Geschehen mit dabei. Viel Spaß und gute Unterhaltung wünscht das Team vom Haus der Seidenkultur.

Die Aufzeichnung der Vernissage ist hier auf unserem Youtube-Kanal zu sehen.

„Schillernde Perlen am seidenen Faden“ heißt die neue Ausstellung im Haus der Seidenkultur. Gezeigt werden Perlenstickereien von Margarete Schumacher (1916-2018), die Zeit ihres Lebens künstlerisch-kreativ tätig war, ohne jemals eine entsprechende Ausbildung durchlaufen zu haben.

Als Autodidaktin entwickelte sie die Perlenstickerei zu einer hohen Kunst. Ohne Vorlage und Vorzeichnung setzte die Künstlerin Tausende kleinster Glasperlchen malerisch für ihre Arbeiten ein und bildete atmosphärische Augenblicke abstrahiert in ihren Farb- und Licht-Nuancierungen ab.

Die Vernissage der von Dr. Ulrike Denter kuratierten Ausstellung wird kommenden Sonntag, 08. Mai, ab 11 Uhr im Internet live übertragen. Mit dabei Prof. Annette Pöllmann, die die private Seite ihrer verstorbenen Schwester beleuchtet. Pöllmann selbst hat sich als Bauhaus-Künstlerin einen Namen gemacht.

Warum es kaum Literatur über die Kunst der Perlenstickerei gibt, begründet Kunsthistorikerin Dr. Rita Mielke damit, dass die Geschichte der Perlen über Jahrtausende hinweg eine immense Bedeutung hatte, in der jüngeren Zeit jedoch zu einem speziellen Thema wurde, das abseits des Main-Streams liegt. Mielke selbst darf mittlerweile zu den wenigen Expertinnen gezählt werden, die sich dieser textilen Kunstgeschichte gewidmet haben. Ihre spannenden Erkenntnisse werden in Form eines Interviews in die Übertragung eingeblendet.

Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltet der Gitarrist Christian Winter, Dozent an der Musikschule der Stadt Neuss. Die Ausstellung ist bis zum 11. Dezember 2022 im Museum an der Luisenstraße 15 zu sehen. Und zwar während der Öffnungszeiten von mittwochs bis freitags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Führungen zum Wunschtermin können unter Telefon 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebucht werden.

Mehr Infos in Kürze auf www.seidenkultur.de sowie auf unseren Plattformen bei Facebook und Instagram.

Bereits 2020 bekamen wir vom Haus der Seidenkultur den Heimatpreis der Stadt Krefeld zugesprochen. Jetzt fand die festliche Preisverleihung im historischen Ratssaal des einstigen Stadtschlosses statt. Oberbürgermister Frank Meyer sprach von „der Stunde null der städtischen Ehrungen“, die corona-bedingt lange Zeit nicht stattfinden konnten. So wurden dann insgesamt sechs Initiativen mit dem begehrten Preis – der vom Land NRW ins Leben gerufen wurde - ausgezeichnet. Darunter auch die Preisträger des Jahres 2021. In seiner Laudatio sprach der OB mit Blick auf unser Museum davon, dass es kaum einen anderen Ort gebe, an dem sich die „Vergangenheit und Zukunft der Textilstadt so mit allen Sinnen nachempfinden lässt, wie in dem kleinen aber ausgesprochen feinen Museum an der Luisenstraße.“

Unser Museumschef Hansgeorg Hauser (rechts neben dem OB) stellte in einer launigen Rede die Einrichtung vor, die aus der früheren Paramentenweberei Hubert Gotzes hervorging. Hauser griff aus der Rede des OB den Passus „unser Haus der Seidenkultur“ auf. Im Gebrauch des Pronomens „unser“ zeige sich am deutlichsten der Bezug zur Heimat.

