Matinee am Sonntag, 20. Oktober um 11 Uhr

Zeitzeugen aus der Krefelder Bauhaus-Ära sind Gäste einer Talkrunde, die kommenden Sonntag, 20. Oktober, als Matinee um 11 Uhr im Haus der Seidenkultur (HdS) stattfindet. Und zwar im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Pioniere der Textilgestaltung“. Der Fokus der Ausstellung ist auf den künstlerischen und pädagogischen Wert der einst an der Textilingenieurschule Krefeld (TIS) lehrenden Bauhäuslerinnen Immeke Mitscherlich und Elisabeth Kadow gerichtet.

An Letztere kann sich Monika Hückelhofen besonders gut erinnern, schließlich war sie lange Jahre als Assistentin für Kadow tätig, die ab 1945 für die Klasse der Druckgestaltung an der Textil-Ingenieurschule (TIS) verantwortlich war. Im Jahr 1958 übernahm sie als Nachfolgerin von Georg Muche die Leitung der Meisterklasse für Textilkunst und führte diese bis 1971. Wie sich die Zusammenarbeit mit ihrer Chefin gestaltete, darüber wird in der Gesprächsrunde, die von HdS-Sprecher Dieter Brenner moderiert wird, sicherlich einiges zu erfahren sein.

Mit Fritz Zuschlag hat das HdS einen Neffen von Kadow für die illustre Runde gewinnen können, der ferner die Düsseldorfer Textilkünstlerin Renate Hochscheid angehört, die sowohl Schülerin bei Kadow als auch bei Mitscherlich war. 

Wie sehr der Einfluss der Bauhauslehre noch heute spürbar ist, zeigt eine aktuelle Seidentuch-Kollektion, die in Zusammenarbeit mit Prof. Annette Pöllmann, ehemalige Schülerin von Elisabeth Kadow und Georg Muche an der TIS, entwickelt wurde. Mit inzwischen über 90 Jahren ist Pöllmann ein „lebendiges Geschichtsbuch der Krefelder Bauhaus-Ära“ freut sich Brenner auf die Begegnung mit den Zeitzeugen der Pioniere der Textilgestaltung.

Die Ausstellung im Museum an der Luisenstraße 15 (nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt) ist noch bis zum 24. November im HdS zu sehen. Und zwar jeweils zu den Öffnungszeiten von mittwochs bis freitags in der Zeit von 15 bis 18 und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Wunschtermine für Gruppen sind unter 02151-9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! buchbar.

 

Elisabeth Kadow


Elisabeth Kadow war eine der Aushängeschilder der Bauhausbewegung in Krefeld.

Bayer-Filmclub kommt mit seinem Wanderkino

Das „Wanderkino“ des Foto-Film-Club Bayer Uerdingen“ gastiert am Mittwoch, 16. Oktober um 19 Uhr im Haus der Seidenkultur (HdS). Im Rahmen der Samt- und Seidenrunde wird ein Filmabend präsentiert. „Gezeigt werden sechs Filme, die einen interessanten Bezug zu Krefeld haben“, sagt Wolfgang Volker, Vorsitzender des Filmvereins.

„Niepkuhlen“ heißt ein Filmbeitrag von Gisela Plette, die in sechs Minuten mit eindrucksvollen Aufnahmen zeigt, wie aus sumpfigen Teichen und Tümpeln eine Landschaft im Norden Krefelds entstand. Auf Brunnen in der Seidenstadt ist Heidulf Schulze fokussiert, der bei der Einweihung der Brunnen am Schwanenmarkt und des Puppenbrunnes am Südwall mit der Kamera dabei war.

„Besuch bei einer Königin“ lautet der Titel eines Films in dem Hans-Jörg Böckeler die Rieger-Orgel in der Friedenskirche erklärt und ihr eine musikalische Improvisation entlockt. „Ein Klang, der durch Mark und Bein geht und uns immer an den inzwischen verstorbenen Organisten und Komponisten erinnert“, sagt Volker. Weitere Filme beschäftigen sich mit dem „Gold des Niederrheins“ (der Sand- und Kiesgewinnung) und den Kopfweiden.

