Wie angekündigt ist sie jetzt da: Die überarbeitete Aufzeichnung der Live-Übertragung unserer Vernissage „Schillernde Perlen am seidenen Faden“. Zu den schönen Bildern liefern wir jetzt auch einen guten Ton. Ein Klick auf den Button und schon sind Sie im lebendigen Ausstellungs-Geschehen mit dabei. Viel Spaß und gute Unterhaltung wünscht das Team vom Haus der Seidenkultur.

„Museen mit Freude entdecken“ ist das Motto am „Internationalen Museumstag“, der kommende Sonntag, 15. Mai, deutschlandweit stattfindet. „Natürlich sind auch wir vom Haus der Seidenkultur (HdS) in der Zeit von 11 bis 18 Uhr mit von der Partie,“ sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner.
Und: „Freude bereitet mit Sicherheit ein Rundgang durch unsere neue Ausstellung, Schillernde Perlen am seidenen Faden“. Gezeigt werden Perlenstickereien von Margarete Schumacher (1916-2018), einer Schwester von Prof. Annette Pöllmann, die sich als Bauhaus-Künstlerin einen Namen gemacht hat.
Ferner wird eine Schnupperphase in die künftige Führungstechnik für Einzelbesucher gewährt. Die bekommen demnächst im Museum an der Luisenstraße ein Tablett ausgehändigt. Damit öffnet sich der Vorhang für eine digitale Führung, die ein Avatar übernimmt; eine neue Errungenschaft, die im Rahmen des „Mingei-Projektes“ der EU entwickelt wurde, die mit dieser Maßnahme altes (Textil-)Handwerk digitalisieren möchte.
Brenner: „Damit erfüllen wir einmal mehr unseren Anspruch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Textilstadt miteinander zu verknüpfen. Somit ist sichergestellt, dass man auch Morgen unser Museum mit Freude entdecken kann, wie es das Motto des Internationalen Museumstages verspricht.“

Vor laufender Kamera spricht Kuratorin Ulrike Denter über die neue Ausstellung „Schillernde Perlen am seidenen Faden“, die am Internationalen Museumstag im Haus der Seidenkultur zu sehen ist.  Foto: HdS

Wer bei der Vernissage unserer Ausstellung „Schillernde Perlen am seidenen Faden“ live mit dabei sein konnte, der erlebte ein perfekt inszeniertes Programm. Anders erging es den Zuschauern an den Bildschirmen, wo (Ton-)Probleme bei der Übertragungstechnik auftauchten.

Die technischen Fehler der Liveübertragung werden jetzt behoben. Die überarbeitete Aufzeichnung steht an dieser Stelle in Kürze zur Verfügung. Unsere Technik bittet um Verständnis und ein wenig Geduld.

Die Aufzeichnung der Vernissage ist hier auf unserem Youtube-Kanal zu sehen.

„Schillernde Perlen am seidenen Faden“ heißt die neue Ausstellung im Haus der Seidenkultur. Gezeigt werden Perlenstickereien von Margarete Schumacher (1916-2018), die Zeit ihres Lebens künstlerisch-kreativ tätig war, ohne jemals eine entsprechende Ausbildung durchlaufen zu haben.

Als Autodidaktin entwickelte sie die Perlenstickerei zu einer hohen Kunst. Ohne Vorlage und Vorzeichnung setzte die Künstlerin Tausende kleinster Glasperlchen malerisch für ihre Arbeiten ein und bildete atmosphärische Augenblicke abstrahiert in ihren Farb- und Licht-Nuancierungen ab.

Die Vernissage der von Dr. Ulrike Denter kuratierten Ausstellung wird kommenden Sonntag, 08. Mai, ab 11 Uhr im Internet live übertragen. Mit dabei Prof. Annette Pöllmann, die die private Seite ihrer verstorbenen Schwester beleuchtet. Pöllmann selbst hat sich als Bauhaus-Künstlerin einen Namen gemacht.

Warum es kaum Literatur über die Kunst der Perlenstickerei gibt, begründet Kunsthistorikerin Dr. Rita Mielke damit, dass die Geschichte der Perlen über Jahrtausende hinweg eine immense Bedeutung hatte, in der jüngeren Zeit jedoch zu einem speziellen Thema wurde, das abseits des Main-Streams liegt. Mielke selbst darf mittlerweile zu den wenigen Expertinnen gezählt werden, die sich dieser textilen Kunstgeschichte gewidmet haben. Ihre spannenden Erkenntnisse werden in Form eines Interviews in die Übertragung eingeblendet.

Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltet der Gitarrist Christian Winter, Dozent an der Musikschule der Stadt Neuss. Die Ausstellung ist bis zum 11. Dezember 2022 im Museum an der Luisenstraße 15 zu sehen. Und zwar während der Öffnungszeiten von mittwochs bis freitags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Führungen zum Wunschtermin können unter Telefon 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebucht werden.