Ausführlich berichtete die Tagespresse über die Verleihung des Heimatpreises. Hier ein Link zum Beitrag der WZ "Sechs Auszeichnungen für heimatliches Engagement"

Ausschnitte aus dieser Veranstaltung werden in der ersten Aprilwoche in unserem neu eingerichteten Podcast unter folgender Internetadresse zu hören sein https://seidenkultur.de/aktuelles/podcast

„Ein Avatar führt bald durch das „Seidenmuseum“ titelt die WZ in ihrer Ausgabe vom 16. März 2022 auf der Seite „Kultur in Krefeld“. Kulturchef Christian Oscar Gazsi Laki stellt fest: „Das Haus der Seidenkultur macht sich fit für die digitale Zukunft“. Das positive Echo des Beitrages, der sich mit dem „Mingei“-EU-Projekt beschäftigt, kommt auch aus dem Ausland, wo die am Projekt beteiligten Personen aufmerksam nach Krefeld blicken, wo in Kürze das Finale der erwähnten Maßnahme ansteht. Der halbseitige Artikel bringt den Leser auf den Stand der Dinge; ein Grund mehr den Beitrag hier in ungekürzter Form zu veröffentlichen:

Von Christian Oscar Gazsi Laki

Es ist vielleicht etwas überraschend – oder dann doch auch nicht –, dass just ein recht kleines privat geführtes Museum in Krefeld zu den digital umtriebigsten der Stadt gehört. Und damit ist nicht lediglich die ohnehin ansprechende Webseite des Hauses der Seidenkultur Krefeld in der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, gemeint. Eine professionellwirkende und informative Internetpräsenz ist für ein Museum, egal welcher Couleur, heute eigentlich ein Minimum. Wobei es bei anderen Museen da noch bisweilen an der einen oder anderen Stelle Nachbesserungspotenzial geben mag, aber das ist eine andere lange Geschichte auf einem sehr weiten Feld. Auch, dass man trotz der sympathischen „handgemachten“ Atmosphäre im Hause selbst und auch auf den Videos beispielsweise regelmäßig Ausstellungseröffnungen streamt (auch im Nachgang auf Youtube abrufbar) ist noch recht „normal“.

Spektakulär wird es, wenn man Begriffe wie Avatar, Digitalisierung und Co. von Dieter Brenner hört. Der quirlige gute Geist im Haus bezeichnet sich übrigens gerne scherzhaft als „Schwadroneur“ in Anlehnung an den Handwerksberuf des „Patroneurs“, die Mustervorlagen für Gewebe fertigten. Und das Charisma dieses älteren Herrn, der mit Leidenschaft durch die Geheimnisse des Seidenmuseums führt und Menschen für die traditionelle Handwerkskunst der Seidenweberei begeistert, wird zukünftig auch digital erlebbar sein. Dies ist möglich durch ein EU-Projekt mit dem Namen „Mingei“, bei dem das Haus der Seidenkultur mitmachen darf und das als Ziel hat, „sowohl die materiellen wie auch immateriellen Aspekte von alten Handwerken zu digitalisieren und das entsprechende Wissen zu übertragen. Dies bezieht sich auf die Darstellung, Erhaltung und Zugänglichkeit des Handwerks als Kulturerbe“ – so auf der Projekt-Webseite nachzulesen.

„Unser Museum soll man auch zukünftig mit Freude entdecken können“, bekräftigt Brenner, den es als „Avatar“ versehen mit seiner Stimme geben wird. Für Einzelbesucher soll es bald (um April herum) 20 Tablets geben, mit deren Hilfe „der Avatar“ mit Brenners Stimme durch das Museum führt. An einzelnen Info-Points gibt es weiteres Wissenswertes in Wort und Bild. „Wir wollen attraktiv sein für den Einzelbesucher“ – sagt Brenner. Der übliche Weg, das Haus zu besuchen, sei bislang in Form von gebuchten Gruppen, die durch die Räume des Museums geführt werden. Einzelne Museumsgäste sollen „nicht im Regen stehen gelassen werden.“