Die anwesenden Autoren geben eine kurze Einleitung zu den Film-Leckerbissen des Bayer-Clubs, der einen kontrastreichen Abend für jene Krefelder verspricht, die ihre Stadt einmal aus einer ganz besonderen Perspektive auf einer großen Leinwand „flimmern“ sehen möchten.Der Eintritt für den Filmabend im Haus der Seidenkultur, dem Museum an der Luisenstraße 15, ist frei.

 

Kopfweiden


„Kopfweiden“ ist der Titel eines Filmes den Wolfgang Volker gedreht hat.

Foto: Bayer Filmclub

„Aldi inspiriert“ heißt die neue Ausgabe der Kundenzeitschrift des Discounters. Auf Seite 46 gibt es eine Rubrik (Besuchs-)Tipps aus der Region. Vier Vorschläge werden gemacht: Angefangen von der modernen Architektur in Düsseldorf bis hin zum Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.

Tipp Nr. 3 hängt „Am seidenen Faden“. Damit verbunden ist der Hinweis auf das Haus der Seidenkultur, das jetzt auch im Aldi-Prospekt erwähnt wird. Ist es nicht toll, dass ein so relativ kleines Museum einmal mehr so groß in der Öffentlichkeit präsent ist.

Seidenkultur im Aldi-Prospekt
Seidenkultur im Aldi-Prospekt

 

„Krefelder Kulturcocktail“ heißt eine Sendung die Radio „KuFa“ über die Wellen von „Radio Niederrhein“ einmal im Monat ausstrahlt. Eine der jüngsten Ausgaben beschäftigte sich mit dem „Mingei“-Projekt der EU. Unser Pressesprecher Dieter Brenner erklärt, warum die EU in unserem Museum altes Handwerk digitalisiert.

 Foto: HdS

Auch unser Patroneur Dieter Blatt wurde von Gabriele Kremer intervierwt. Auf dem Foto synchronisiert er seine Finger für den PC.

Hört Euch doch den Beitrag einmal an. Der Cocktail enthält zudem tolle Songs. Link anklicken und den Juni-Beitrag abrufen: https://www.kulturfabrik-krefeld.de/radio/kanal/3

Seide, der Stoff aus dem die Träume sind. Im Museumsshop halten wir ein großes Angebot an Seide „Made in Krefeld bereit“. Jetzt zum Bauhaus-Jubiläum haben wir etwas was ganz besonderes: Ein Schal oder Tuch den Prof. Annette Pöllmann für unser Museum in einer limitierten Auflage von jeweils 200 Stück kreiert hat.

Darüber haben wir einen Film gedreht, der jetzt bei You Tube zu sehen ist. Klicken Sie den Link auf unserer Internetseite an https://seidenkultur.de/shop/schal und Sie erfahren mehr. Übrigens: Wenn Sie bei You Tube „Haus der Seidenkultur“ eingeben kommen zahlreiche Beiträge über unser Haus.

Bei der Produktion der Filme unterstützt uns der Foto-Film-Club Bayer Uerdingen. Am Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, sich der Verein im Rahmen der "Samt- und Seidenrunde" vor und zeigt einige seiner Filme, die in unserer Region gedreht wurden.

 Hier ein Damen Seiden-Satin-Schal mit handgerollten Säumen, gedruckt, 45x180 cm, "Bauhaus". Ein ganz besonderes Geschenk.

