Die Welle der Hilfsbereitschaft für den Krefelder Zoo ebbt nicht ab. So hat das Haus der Seidenkultur (HdS) in der Rekordzeit von knapp einer Woche ein Seiden-Satintuch mit einem Motiv aus dem Affenhaus produzieren lassen, das ab sofort zum Preis von 28 Euro käuflich zu erwerben ist. „Pro Tuch – es hat die Größe von 70 x 70 cm – fließen zehn Euro in den Wiederaufbau einer neuen Bleibe für die Affen“ sagt Museumschef Hansgeorg Hauser. Und: „Um die Wertigkeit der einzigartigen Kollektion zu steigern haben wir die Auflage auf 500 Stück limitiert.“

Die Bildmotive stammen von der Krefelder Fotografin Hella Hallmann. In die Umsetzung der Sonderedition war die Werbeagentur „Mediacolor“ mit eingebunden. „Dank der superschnellen Umsetzung aller Beteiligten konnten wir recht schnell dieses Unterstützungsprojekt für den Zoo auf Schiene setzen“, bedankt sich Hauser für das Engagement eines „tollen Teams“.

Das Seiden-Satintuch ist während der Öffnungszeiten im Museumsshop an der Luisenstraße 15 erhältlich. Und zwar Mi – Fr. von 15 bis 18 und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Rund um die Uhr wird das Zootuch im neu eingerichteten Online-Shop vom HdS angeboten. Hauser: „Mit einem Klick auf folgenden Link leisten Sie einen Beitrag für den Wiederaufbau des Affenhauses im Krefelder Zoo.“ https://seidenkultur.de/shop/online-shop/category/view/10

 

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Seidene Entdeckungsreisen durch die Stadt jetzt auch für Einzelpersonen

Mit zahlreichen Neuerungen und einer Erweiterung des touristischen Krefeld-Angebotes startet das Haus der Seidenkultur (HdS) in das neue Jahr. „Ab sofort bieten wir regelmäßig Stadtspaziergänge oder Stadtrundfahrten auf seidenen Pfaden auch für Einzelpersonen an“, sagt Museumssprecher Dieter Brenner. Und: „Damit kommen wir dem Wunsch vieler Interessenten nach, die diese Angebote – bislang gab es sie nur für gebuchte Gruppen - nutzen möchten.“
Der erste Termin für eine zweistündige „Stadtrundfahrt auf seidenen Pfaden“ ist Freitag, der 13. März. Der erste seidene Stadtspaziergang findet am Freitag, 20. März statt. Enthalten ist ein Besuch der Pfarrkirche St. Dionysius, wo eine kleine Führung und ein Orgelspiel stattfinden.

Treffpunkt beider Touren ist jeweils um 12 Uhr das HdS an der Luisenstraße 15. Die Teilnahme an der Stadtrundfahrt kostet 15, die Teilnahme am Spaziergang 8 € pro Person. Weitere Infos und Buchungsmöglichkeiten gibt es telefonisch unter 02151- 9345355 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
„Bei unseren Angeboten verknüpfen wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Textilstadt“, verrät Brenner das Konzept „der Entdeckungsreisen durch die Samt und Seidenstadt“. Das gelte vor allem für den neuen Stadtspaziergang, der in Anlehnung an die aktuelle Ausstellung „Crefeld in 3 D wie es früher einmal war“, angeboten wird.
14 Diorahmen (wir berichteten) zeigen derzeit im Museum, wie Krefeld in der so oft beschriebenen guten alten Zeit einmal ausgesehen hat. „An Originalschauplätzen schauen wir uns nunmehr an, was daraus geworden ist“, sagt Brenner, der für das HdS auch als Stadtführer unterwegs ist.