Mehr Infos in Kürze auf www.seidenkultur.de sowie auf unseren Plattformen bei Facebook und Instagram.

Bereits 2020 bekamen wir vom Haus der Seidenkultur den Heimatpreis der Stadt Krefeld zugesprochen. Jetzt fand die festliche Preisverleihung im historischen Ratssaal des einstigen Stadtschlosses statt. Oberbürgermister Frank Meyer sprach von „der Stunde null der städtischen Ehrungen“, die corona-bedingt lange Zeit nicht stattfinden konnten. So wurden dann insgesamt sechs Initiativen mit dem begehrten Preis – der vom Land NRW ins Leben gerufen wurde - ausgezeichnet. Darunter auch die Preisträger des Jahres 2021. In seiner Laudatio sprach der OB mit Blick auf unser Museum davon, dass es kaum einen anderen Ort gebe, an dem sich die „Vergangenheit und Zukunft der Textilstadt so mit allen Sinnen nachempfinden lässt, wie in dem kleinen aber ausgesprochen feinen Museum an der Luisenstraße.“

Unser Museumschef Hansgeorg Hauser (rechts neben dem OB) stellte in einer launigen Rede die Einrichtung vor, die aus der früheren Paramentenweberei Hubert Gotzes hervorging. Hauser griff aus der Rede des OB den Passus „unser Haus der Seidenkultur“ auf. Im Gebrauch des Pronomens „unser“ zeige sich am deutlichsten der Bezug zur Heimat.

Ausführlich berichtete die Tagespresse über die Verleihung des Heimatpreises. Hier ein Link zum Beitrag der WZ "Sechs Auszeichnungen für heimatliches Engagement"

Ausschnitte aus dieser Veranstaltung werden in der ersten Aprilwoche in unserem neu eingerichteten Podcast unter folgender Internetadresse zu hören sein https://seidenkultur.de/aktuelles/podcast

„Ein Avatar führt bald durch das „Seidenmuseum“ titelt die WZ in ihrer Ausgabe vom 16. März 2022 auf der Seite „Kultur in Krefeld“. Kulturchef Christian Oscar Gazsi Laki stellt fest: „Das Haus der Seidenkultur macht sich fit für die digitale Zukunft“. Das positive Echo des Beitrages, der sich mit dem „Mingei“-EU-Projekt beschäftigt, kommt auch aus dem Ausland, wo die am Projekt beteiligten Personen aufmerksam nach Krefeld blicken, wo in Kürze das Finale der erwähnten Maßnahme ansteht. Der halbseitige Artikel bringt den Leser auf den Stand der Dinge; ein Grund mehr den Beitrag hier in ungekürzter Form zu veröffentlichen:

Von Christian Oscar Gazsi Laki

Es ist vielleicht etwas überraschend – oder dann doch auch nicht –, dass just ein recht kleines privat geführtes Museum in Krefeld zu den digital umtriebigsten der Stadt gehört. Und damit ist nicht lediglich die ohnehin ansprechende Webseite des Hauses der Seidenkultur Krefeld in der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, gemeint. Eine professionellwirkende und informative Internetpräsenz ist für ein Museum, egal welcher Couleur, heute eigentlich ein Minimum. Wobei es bei anderen Museen da noch bisweilen an der einen oder anderen Stelle Nachbesserungspotenzial geben mag, aber das ist eine andere lange Geschichte auf einem sehr weiten Feld. Auch, dass man trotz der sympathischen „handgemachten“ Atmosphäre im Hause selbst und auch auf den Videos beispielsweise regelmäßig Ausstellungseröffnungen streamt (auch im Nachgang auf Youtube abrufbar) ist noch recht „normal“.

Spektakulär wird es, wenn man Begriffe wie Avatar, Digitalisierung und Co. von Dieter Brenner hört. Der quirlige gute Geist im Haus bezeichnet sich übrigens gerne scherzhaft als „Schwadroneur“ in Anlehnung an den Handwerksberuf des „Patroneurs“, die Mustervorlagen für Gewebe fertigten. Und das Charisma dieses älteren Herrn, der mit Leidenschaft durch die Geheimnisse des Seidenmuseums führt und Menschen für die traditionelle Handwerkskunst der Seidenweberei begeistert, wird zukünftig auch digital erlebbar sein. Dies ist möglich durch ein EU-Projekt mit dem Namen „Mingei“, bei dem das Haus der Seidenkultur mitmachen darf und das als Ziel hat, „sowohl die materiellen wie auch immateriellen Aspekte von alten Handwerken zu digitalisieren und das entsprechende Wissen zu übertragen. Dies bezieht sich auf die Darstellung, Erhaltung und Zugänglichkeit des Handwerks als Kulturerbe“ – so auf der Projekt-Webseite nachzulesen.