 

Foto: HdS

 

Das Haus der Seidenkultur lädt dazu ein, Krefeld aus neuen Perspektiven zu entdecken

Man muss in der Ferienzeit nicht unbedingt in die Ferne schweifen, „denn das Gute liegt so nah“, wirbt Dieter Brenner vom Haus der Seidenkultur (HdS): „...Krefeld einmal aus völlig anderen Perspektive zu entdecken.“

Beispielsweise beim zweistündigen „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden“. Der beginnt am Hauptbahnhof und führt über den grünen Mittelstreifen des Ostwalls zunächst bis zum „Meister Ponzelar“. „Die wenigsten Krefelder sind jemals zu Fuß über den Mittelteil ihrer ‚Kö‘ gegangen“ hat Brenner festgestellt. „Wir kennen die Häuser rechts und links des Ostwalls eigentlich nur aus der Perspektive unserer Autos“, heißt es nicht selten von den Teilnehmern. Sie erfahren, dass die vier Wälle im Rahmen der 6. Stadterweiterung von 1830 bis 1840 vom Münsteraner Architekten Adolph von Vagedes angelegt wurden. Das „Meister Ponzelar“ auf seinem Rücken keinen Liegestuhl sondern einen Warenbaum gehalftert hat, wird am Weberdenkmal verraten, das 1910 vom Krefelder Verschönerungsverein aufgestellt wurde. Beim Warenbaum handelt es sich um jene Rolle, die sich am Webstuhl vor dem Weber mit dem gewebten Textil aufrollt. Damit hat der Heimweber regelmäßig seinen Chef aufgesucht, in der Hoffnung, nach Abgabe der Ware einen neuen Auftrag zu bekommen.

Ursprünglich stand das lebensgroße Bronzestandbild an der Einmündung der Lindenstraße in die Hochstraße. Während des Krieges wurde das Denkmal eingeschmolzen und 1945 in der erhaltenen Gußform neu gegossen und am heutigen Standort - Südwall Ecke Ostwall - platziert. Auf dem Sockel des Monuments ist ein typischer Heimweber dargestellt, der einst mit seinem Spuljungen in den Zweifensterhäusern arbeitete. „Die Architektur in der Textilstadt bemaß sich anhand der Fensteranordnung in der ersten Etage“, erklärt Brenner, der auf dem Südwall in Höhe des Westwalls auf ein Zehnfensterhaus eingeht, das 1848 von der bekannten italienischen Seidenweberfamilie Casaretto gebaut wurde. Die Familie aus Genua produzierte auf ihrem Gelände für die katholische Kirche sakrale Textilien, die Paramente genannt werden. Das emsige Tun der Casarettos motivierte Hubert Gotzes 1908 an der Luisenstraße 15 eine kleine Weberei zu kaufen um dort ebenfalls mit der Produktion von Priestergewändern zu beginnen. Durch einen glücklichen Umstand wurde diese Paramentenweberei – das heutige HdS - einst weltbekannt. Selbst der Vatikan liebäugelte mit der Krefelder Produktionsstätte von Hubertz Gotzes. „Das ist eine der spannenden Geschichten, die wir unseren Besuchern während der zweistündigen Führungen durch das Vierfensterhaus  vermitteln,“ sagt Brenner.

Und : „Über den Besuch des Museums hinaus bieten wir touristische Krefeld-Komplettpakete für Klassentreffen, Firmenjubiläen, Geburtstage oder andere Anlässe   an". Der „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden“ sei nur ein Programmpunkt eines vielfältigen Angebotes, aus dem ein Krefeld-Tag oder ein ganzes Erlebniswochenende nach Kundenwunsch zusammengestellt werden kann.

So bietet sich eine Fahrt mit dem „Blauen Enzian“ an. „Die Straßenbahn aus Zeiten Kaiser Wilhelms fährt uns über Umwegen nach Uerdingen, wo wir nach einem Spaziergang über den neuen Rheindeich die Dujardin-Weinbrennerei ansteuern und nach der Führung in der ‚Alten Küferei‘ dinieren können“, schwärmt Brenner von einer Tour, die unlängst für den Krefelder Lions-Club organisiert wurde.