Ein Avatar mit Dieter Brenners Stimme führt Einzelbesucher bald durch das Haus der Seidenkultur. Foto: Mingei-Projekt

Ein wichtiger Schritt ist das Mingei-Projekt im Rahmen von „Horizon 2020“, das über den Avatar-Museumsguide weit hinaus geht. Es werden Paramente, Priestergewänder, die ihrerzeit in der Weberei in der Luisenstraße 15 gefertigt wurden, digitalisiert, die „Seidengeschichte“ aber auch das „Handwerk“ digital dokumentiert. Etwa durch ein „Motion-capture Verfahren“ – also eine digitalisierte Bewegungsaufzeichnung, wie man sie sonst auch in Hollywood-Filmen verwendet, um computergenerierte Figuren mit „Leben“ zu füllen – wurde das Handwerk von Patroneur Dieter Blatt für die Ewigkeit festgehalten. Das gesamte Projekt ist mit 102 000 Euro veranschlagt, 85 000 Euro seien schon bewilligt, berichtet Brenner. Es gäbe noch eine Reihe von Dingen, die auf der Wunschliste des Museums stünden, gibt es zu – und dass es bei ehrenamtlich betriebenen Museen, wie das Haus der Seidenkultur es überwiegend ja sei, durchaus nicht trivial sei, sich in Förderstrukturen der EU einzufügen.

Museum hat auch viele „analoge“ Pläne für kommende Zeit

Aber das Haus der Seidenkultur hat auch zahlreiche „analoge“ Pläne. So sei man guter Dinge, dass es zu Pfingsten wieder eine Beteiligung am Flachsmarkt geben werde. Mit einem Plan A und einem Plan B, denn falls die Präsentation beim Markt aus Coronagründen etwa nicht gelingen könne, so wolle man zumindest eine kleine Version im eigenen Haus ermöglichen. Aber auch spricht Dieter Brenner gerne über die Pläne des Hauses für das Stadtjubiläum 2023. Denn immerhin braucht das Vorlaufzeit – die Stadt übrigens hält sich da aktuell noch etwas bedeckt, verspricht aber bald die Öffentlichkeit zu informieren. „Für das Stadtjubiläum haben wir einen sehr interessanten Kooperationspartner gefunden“, schwärmt Brenner. Das Alte Klärwerk und die wirklich fleißigen Denkmal-Schützer vom Verein zum Erhalt des historischen Klärwerks in Krefeld Uerdingen. Mit dem Verein plant man mehrere Projekte. Eine große Ausstellung etwa mit der Künstlerin Sonja Weber, die großformatige Arbeiten mit textilem Bezug zeigen wird. Kleinere Exponate sollen parallel im Seidenmuseum gezeigt werden. Auch ist eine Modenschau in Planung, die am Klärwerk stattfinden soll – doch das sei noch in Vorbereitung.

Das Haus der Seidenkultur (HdS) wurde zum Jahresbeginn als jüngstes Mitglied in der Organisation „Europäische Route der Industriekultur“ (ERIH) aufgenommen. Dies bescheinigt eine schmuckvolle Urkunde, die jetzt im Museum an der Luisenstraße 15 öffentlich aushängt.

Bei der ERIH handelt es sich um ein führendes Tourismus-Netzwerk mit 1850 Standorten in 47 Ländern. Zielsetzung der Organisation ist es, Standorte der Industriekultur und Besucherattraktionen zu vernetzen. „Die Arbeit soll eine tiefergehende Entdeckung der Industrielandschaften der jeweiligen Landschaften ermöglichen“, sagt HdS-Museumschef Hansgeorg Hauser. Und: „Durch unsere Mitgliedschaft können wir die linksrheinische Rheinschiene in das Gesamtkonzept ergänzend einbeziehen.“

Wer also künftig auf eine der vom ERIH angebotenen Themenrouten die gemeinsamen Wurzeln europäischer Industriegeschichte entdecken und veranschaulichen möchte; die Luisenstraße in der Samt- und Seidenstadt bietet sich da als neuer Anknüpfungspunkt an.