„Unser Museum soll man auch zukünftig mit Freude entdecken können“, bekräftigt Brenner, den es als „Avatar“ versehen mit seiner Stimme geben wird. Für Einzelbesucher soll es bald (um April herum) 20 Tablets geben, mit deren Hilfe „der Avatar“ mit Brenners Stimme durch das Museum führt. An einzelnen Info-Points gibt es weiteres Wissenswertes in Wort und Bild. „Wir wollen attraktiv sein für den Einzelbesucher“ – sagt Brenner. Der übliche Weg, das Haus zu besuchen, sei bislang in Form von gebuchten Gruppen, die durch die Räume des Museums geführt werden. Einzelne Museumsgäste sollen „nicht im Regen stehen gelassen werden.“

Ein Avatar mit Dieter Brenners Stimme führt Einzelbesucher bald durch das Haus der Seidenkultur. Foto: Mingei-Projekt

Ein wichtiger Schritt ist das Mingei-Projekt im Rahmen von „Horizon 2020“, das über den Avatar-Museumsguide weit hinaus geht. Es werden Paramente, Priestergewänder, die ihrerzeit in der Weberei in der Luisenstraße 15 gefertigt wurden, digitalisiert, die „Seidengeschichte“ aber auch das „Handwerk“ digital dokumentiert. Etwa durch ein „Motion-capture Verfahren“ – also eine digitalisierte Bewegungsaufzeichnung, wie man sie sonst auch in Hollywood-Filmen verwendet, um computergenerierte Figuren mit „Leben“ zu füllen – wurde das Handwerk von Patroneur Dieter Blatt für die Ewigkeit festgehalten. Das gesamte Projekt ist mit 102 000 Euro veranschlagt, 85 000 Euro seien schon bewilligt, berichtet Brenner. Es gäbe noch eine Reihe von Dingen, die auf der Wunschliste des Museums stünden, gibt es zu – und dass es bei ehrenamtlich betriebenen Museen, wie das Haus der Seidenkultur es überwiegend ja sei, durchaus nicht trivial sei, sich in Förderstrukturen der EU einzufügen.

Museum hat auch viele „analoge“ Pläne für kommende Zeit

Aber das Haus der Seidenkultur hat auch zahlreiche „analoge“ Pläne. So sei man guter Dinge, dass es zu Pfingsten wieder eine Beteiligung am Flachsmarkt geben werde. Mit einem Plan A und einem Plan B, denn falls die Präsentation beim Markt aus Coronagründen etwa nicht gelingen könne, so wolle man zumindest eine kleine Version im eigenen Haus ermöglichen. Aber auch spricht Dieter Brenner gerne über die Pläne des Hauses für das Stadtjubiläum 2023. Denn immerhin braucht das Vorlaufzeit – die Stadt übrigens hält sich da aktuell noch etwas bedeckt, verspricht aber bald die Öffentlichkeit zu informieren. „Für das Stadtjubiläum haben wir einen sehr interessanten Kooperationspartner gefunden“, schwärmt Brenner. Das Alte Klärwerk und die wirklich fleißigen Denkmal-Schützer vom Verein zum Erhalt des historischen Klärwerks in Krefeld Uerdingen. Mit dem Verein plant man mehrere Projekte. Eine große Ausstellung etwa mit der Künstlerin Sonja Weber, die großformatige Arbeiten mit textilem Bezug zeigen wird. Kleinere Exponate sollen parallel im Seidenmuseum gezeigt werden. Auch ist eine Modenschau in Planung, die am Klärwerk stattfinden soll – doch das sei noch in Vorbereitung.

Das Haus der Seidenkultur (HdS) wurde zum Jahresbeginn als jüngstes Mitglied in der Organisation „Europäische Route der Industriekultur“ (ERIH) aufgenommen. Dies bescheinigt eine schmuckvolle Urkunde, die jetzt im Museum an der Luisenstraße 15 öffentlich aushängt.

Bei der ERIH handelt es sich um ein führendes Tourismus-Netzwerk mit 1850 Standorten in 47 Ländern. Zielsetzung der Organisation ist es, Standorte der Industriekultur und Besucherattraktionen zu vernetzen. „Die Arbeit soll eine tiefergehende Entdeckung der Industrielandschaften der jeweiligen Landschaften ermöglichen“, sagt HdS-Museumschef Hansgeorg Hauser. Und: „Durch unsere Mitgliedschaft können wir die linksrheinische Rheinschiene in das Gesamtkonzept ergänzend einbeziehen.“

Wer also künftig auf eine der vom ERIH angebotenen Themenrouten die gemeinsamen Wurzeln europäischer Industriegeschichte entdecken und veranschaulichen möchte; die Luisenstraße in der Samt- und Seidenstadt bietet sich da als neuer Anknüpfungspunkt an.

Die Bahnhofsnähe, ein Gas- und Elektrizitätswerk in unmittelbarer Nachbarschaft sorgten in der Gründerzeit für ideale Rahmenbedingungen der Entwicklung einer Industrielandschaft im einst noblen Krefelder Kronprinzenviertel. Vor diesem Hintergrund konnte sich auch die Paramentenweberei Hubert Gotzes – das heutige HdS – etablieren.