Ganz wichtig ist für den Stadtführer „bei den Touristik-Angeboten die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Samt- und Seidenstadt miteinander zu verknüpfen.“ Daher: „Wer erfahren möchte, wie es dazu kam, das aus einem einfachen Krähenfeld – daher leitet sich der Name Krefeld ab – im Land der Preußen die reichste Stadt wurde, der sollte sich per Mail mit dem Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! in Verbindung setzen. Infos gibt es auch per Telefon unter 02151-9345355    

 

 

 

Wer den „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden“ komprimiert in knapp 20 Minuten erleben möchte, für den bietet sich ein Film an, den das Haus der Seidenkultur unlängst gedreht hat. Dafür stieg „Meister Ponzelar“ (Klaus Drenk) eigens von seinem Denkmal. Seinem Spuljungen Elias zeigt er geschichtsträchtige Stellen in der Stadt; Orte, an denen viele Passanten achtlos vorübergehen. Drehbuchautor und Stadtführer ist Dieter Brenner. Der Film wird für 15 € im Museum als DVD angeboten.                                                                           

Foto: HdS-Archiv

 

Ostwall

Am Hauptbahnhof beginnt der grüne Mittelteil des Ostwalls.    

Hauptbahnhof

Der Krefelder Hauptbahnhof: Ein imposantes Gebäude, 114 m breit mit einem 48 m großen Uhrenturm. Einst hielt hier aus Klagenfurt kommend der Austria-Express.

Hds-Fotos (2): Brenner

Nicht wenige Firmen lassen sich regelmäßig mit Krawatten und Seidenschals vom HdS ausstaffieren. So auch die Firma TROX aus Neukirchen-Vluyn, die für die Frankfurter Fachmesse ISH mit ihren Mitarbeitern ein einheitliches Bild abgeben wollte. Die ISH ist die weltweit führende Messe und internationaler Branchentreffpunkt für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie in Gebäuden. Sie setzt Trends für modernes Baddesign, nachhaltige Heizungs- und Klimatechnik und intelligentes Wohnen.

Museumschef Hansgeorg Hauser hat den Kontakt zur Firma TROX geknüpft. „Das gesamte TROX-Messeteam haben wir mit Seidentüchern und Krawatten ausgestattet, die eigens in Krefeld gemustert, gewebt und konfektioniert wurden“, sagt Hauser stolz. Die Firma TROX ist führend in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Komponenten, Geräten und Systemen zur Belüftung und Klimatisierung von Räumen.

 

TROX Team


Foto: TROX-GmbH

Unsere Patchwork-Röllchen erfreuen sich im Museumsshop großer Beliebtheit. „Wir kommen mit der Produktion kaum nach“, sagt Ingrid Cemin, die in der Riege der Ehrenamtler für die Resteverwertung der Krawattenstoffe verantwortlich zeichnet. Keine Krawatte sondern eine tolle Tasche hat eine Kundin aus Wuppertal aus unseren Röllchen gemacht, die für 1,50 € im Haus der Seidenkultur wirklich ein Schnäppchen sind. „So kann man für kleines Geld große schöne Sachen machen“, freut sich Cemin über den Ideenreichtum. Der Patchwork-Kreativität sind somit keine Grenzen gesetzt. Was haben Sie aus unseren Stoffen gemacht? Schicken Sie ein Foto per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Mit Ihrer Einverständniserklärung posten wir das Foto auf unseren Internetplattformen.

 

Kleine Pachtwork Roellchen


HdS-Foto: Privat

Durch einen glücklichen Umstand wurde das Haus der Seidenkultur (HdS) als einziges Museum in Europa in ein EU-Projekt aufgenommen, das sich der Darstellung und Bewahrung ehemaliger Handwerke auf die Fahnen geschrieben hat.

„Mingei“ heißt die Studie, die die Erkenntnisse im HdS digitalisieren möchte. Daran arbeiten neun Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Horizon“ finanziert.