Die Bahnhofsnähe, ein Gas- und Elektrizitätswerk in unmittelbarer Nachbarschaft sorgten in der Gründerzeit für ideale Rahmenbedingungen der Entwicklung einer Industrielandschaft im einst noblen Krefelder Kronprinzenviertel. Vor diesem Hintergrund konnte sich auch die Paramentenweberei Hubert Gotzes – das heutige HdS – etablieren.

Daher empfindet ERIH-Präsident Dr. Maria Grewing die Mitgliedschaft vom Haus der Seidenkultur als „eine Bereicherung für das Angebot des Touristik-Netzwerkes“. Und: „Jedes Industriedenkmal, jede Stadt, jede Arbeitersiedlung ist Teil dieser zunächst europäischen und später weltweiten Entwicklung.“ Nur erfahre der Besucher meist nichts oder nur zu wenig davon. Im HdS wird man künftig bei Führungen diesen Zusammenhang noch deutlicher hervorheben.

 

Diese Urkunde signalisiert: Das Haus der Seidenkultur liegt jetzt auf der Route Europäischer Industriekultur.

(veröffentlicht am 11.06.21)

In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter ging im Mai ein Priestergewand über die (Händler-)Theke, dass nach einer langen Zeitreise jetzt nach rund 100 Jahren wieder an seinen Ursprungsort, der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, zurückkam. Dort, dem heutigen Haus der Seidenkultur, bekommt das gute Stück jetzt seinen Ehrenplatz.

Doch der Reihe nach: Vermutlich um 1920 wurde der „Chormantel“ – ein liturgisches Gewand, das von katholischen Priestern während der Messe getragen wurde – in der Paramentenweberei Hubert Gotzes angefertigt. Zumindest wurde es in den 50ziger Jahren im Unternehmen an der Luisenstraße 15 in Krefeld restauriert. Von dort landete das schmucke Gewand in Recklinghausen bei einem Ehepaar, das bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer suchte.

In der Fernsehsendung erwarb es schließlich der Kunst- und Antiquitäten-Händler Thorsden Schlößner aus Kreuzau bei Düren. 400 Euro zahlte er für das Exponat, das die Expertin zuvor auf 150 bis 200 Euro geschätzt hatte. Doch genaugenommen war allen klar, dass das mit Goldfäden durchzogene Samt-Exponat weitaus mehr Wert ist. „Würde man heute ein solches Teil in Auftrag geben, müsste man um die 10.000 Euro auf den Tisch legen“, schätzt HdS-Sprecher Dieter Brenner.

Letzterer war es auch, der auf dem Facebook-Portal des Museums auf die Sendung hinwies und vermerkte: „Schön wäre es, wenn der Mantel wieder an seinen Ursprungsort zurückkäme; aber ob sich dafür Sponsoren finden?“ Und unmittelbar nach dieser Publikation, die auf Anhieb 3000 Klicks verzeichnete, fanden sich die ersten Geldgeber. Darunter der Krefelder Geschäftsmann Peter Oediger. „Mein Vater, der mit Krawatten handelte, hat mich durch seinen Beruf schon an das Thema der Textilstadt herangeführt“, sagt Oediger. Und: „Vor diesem Hintergrund war es für mich so eine Art Verpflichtung hier helfend einzusteigen.“

Letztlich war es aber Kunsthändler Schlößner selbst, „der seine Händlerinteressen weitgehend zurückgestellt und aus Sicht unseres Museums sehr gut gehandelt hat“, wie es Brenner während einer Pressekonferenz formulierte. Schlößner selbst sagt dazu: „Wenn ich sehe, dass ein besonderes Exponat eine besondere Öffentlichkeit - wie die eines Museums – bekommen kann, unterstütze ich solche Projekte sehr gerne.“