Daher empfindet ERIH-Präsident Dr. Maria Grewing die Mitgliedschaft vom Haus der Seidenkultur als „eine Bereicherung für das Angebot des Touristik-Netzwerkes“. Und: „Jedes Industriedenkmal, jede Stadt, jede Arbeitersiedlung ist Teil dieser zunächst europäischen und später weltweiten Entwicklung.“ Nur erfahre der Besucher meist nichts oder nur zu wenig davon. Im HdS wird man künftig bei Führungen diesen Zusammenhang noch deutlicher hervorheben.

 

Diese Urkunde signalisiert: Das Haus der Seidenkultur liegt jetzt auf der Route Europäischer Industriekultur.

Hansgeorg Hauser (Bild) ist und bleibt Museums-Chef vom Haus der Seidenkultur (HdS). Einstimmig wurde Hauser von der Jahreshauptversammlung erneut zum Vorsitzenden des HdS-Fördervereins der (einstigen) Paramentenweberei Hubert Gotzes gewählt. „Ich mache weiter“, meinte der 83jährige. Weil: „Es hat Spaß gemacht; und da spielt das Alter nur eine untergeordnete Rolle.“

Die Bilanz der letzten beiden Jahre war von vielen Aktivitäten geprägt. Daran konnte auch Corona nichts ändern. „Diese Phase haben wir nicht als Stillstand, sondern als Kreativ-Phase verstanden“, hieß es aus den Reihen der Museums-Macher.

So wurden Ausstellungs-Eröffnungen live im Internet übertragen. Auch Plattformen wie Instagram und Facebook werden vom Museum zunehmend als Multiplikator genutzt. „Die Einschalt-Quoten signalisieren uns, dass wir auf dem richtigen Weg in eine digitale Zukunft sind“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und: „In einer Zeit, wo die Menschen nicht immer zu uns kommen können, suchen wir nach Formaten, wie wir den Leuten mit unseren kulturellen Angeboten entgegenkommen können.“

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Ilka Neumann und Antje Ditz in ihren Ämtern bestätigt. Heribert Haus wurde zum dritten Kassenprüfer gewählt. Er verstärkt das Prüferteam von Rosi Müller-Wurm und Klaus Drenk. Thema Finanzen: Das Museum hofft künftig auf viele Besucher und Spender, die helfen könnten, corona-bedingte Einnahmeausfälle auszugleichen.

Dazu bietet sich bereits eine Gelegenheit durch einen Besuch am kommenden Sonntag, 7. November, an. Um 14 Uhr findet im Museum an der Luisenstraße 15 eine öffentliche Führung statt. Mit dabei eine Gebildhandstickerin, die live und in Farbe zeigt, wie einst die Priestergewänder in der Paramentenweberei mit goldenen Borden geziert wurden.

 

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(veröffentlicht am 03.09.21)

Aufzeichnung des Livestreams der Vernissage

Die geographische Nähe zur blühenden Samt- und Seidenstadt nutzten viele angrenzenden Ortschaften, um auch vom klangvollen Namen Krefeld zu partizipieren. So hielt der Zug in der Niersgemeinde im Bahnhof „Grefrath bei Krefeld“. Wer zur Peripherie Krefelds gehörte – quasi ein Qualitätsmerkmal - drückte dies auch auf seinen Postkarten aus.

Jetzt hat der Kulturraum Niederrhein in seiner aktuellen Ausstellungsserie die Peripherie in den Vordergrund gerückt. Das Krefelder Haus der Seidenkultur (HdS) hat dabei den Focus auf Hüls gerichtet; ein Ortsteil mit einer wechselhaften kommunalen, wirtschaftlichen und religiösen Geschichte, die jetzt im Museum an der Luisenstraße 15 in der Ausstellung „Mit dem Land verwoben, von Hauswebern und Seidenfabrikanten“ erzählt wird.

Die Vernissage wird am Sonntag, 26. September, live um 11 Uhr im Internet übertragen. Die erste Ausstrahlung einer Ausstellungseröffnung fand letztes Jahr im HdS statt. Oberbürgermeister Frank Meyer war davon so begeistert, dass er anregte, künftig immer so zu verfahren. Weil, so der OB: „Es wäre doch schade, wenn nur knapp 50 Besucher so einem herausragenden Ereignis beiwohnen könnten.“ „Daher haben wir die Anregung unseres Schirmherrn gerne aufgegriffen“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und: „Annähernd 2000 Zuschauer haben uns zudem motiviert, weiter die neuen Techniken zur Verbreitung unserer kulturellen Aktivitäten zu nutzen.“

Genügend Stoff bietet der Ortsteil Hüls im wahrsten Sinne des Wortes. So wurde Hüls einst von zwei unterschiedlichen (Glaubens-)Systemen regiert: Der zur Grafschaft Moers gehörende nördliche Teil von Hüls war wie Krefeld religiöser „Freistaat“. Deshalb siedelten sich dort neben Protestanten und Mennoniten auch Juden an. Die übrige Ortschaft war dem kurkölnischen, also dem katholischen Raum, zugeordnet.