Nach einem ersten Austausch in Griechenland tagte im April eine 17köpfige EU-Delegation im HdS, wo mit der Digitalisierung alten Handwerks begonnen wurde. Patroneur Dieter Blatt schlüpfte dazu in einen 30000 Euro teuren mit Technik vollgestopften Anzug, der seine Bewegungen als Musterzeichner, Patroneur, Kartenschläger und Abläufen im Websaal in den Computer übertrug.

„So wird altes Handwerk auch in den nächsten Jahren noch lebendig bleiben“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und Museumschef Hansgeorg Hauser fügt hinzu: „Dieses Projekt ist eine Bereicherung unserer Arbeit und eine einmalige Sache in der  historisch wichtige Berufe für zukünftige Generationen bewahrt werden“. Dies drückt das japanische Wort „Mingei“ aus, was übersetzt so viel wie „Kunst von Menschen für Menschen“ bedeutet.

Ein „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden“, der Besuch eines nostalgischen Brauhauses und der Dujardin-Weinbrennerei gehörte mit zu dem Besuchsprogramm, das vom HdS für die EU-Gäste organisiert wurde, die in Englisch miteinander kommunizierten. Damit sich auch alle sprichwörtlich verstanden, leistete HdS-Übersetzerin Cynthia Beißwenger wertvolle Dienste. „Wir haben uns in Krefeld sehr wohl gefühlt“, bilanziert EU-Sprecher Xenophon Zabulis erkenntnisreiche Tage in der Samt- und Seidenstadt.

 

Dieses Ereignis feierte der erste Vorsitzende des Museums-Fördervereins vom Haus der Seidenkultur (HdS) mit über 100 Mitstreitern, die in der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes an der Luisenstraße 15 nach wie vor „die Fahne für Krefeld hochhalten“, wie Hauser in seinen Grußworten an die ehrenamtlichen Kräfte sagte. Das Geschenk des HdS-Teams war ein Scheck über eintausend Euro. „Damit soll sich unser Chef mit seiner Ehefrau Ursula (rechts im Bild) ein individuelles kulturelles Ereignis gönnen“, meinte HdS-Vorstandsmitglied Ilka Neumann (links).      

 

Hauser wurde 80


HdS-Foto: Brenner

Eine elfköpfige Delegation von Seidenexperten aus Usbekistan besuchte (am Montag, 11. März) die Samt- und Seidenstadt, um sich hier über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Textilstadt zu informieren. „Da war das Haus der Seidenkultur (HdS) die richtige Adresse, um für uns einen kompletten Krefeld-Tag zu organisieren“, sagt Frank Wältring, der für die Agentur „Mesopartner“ die ausländischen Gäste auf Ihrer mehrtägigen Tour durch Deutschland betreute.

Die Teilnehmer des  Verbandes  „UZBEKIPAKSANOAT“ repräsentieren mit Unterstützung der usbekischen Regierung die Unternehmen der Seidenproduktion in Usbekistan. Ziel der Reise war die Erkundung des deutschen Marktes, Austausch mit relevanten Akteuren aus dem Seidensektor, Einblicke in moderne, ressourcenschonende Produktionsprozesse und Methoden der Datenverarbeitung in der Textilproduktion und – Verarbeitung.

Die Zukunft der Textilstadt war beim Besuch des Nachfolgebetriebes der Verseidag, „Indutex“, angesagt. Im einst größten Textilbetrieb der Seidenstadt werden heute Hightech-Textilien hergestellt.„Die Dächer der Olympiastadien in Berlin und München werden von textilen Strukturen getragen, die in Krefeld entwickelt und ausgeführt werden“, informierte der Technische Leiter des Unternehmens, Jürgen Nitsche, die weitgereisten Gäste. Produziert wird an der Industriestraße auf einem Gelände, das deutlich die Handschrift des deutschen Bauhausarchitekten Mies van der Rohe trägt.