Neue Möglichkeiten finden sich auch auf der HdS-Internetplattform, wo der Museumsshop rund um die Uhr unter https://seidenkultur.de/shop/online-shop erreichbar ist.
Neues gibt es auch aus dem Bereich der Museumspädagoginnen zu berichten, die in Kürze ihr Konzept 2020 vorlegen, das für Kinder und Jugendliche eine Vielzahl von interessanten Angeboten beinhaltet. Mehrfach wurde in diesen Tagen die Frage an die Museumsleitung gestellt, ob denn auch im HdS – wie jüngst in den städtischen Museen eingeführt – der Eintritt für Kinder frei ist. „Das war bei uns schon immer so“, stellt Museumschef Hansgeorg Hauser – quasi als einer der Vorreiter des Museums-Nulltarifs für Kinder – fest.

Ferner kündigt Hauser den Vorstandsbeschluss an, dass künftig die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung des Fördervereins für alle Personen – also auch für Nichtmitglieder – zugänglich ist. Hauser: „Dadurch machen wir unser Tun transparenter umso künftig noch mehr Menschen für unsere ehrenamtliche Kultur-Arbeit für Krefeld begeistern zu können.“

 

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Hier unser Rathaus – das einstige Stadtschloss der von der Leyens – wie es früher einmal war. Beim Vorbau handelte es sich einst um eine hölzerne Konstruktion. HdS-Foto: Brenner

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Und so sieht das Rathaus der Stadt Krefeld in der Gegenwart aus. HdS-Foto: Wahl

 

 
 

Feiertagspause vom 21. Dez. bis 2. Januar 2020

„Wage den Sprung über Deinen eigenen Schatten, der Dir oft im Wege steht“, überschreibt Museumschef Hansgeorg Hauser (Foto) sein Grußwort zu den Feiertagen. Hauser rät, dass wir im Zeitalter moderner Kommunikation wieder mehr direkt miteinander reden sollten. Und: „Wir müssen wieder lernen, zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen, unsere Unterschiede auszuhalten. Wer Streit hat, kann sich auch wieder zusammenraufen. Wer gar nicht spricht und erst recht nicht zuhört, kommt Lösungen kein Stück näher. Sprachlosigkeit heißt Stillstand.“

„Lassen Sie uns dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft mit sich im Gespräch bleibt“, wünscht sich Hauser für das kommende Jahr. Am Ende aller Gespräche sollte die Fähigkeit stehen einen gemeinsamen Kompromiss zu finden; „denn die Fähigkeit zum Kompromiss gehört mit zur Stärke der Demokratie“.

In diesem Sinne wünscht Hansgeorg Hauser allen Freunden und Mitstreitern vom Haus der Seidenkultur „ein friedvolles und erfülltes Leben in 2020“.

Im kommenden Jahr ist unser Museum nach der Feiertagspause – die am 21. Dez. beginnt – ab Donnerstag, 2. Januar – wieder geöffnet. Bis dahin allen eine gute Zeit.

 

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Unsere Ausstellung „Crefeld in 3 D wie es früher einmal war“ ist jetzt auch im Fernsehen zu sehen. Reimund Meincke von „k&m Medienproduktion“ drehte jetzt für „Krefeld-TV“ bei uns im Museum. Pressesprecher Dieter Brenner interviewte hier vor laufender Kamera den Leiter des Stadtarchivs, Dr. Olaf Richter, Kurator Achim Wahl und Museumschef Hansgeorg Hauser.
„Film ab“ heißt es für den, der den folgenden Link anklickt:
https://stadtfernsehen-krefeld.de/0468-crefeld-in-3d-dioramen-laden-zur-zeitreise-ein/

Das ist Maryse Gaspard, einst Top-Model von Pierre Cardin. Heute ist sie die Chefdirectrice des französischen Modezaren. Und was trägt die modebewusste Dame von Welt: Natürlich einen Seidenschal aus dem Haus der Seidenkultur (HdS).