Die religiöse Vielfalt lockte viele namhafte Textilbetriebe an. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte Hüls, neben Anrath und St. Tönis, zu den wichtigsten stadtnahen Produktionsstätten der Krefelder Seidenverleger. Die Hausweberei entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig und verlor mit der Entstehung der mechanischen Webereien nach und nach an Bedeutung. Bis 1970 war Hüls selbständige Gemeinde, wurde dann zunächst ein Stadtteil von Kempen und im Jahr 1975 schließlich nach Krefeld eingemeindet. „Zur Ausstellung hat unsere Kuratorin Dr. Ulrike Denter bislang verborgene Erkenntnisse heimischer Peripherie-Geschichte ans Tageslicht befördert“, sagt Brenner. Einmal mehr habe sie eine detektivische Recherche betrieben.

Wolfgang Jachtmann besingt den Hülser Dom

Für das Rahmenprogramm hat das HdS den Hülser Komponisten Wolfgang Jachtmann gewinnen können, der mit Songs - wie „Dä Hölsche Dom“ - musikalisch Hülser Flair in die Vernissage einfließen lässt. Und da darf natürlich „En Mönke vull Platt“ nicht fehlen.

Im Rahmen der Kooperation mit dem „Kulturraum Niederrhein“ bietet das HdS zur Ausstellung eine erweiterte „Stadtrundfahrt auf seidenen Pfaden“ an. Bislang endete die rund zweistündige Busfahrt am Fuße der Burg Linn. Jetzt, mit Blick auf die aktuellen Aktivitäten des Kulturraums Niederrhein, endet die Fahrt in Hüls. Auch ein Abstecher ins benachbarte St. Hubert ist möglich, wo ein nostalgisches Weberhaus besichtigt werden kann.

Alternativ dazu hat Kuratorin Dr. Ulrike Denter einen Stadtspaziergang durch die Hülser City entwickelt. Der Spaziergang beginnt und endet am Hülser Markt vor dem Gasthof „Zur Rose“. Von dort geht es zur Pfarrkirche St. Cyriakus und über den alten Quartelmarkt in die Rektoratsstraße mit Hülser Pfarrhaus und alter Vikarie. Die Hülser Burg, die Klausur (ehemaliges Frauenkloster), Weberhäuser und das alte Bürgermeisteramt sind weitere Stationen der kontrastreichen Tour.

Sowohl die Stadtrundfahrt als auch der Spaziergang durch Hüls dauern (mit Stopps und Besichtigungen) rund 120 Minuten. Kosten für die Busfahrt 19,50 € p.P.; für den Spaziergang acht Euro p.P. Weitere Infos und Anmeldungen unter 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Ausstellung im Haus der Seidenkultur ist vom 26. September 2021 bis zum 24. April 2022 (verlängert) terminiert. 

Aufzeichnung des Livestreams der Vernissage

 

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Auch aus der Luft gibt es über den Krefelder Ortsteil Hüls einiges zu sehen.
HdS-Foto: Christof Denter

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Die Hülser Klausur ist eine der Stationen des „Stadtspaziergangs auf seidenen Pfaden“ durch Hüls. Fotos: HdS

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Die Fassade mit der Rokoko-Haustür des Mennonitenhauses an der Hülsich-Moersischen Straße stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Fotos: Haus der Seidenkultur

(veröffentlicht am 11.06.21)

In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter ging im Mai ein Priestergewand über die (Händler-)Theke, dass nach einer langen Zeitreise jetzt nach rund 100 Jahren wieder an seinen Ursprungsort, der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, zurückkam. Dort, dem heutigen Haus der Seidenkultur, bekommt das gute Stück jetzt seinen Ehrenplatz.

Doch der Reihe nach: Vermutlich um 1920 wurde der „Chormantel“ – ein liturgisches Gewand, das von katholischen Priestern während der Messe getragen wurde – in der Paramentenweberei Hubert Gotzes angefertigt. Zumindest wurde es in den 50ziger Jahren im Unternehmen an der Luisenstraße 15 in Krefeld restauriert. Von dort landete das schmucke Gewand in Recklinghausen bei einem Ehepaar, das bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer suchte.

In der Fernsehsendung erwarb es schließlich der Kunst- und Antiquitäten-Händler Thorsden Schlößner aus Kreuzau bei Düren. 400 Euro zahlte er für das Exponat, das die Expertin zuvor auf 150 bis 200 Euro geschätzt hatte. Doch genaugenommen war allen klar, dass das mit Goldfäden durchzogene Samt-Exponat weitaus mehr Wert ist. „Würde man heute ein solches Teil in Auftrag geben, müsste man um die 10.000 Euro auf den Tisch legen“, schätzt HdS-Sprecher Dieter Brenner.