Ob sich die Verseidag auch Usbekistan als einen Produktionsstandort vorstellen könne, war die Frage der Gäste aus Asien. Darauf Nitsche: „Wir haben das zwar noch nicht auf dem Schirm, aber man soll nie sagen nie...!“ Nach einem Mittagessen im nostalgischen Brauhaus „Wienges“ stand der Besuch im HdS auf dem Programm. Die Besucher waren von dem einzig in Europa an authentischer Stätte erhaltenem Jacquard-Handwebsaal sehr angetan. „Hier sieht man förmlich die Wurzeln der Textilstadt“, hieß es.

Dem Besuch im Museum folgte eine Stadtrundfahrt auf „Seidenen Pfaden“. HdS-Sprecher Dieter Brenner agierte als Stadtführer und zeigte live und in Farbe die vielseitigen Facetten der Stadt.  „Krefeld ist groß und sehr grün“, fiel den Gästen auf der Tour auf, die einen kontrastreichen Tag in der Samt- und Seidenstadt erlebten.

Das gesamte Besuchsprojekt wurde von der GIZ – der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit – begleitet. 

Usbekistan 1

 

Bildtext:Die Delegation aus Usbekistan im Foyer der Verseidag. Einblicke in das Unternehmen gab Jürgen Nitsche (3. von rechts). Mit dabei zwei Vertreter vom Haus der Seidenkultur, wo der Krefeld-Tag für die ausländischen Gäste entwickelt und ausgeführt wurde.                                             

Foto: HdS

Ex-US-Präsident Barack Obama hat bereits in seinem Fundus Krawatten aus der Samt- und Seidenstadt Krefeld; und jetzt darf auch unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier eine Krawatte und einen Seidenschal aus der Textilstadt sein Eigen nennen. Beide Präsente – so berichtet die Rheinische Post - stammen aus dem Haus der Seidenkultur (HdS), dem Museum an der Luisenstraße 15.

Überreicht bekam der erste Mann des Staates die edlen Seidenprodukte bei seinem jüngsten Besuch in Krefeld, nachdem er sich im Rathaus ins Goldene Buch eintrug. Der Start seines Wettbewerbes „Demokratie ganz nah“ war einer der Gründe für Steinmeier Krefeld zu besuchen. Zudem war es ihm ein Anliegen im Jubiläumsjahr des Bauhauses, das vor 100 Jahren in Weimar gegründet wurde, einen Abstecher in die Samt- und Seidenstadt zu unternehmen. Schließlich hat der bekannte Bauhausarchitekt Mies van der Rohe in Krefeld eine Vielzahl seiner Bauobjekte erstellt. Unser Foto zeigt von rechts nach links Bundespräsident Steinmeier mit seiner Gattin Elke Büdenbender. In der Mitte der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer nebst Ehefrau Katrin Meyer-Eberhardt und Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

 

Bundespraesident Steinmeier in Krefeld


RP-Foto: Thomas Lammertz

Ergebnis einer Kooperation mit der Hochschule Niederrhein

Alte Webtechniken im Haus der Seidenkultur (HdS) mit neuen jungen Ideen zu verknüpfen, dies ist eines der zukunftsorientierten Ziele der Museumsmacher an der Luisenstraße 15. Mit der Zusammenarbeit der Hochschule Niederrhein wurde jetzt mit dem Projekt 20-19 ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg gesetzt.

20-19 ist eine von Studentinnen der Hochschule Niederrhein entworfene Kollektion, die im Rahmen der Projektarbeit im 5. Semester entstanden ist. Sie ist angelehnt an das 100-jährige Bauhaus (1919) und die Veröffentlichung der Kollektion im Jahr 2019, an die Teambezeichnung der Studentinnen „Team 20“ sowie an das 19. Jahrhundert, aus dem die 8 hölzernen Webstühle des Hauses der Seidenkultur stammen.

Durch den für das HdS neuen Stil des Musters soll ein Gefühl von Modernität, Jugend und Freiheit wiedergegeben werden. Aufgrund des Musters im Bauhausstil ist Kultur mit Modernität gepaart. Die Produkte vereinen also im gesamtem Kontext Alt und Jung. Es soll eine Verbindung geschaffen. Eine Verbindung zwischen Alt und Jung, antik und modern, Krefeld und Mönchengladbach, Museum und Hochschule sowie Kunst und Mode.