Nicht nur der Chormantel, sondern auch Thorsden Schlößner selbst fand jetzt seinen Weg nach Krefeld, wo der gelernte Schreiner früher sein Holz einkaufte. Beeindruckt zeigte sich der Händler von der grünen Krefelder Innenstadt und vom Zustand des alten Stadtbades, das der Fernsehmann – der ein Faible für den Jugendstil besitzt – unbedingt besuchen wollte. Auf dem „kurzen Dienstweg“ zwischen HdS und Stadtbad wurde dem Wunsche recht kurzfristig entsprochen.

Jetzt bekommt das durch „Bares für Rares“ bekanntgewordene Priestergewand im Museum an der Luisenstraße seinen Ehrenplatz. Und damit nicht genug: „Die Sponsorengelder ermöglichen uns, nach weiteren Priestergewändern Ausschau zu halten“, sagt Brenner. Eine Kirchenzeitung werde im Raum des Bistums Aachen bei dieser Suche behilflich sein. Daher der Sprecher abschließend: „Für uns brachte Bares für Rares wirklich sehr viel Wunderbares…!“

 

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Nach einer langen Zeitreise kommt ein Priestergewand zurück an seinen Ursprungsort. Händler Thorsden Schlößner (links) hat es möglich gemacht, der hier vor laufender Kamera von HdS-Sprecher Dieter Brenner interviewt wird. Rechts im Bild mit Peter Oediger einer der Sponsoren, die dieses Projekt unterstützten.

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Stippvisite im ehemaligen Freibad inmitten der Krefelder City. Thorsden Schlößner (links), der ein Faible für die Jugenstil-Ära hat, war begeistert.
HdS-Fotos: Christian van Doorn

 
(veröffentlicht am 28.08.20)

Die erste Live-Übertragung aus unserem Museum war ein voller Erfolg. „Das müssen Sie unbedingt künftig wiederholen“, meinte Oberbürgermeister Frank Meyer (Krefeld) an unseren Vorsitzenden, Hansgeorg Hauser, gerichtet.
„Ich möchte Ihnen allen für die gelungene Premiere der Live-Übertragung der Ausstellung ‚Purpurschnecke und Färberwaid‘ aus Ihrem Museum gratulieren. Vielleicht war dies der Beginn einer neuen Ära, an dem das Haus der Seidenkultur (HdS) einen viel größeren Kreis von Interessenten erreichen kann“, schreibt Dr. Hermann Schumacher, Vorsitzender der Gesellschaft Creinvelt.
Hier das Feedback von Achim Wahl: „Von der heimischen Couch habe ich eine tolle und gut durchdachte Vernissage gesehen. Das öffnet sicher für die Zukunft neue Perspektiven in der Darstellung unseres Museums und unserer Arbeit.“
Und Klaus Drenk hat festgestellt: „Da hat das Team vom HdS wieder einmal mehr neue Maßstäbe und sich im Überholvorgang an die Spitze einer neuen Entwicklung gesetzt.“
Wer die Sendung noch einmal sehen möchte https://www.youtube.com/watch?v=67JzJDgy1sc



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Andreas Bischof hat im Bild festgehalten wie es während der Übertragung in der Regie aussah. Per Knopfdruck wurde hier entschieden welches Bild aus dem HdS On Air ging.

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Unsere Kuratorin Ulrike Denter (rechts) mit Birgit Sievers-Schmitz. Die Patentochter des verstorbenen Textilingenieurs Gerhard Schlichtmann hat der Ausstellung – die er schon zu Lebzeiten angedacht hat – zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Mit im Bild der Ehemann von Frau Sievers-Schmitz.

HdS-Foto: Christian van Doorn

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Pressesprecher Dieter Brenner moderierte die erste Live-Übertragung aus dem Haus der Seidenkultur.

HdS-Foto: Christian van Doorn.