Letzterer war es auch, der auf dem Facebook-Portal des Museums auf die Sendung hinwies und vermerkte: „Schön wäre es, wenn der Mantel wieder an seinen Ursprungsort zurückkäme; aber ob sich dafür Sponsoren finden?“ Und unmittelbar nach dieser Publikation, die auf Anhieb 3000 Klicks verzeichnete, fanden sich die ersten Geldgeber. Darunter der Krefelder Geschäftsmann Peter Oediger. „Mein Vater, der mit Krawatten handelte, hat mich durch seinen Beruf schon an das Thema der Textilstadt herangeführt“, sagt Oediger. Und: „Vor diesem Hintergrund war es für mich so eine Art Verpflichtung hier helfend einzusteigen.“

Letztlich war es aber Kunsthändler Schlößner selbst, „der seine Händlerinteressen weitgehend zurückgestellt und aus Sicht unseres Museums sehr gut gehandelt hat“, wie es Brenner während einer Pressekonferenz formulierte. Schlößner selbst sagt dazu: „Wenn ich sehe, dass ein besonderes Exponat eine besondere Öffentlichkeit - wie die eines Museums – bekommen kann, unterstütze ich solche Projekte sehr gerne.“

Nicht nur der Chormantel, sondern auch Thorsden Schlößner selbst fand jetzt seinen Weg nach Krefeld, wo der gelernte Schreiner früher sein Holz einkaufte. Beeindruckt zeigte sich der Händler von der grünen Krefelder Innenstadt und vom Zustand des alten Stadtbades, das der Fernsehmann – der ein Faible für den Jugendstil besitzt – unbedingt besuchen wollte. Auf dem „kurzen Dienstweg“ zwischen HdS und Stadtbad wurde dem Wunsche recht kurzfristig entsprochen.

Jetzt bekommt das durch „Bares für Rares“ bekanntgewordene Priestergewand im Museum an der Luisenstraße seinen Ehrenplatz. Und damit nicht genug: „Die Sponsorengelder ermöglichen uns, nach weiteren Priestergewändern Ausschau zu halten“, sagt Brenner. Eine Kirchenzeitung werde im Raum des Bistums Aachen bei dieser Suche behilflich sein. Daher der Sprecher abschließend: „Für uns brachte Bares für Rares wirklich sehr viel Wunderbares…!“

 

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Nach einer langen Zeitreise kommt ein Priestergewand zurück an seinen Ursprungsort. Händler Thorsden Schlößner (links) hat es möglich gemacht, der hier vor laufender Kamera von HdS-Sprecher Dieter Brenner interviewt wird. Rechts im Bild mit Peter Oediger einer der Sponsoren, die dieses Projekt unterstützten.

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Stippvisite im ehemaligen Freibad inmitten der Krefelder City. Thorsden Schlößner (links), der ein Faible für die Jugenstil-Ära hat, war begeistert.
HdS-Fotos: Christian van Doorn

 

„Endlich ist wieder (Museums-)Land in Sicht“, heißt es aus dem Haus der Seidenkultur (HdS), das ab Sonntag, 6. Juni, Punkt 13 Uhr, wieder geöffnet hat. Eine Stunde später beginnt bereits eine öffentliche Führung durch die ehemalige Paramentenweberei von Hubert Gotzes, wo von 1905 bis 1992 edle Priestergewänder für die Katholische Kirche produziert wurden.

Die letzten Tage des historischen Unternehmens wurden für die Besucher in einem sehr aufwendig gedrehten Fernsehfilm festgehalten, der zum Auftakt der 90minütigen Führung gezeigt wird. Live und in Farbe lockt wenig später das „Schipp-Schapp“ in die nostalgische Weberei, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Doch ehe der Weber sein Schiffchen in Bewegung setzen konnte, waren es Musterzeichner, Patroneur (hier im Foto Günter Göbels) und Kartenschläger, die dafür die Rahmenbedingungen lieferten, die bei der Führung verständlich vermittelt werden. Wie die Abläufe sich darstellten zeigt ein Film, den das HdS als einen der Beiträge für den „virtuellen Flachsmarkt“ gedreht hat. Zu sehen im Internet unter https://vimeo.com/538268694/312b6715ad

Welcher Voraussetzung es bedarf unser Museum zu besuchen? Eine kurze Anmeldung genügt. Entweder per Telefon an 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Übrigens: Eine spontane Anmeldung – sollten Sie als Besucher unangekündigt vor unserer Tür stehen – nehmen wir während unserer Öffnungszeiten auch entgegen.