Hochschule 1

Bildtext:Studentinnen der Hochschule Niederrhein präsentieren im Museumsshop vom Haus der Seidenkultur ihre Kollektion für eine junge Generation.
HdS-Foto: Brenner

Und was berichtet die Presse über dieses Ereignis.

Bitte klicken Sie hier

http://www.mein-krefeld.de/die-stadt/bauhausmode-aid-1.7673935

https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/bauhaus-in-krefeld-studentinnen-entwerfen-mode-fuer-das-haus-der-seidenkultur_aid-35696241

Besuch von Geistlichen der Abtei Salem am Bodensee hatte das Haus der Seidenkultur (HdS). Prior Pater Johannes Brügger und Pfarrer Matthias Schneider waren in Krefeld auf der Suche nach Stoffen für Priestergewänder, die in der Basilika Birnau, der ältesten Wallfahrtskirche am Bodensee, getragen werden.

„Einige Gewänder müssen restauriert, wieder andere neu genäht werden“, meinte Pater Brügger, der dem Orden der Zisterzienser angehört. Und: „Im Internet sind wir auf das HdS, der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes gestoßen, die uns als gute Adresse erschien.“ Patroneur Günter Göbels zeigte den Gästen vom Bodensee eine Vielfalt von kostbaren Brokaten, die im Museum zwar zu sehen aber nicht käuflich zu erwerben sind.

Schließlich nutzte das HdS seine guten Kontakte zur Paramentenstoffweberei Dutzenberg, einer der wenigen Betriebe in Deutschland, wo heute noch Paramente gewebt werden. Ein Anruf genügte; und wenig später saß die gesamte Delegation im Produktionsbetrieb Cornelia Gathmann gegenüber, die heute das Untenehmen am Frankenring 115 bereits in der fünften Generation leitet.

Und so kam es, dass die beiden Geistlichen nicht mit leeren Händen nach Birnau zurückkehrten, wo künftig in der schönsten barocken Wallfahrtskirche des Bodensees dann auch Stoffe aus Krefeld zu sehen sind.

 

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Prior Pater Johannes Brügger (rechts) und Pfarrer Mathhias Schneider informierten sich im HdS über Stoffe der Paramentik. In der Bildmitte Patroneur Günter Göbels.
HdS-Foto: Dieter  Brenner

Das die Bauhaus-Ära auch in Krefeld deutliche Spuren hinterlassen hat zeigt das WDR-Fernsehen in mehreren Beiträgen, die derzeit in der Samt- und Seidenstadt gedreht werden.

Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption war es etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. In Krefeld wurde Bauhaus vor allem durch Mies van der Rohe geprägt, der als Architekt eine Vielzahl seiner Gebäude in der Weberstadt errichtete.

Drehort für die WDR-Produktion war auch das Haus der Seidenkultur (HdS). Im heutigen Museum an der Luisenstraße 15 wurde bereits 1868 eine Weberei errichtet, die 1908 Hubert Gotzes mit der gleichnamigen Paramentenweberei übernahm. „Daher gehört das Gebäude mit zu den Wiegen der Krefelder Textilgeschichte“, meinte WDR-Redakteur Helge Drafz, der mit einem Kamerateam derzeit in unserer Stadt unterwegs ist. Über den Termin der Ausstrahlung werden wir an dieser Stelle rechtzeitig berichten.

 

 

 

 

 

 

 

Einmal mehr war die WDR-Kamera auf Handwebmeister Günter Oehms gerichtet.

 

 

 

 

 

 

WDR-Redakteur Helge Drafz zeigt vor der Fernsehkamera im Museumsshop Seide aus Krefeld. Seidenschals und Krawatten sind mit den historischen Mustern, die einst in der Paramentenweberei verwebt wurden, käuflich zu erwerben.

HdS-Fotos: Brenner