 

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Eine sehenswerte Sonderausgabe des „Wanderkinos“ präsentiert das Haus der Seidenkultur (HdS) zum virtuellen Flachsmarkt 2021. Dafür wurden eigens fünf neue Filme produziert. „Wir lassen die Märkte der letzten Jahre Revue passieren und setzen altes Textilhandwerk in Szene,“ kündigt HdS-Sprecher Dieter Brenner „so manches Filmschätzchen aus vergangenen Flachsmarktzeiten“ an.

Gedreht wurden viele Szenen in der nostalgischen Spinnstube der Burg. Dort – und im Burghof – war das Museum von der Luisenstraße 15 mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den letzten Jahren während der Pfingsttage präsent. Gezeigt wurden jene Textilberufe, die einst den Reichtum in die Samt- und Seidenstadt brachten. Im Mittelpunkt stand jeweils ein Schaftwebstuhl, dessen „Schipp-Schapp“ immer viele Neugierige lockte.

Im Film „Schipp Schapp im Sechs-Achtel-Takt“ sehen wir Handwebmeister Günter Oehms. An seiner Seite Maximilian Zelzner, der mit seiner Querflöte den Takt des Webers aufgriff und in einer einzigartigen Musikkomposition umsetzte. „Das war auch für mich eine besondere Premiere“, erinnert sich Zelzner – Leiter der Krefelder Musikschule „rhythm matters“ – an seinen Auftritt auf dem Flachsmarkt.

Im „Wanderkino“ werden ferner jene Berufe dargestellt, die den eigentlichen Webprozess erst ermöglichten. Die Rede ist vom Musterzeichner, Patroneur und Kartenschläger. Mit Gerd Karl Janhsen konnte das HdS jetzt einen der letzten Kartenschläger Krefelds gewinnen, der im „Technischen Atelier“ des Museums altes (Textilhandwerk) lebendig und lautstark präsentiert. Die Presse und auch der WDR haben ausführlich darüber berichtet.

Die Wegstrecke „von der Seidenraupe bis zum Seidenfaden“ wurde im Burghof gefilmt, wo gehaspelt wurde. So nennt man den Vorgang, wenn der Seidenfaden vom Kokon „abgerollt“ wird. Nicht nur die Kinder verfolgten mit Spannung dieses besondere Ereignis. Und am Ende herrschte großes Entsetzen, wenn die Seidenraupen zum Essen angeboten wurden; als die sich letztendlich als süße Leckerei entpuppten; da kam dann Freude auf. Titel des Films: „Ein Kleid aus Raupenspucke.“

Szenenwechsel: Der Focus ist auf edle Seidenschals und Krawatten gerichtet, die mit historischen Mustern einst in der Paramentenweberei Hubert Gotzes - dem heutigen Museum – verwebt wurden. „Der Verkauf auf dem Flachsmarkt war für uns stets eine sichere und wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung unseres Museums“, heißt es dazu aus dem HdS-Vorstand, der jetzt für den Online-Shop wirbt, welcher rund um die Uhr unter folgender Internetadresse geöffnet ist: https://seidenkultur.de/shop/online-shop

Für die filmische Umsetzung des „Wanderkinos“ hat das HdS erneut den „Covestro Foto-Film-Club Krefeld“ gewinnen können. Deren Vorsitzender, Wolfgang Volker, ist zugleich im HdS-Team fest verankert und von daher gut im Thema, wenn es um Samt- und Seide geht. Und hier ist das Ticket für die Sonderausgabe des Wanderkinos zum Flachsmarkt 2021; einfach folgenden Link im Internet anklicken und schon hebt sich der Vorhang https://covestro-ffc-krefeld.de/wanderkino

Und hier ist der Link zum offiziellen Flachsmarkt-Portal, wo man das HdS in der Spinnstube und im Burghof trifft. „Auch über die Eingaben Patroneur, Weber und Kartenschläger findet man unseren virtuellen Stand auf dem Flachsmarkt 2021“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner, der das Drehbuch für die Filme schrieb.

https://www.flachsmarkt2021.de/
Das Wanderkino hebt seinen Vorhang pünktlich Pfingstsamstag, 22. Mai um 10 Uhr. Die Filme werden den ganzen Sommer über zu sehen sein.

 

Ponzelar und de Greiff

Meister Ponzelar (Weber Manfred Weisters) und Cornelius de Greiff (dargestellt von HdS-Museumschef Hansgeorg Hauser) besuchten regelmäßig den Flachsmarkt.

Seide pur

„Seide pur für die Krefelder Kultur“ ist der Titel eines der Filme, die jetzt in der Sonderausgabe des „Wanderkinos“ zum Flachsmarkt zu sehen sind.

Gerhard Karl Janhsen

Krefelds letzter Kartenschläger, Gerhard Karl Janhsen, ist beim virtuellen Flachsmarkt mit von der Partie.

Fotos: HdS

(veröffentlicht am 05.10.20)

„Luisas Geschichte berührte auch Krefeld“ titelte die Rheinische Post einen Artikel über das Schicksal einer jungen Frau, die wegen Corona in Sevilla um ihr Leben kämpfte. Und weiter erfährt der Leser: „Das Haus der Seidenkultur macht dazu eine Aktion“.

Welche Verbindung es zwischen Luisa und unserem Museum gibt, dies erläutert Ilka Neumann vom HdS-Vorstand. Bei Luisa Marie Meißner handelt es sich um eine 22jährige Düsseldorferin, die eine Modedesign-Ausbildung gemacht hat. Für ihre Abschlusskollektion „Quipuia – La Fantasia anudada (was so viel wie verknotete Fantasie heißt) wählte sie Stoffe aus dem Haus der Seidenkultur.

Luisas Kollektion schreibt ihre eigene Geschichte. Die Seide mit dem Kreismuster wurde eigens für die Kollektion gewebt. In die golden strahlende Seide wurde symbolisch die Sonne eingewebt, die schon bei den Inkas und auch heute noch als wichtiges Zeichen für Ganzheit und Gleichheit steht.

Neumann schildert Luisa als innovativ und lebensfroh. Umso geschockter sei sie gewesen, als sie erfuhr, dass die Designerin im März 2020 während ihres Praktikums in Spanien an Corona erkrankte. Sie kam ins Krankenhaus auf die Intensivstation und wurde dort direkt in ein künstliches Koma versetzt. „Das sie noch lebt, grenzt an ein Wunder“, sagt Neumann.

Noch heute lebt Luisa im Schatten ihrer Krankheit. Sie braucht noch einen Rollstuhl oder läuft kurze Strecken am Rollator. Neumann: „Sie braucht weitere Therapien und Zeit. Zeit um ihre Lunge zu regenerieren, dass Laufen zu erlernen, ihre Nerven und seelischen Schäden auszukurieren“.

Vor diesem Hintergrund hat sich das HdS entschieden, eine Spendenaktion für Luisa zu unterstützen. Bereits beim „Herbstzauber“ auf der Krefelder Galopprennbahn haben wir auf das Schicksal der Düsseldorferin aufmerksam gemacht. Wer Luisas langen Weg zurück ins Leben unterstützen möchte, der informiere sich bitte über das „Spendenkonto Licht für Lu“ im Internet unter

http://www.leetchi.com/de/c/rEGVNK7w


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Luisa Marie Meißner hat in ihrer Kollektion mit Krefelder Stoffen eine Verbindung zur Knotenschrift der Inkas (Quipu) geschaffen. Foto: Luisa Meissner.

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Der „Herbstzauber“ – ein Event am Fuße der Galopprennbahn – war für uns eine geeignete Plattform, um auf das Schicksal der jungen Designerin aufmerksam zu machen. HdS-Foto: Marlies Schumacher

 
(veröffentlicht am 28.08.20)

Die erste Live-Übertragung aus unserem Museum war ein voller Erfolg. „Das müssen Sie unbedingt künftig wiederholen“, meinte Oberbürgermeister Frank Meyer (Krefeld) an unseren Vorsitzenden, Hansgeorg Hauser, gerichtet.
„Ich möchte Ihnen allen für die gelungene Premiere der Live-Übertragung der Ausstellung ‚Purpurschnecke und Färberwaid‘ aus Ihrem Museum gratulieren. Vielleicht war dies der Beginn einer neuen Ära, an dem das Haus der Seidenkultur (HdS) einen viel größeren Kreis von Interessenten erreichen kann“, schreibt Dr. Hermann Schumacher, Vorsitzender der Gesellschaft Creinvelt.
Hier das Feedback von Achim Wahl: „Von der heimischen Couch habe ich eine tolle und gut durchdachte Vernissage gesehen. Das öffnet sicher für die Zukunft neue Perspektiven in der Darstellung unseres Museums und unserer Arbeit.“
Und Klaus Drenk hat festgestellt: „Da hat das Team vom HdS wieder einmal mehr neue Maßstäbe und sich im Überholvorgang an die Spitze einer neuen Entwicklung gesetzt.“
Wer die Sendung noch einmal sehen möchte https://www.youtube.com/watch?v=67JzJDgy1sc



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Andreas Bischof hat im Bild festgehalten wie es während der Übertragung in der Regie aussah. Per Knopfdruck wurde hier entschieden welches Bild aus dem HdS On Air ging.

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Unsere Kuratorin Ulrike Denter (rechts) mit Birgit Sievers-Schmitz. Die Patentochter des verstorbenen Textilingenieurs Gerhard Schlichtmann hat der Ausstellung – die er schon zu Lebzeiten angedacht hat – zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Mit im Bild der Ehemann von Frau Sievers-Schmitz.

HdS-Foto: Christian van Doorn

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Pressesprecher Dieter Brenner moderierte die erste Live-Übertragung aus dem Haus der Seidenkultur.

HdS-Foto: Christian van Doorn.