Vor drei Jahren kam Gaspard höchst selbst ins HdS, wo in einer Ausstellung daran erinnert wurde, dass vor mittlerweile 53 Jahren in Krefeld der erste Europäische Mode-Oscar, das „Goldene Spinnrad“, an Pierre Cardin verliehen wurde. Die Erkenntnis, dass Mode ins Museum gehört, setzte jetzt auch der „Düsseldorfer Kunstpalast“ um, wo das HdS-Team erneut auf Frau Gaspard traf, die sich mit Freude an die „persönliche Atmosphäre“ der Cardin-Ausstellung in der Samt- und Seidenstadt erinnerte.

In Düsseldorf, wo die Cardin-Ausstellung noch bis zum 5. Januar 2020 zu sehen ist, trug Gaspard übrigens einen Schal mit dem Muster der Gondel. „Zu jedem unserer historischen Muster, die Schals und Krawatten zieren, erhält der Kunde ein Zertifikat aus dem die Bedeutung und Herkunft des Musters hervorgeht“, sagt Museumssprecher Dieter Brenner. Und: „Mit Maryse Gaspard haben wir jetzt einmal mehr eine prominente Botschafterin, die unseren Schal sprichwörtlich rund um die ganze Welt trägt!“

„Wer sich dem Kreis der modischen Botschafter anschließen möchte, der findet dazu im Museum die entsprechenden Dokumente und Argumente“, wirbt Brenner für den Museumsshop, der ab sofort auch rund um die Uhr online geöffnet ist. Da freut sich doch nicht nur der Weihnachtsmann sondern auch Museumschef Hans-Georg Hauser: „Das Weihnachtsgeschäft ist für uns eine wichtige Einnahmequelle, die wir benötigen, um auch künftig weiter einen kulturellen Beitrag für Krefeld leisten zu können“, sagt er.

Wer zum Weihnachtshopping ins Museum kommen möchte hat dazu an den Öffnungstagen Gelegenheit; und zwar von mittwochs bis freitags jeweils von 15 bis 18 und sonntags von 13 bis 17 Uhr.

 

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Madam Gaspard trug in Düsseldorf einen Schal aus dem Haus der Seidenkultur.
HdS-Foto: Christof Denter

Ermöglicht durch eine Kooperation zwischen Textilmuseum und HdS.

Barbara Köstner hat ein seltenes Interessensgebiet. Sie ist Textilarchäologin. „Meine Spezialität sind Stoffe aus der Antike und dem frühen Mittelalter“, erklärt die Doktorandin von der Universität Bonn. Derzeit arbeitet die Forscherin viel mit den Webern zusammen, die im Haus der Seidenkultur an der Luisenstraße 15 ihr Wissen aus einem langen Berufsleben der Nachwelt weitergeben.

Denn das „Pfotenwissen“ der „alten Hasen“ hilft der Wissenschaftlerin, die Webtechnik der alten Ägypter von vor 2000 Jahren besser zu verstehen.

Eigentlich arbeitet Barbara Köstner meist mit dem Mikroskop. Sie sucht Museen in England, Griechenland, Spanien und anderen Ländern auf, wo ägyptische Fundstücke aus den Jahrhunderten vor Christus lagern. Diese Bruchstücke von antiken Textilien nimmt sie genau unter die Lupe, um mehr über Material, Muster und Webtechnik herauszufinden.

Doch „probieren geht über studieren“. So kam der Gedanke auf, die uralten Stoffstücke auf heutigen Webstühlen nachzuproduzieren. Beim praktischen Tun können ihnen weitere Geheimnisse entlockt werden.

Dr. Annette Schieck, Direktorin des Deutschen Textilmuseums in Krefeld-Linn, empfahl der jungen Kollegin das Krefelder Haus der Seidenkultur. Stehen hier doch Webstühle bereit und vor allem erfahrene Praktiker, die das Weben von der Pike auf gelernt haben.

Barbara Köstner nahm die Anregung gerne auf. Und so entwickeln die Doktorandin und die Weber seit dem Sommer ein Programm zum „Nachweben“ alter Stoffe.

Im nächsten September bieten sie für Restauratoren, Wissenschaftler, Künstler und Handweber einen entsprechenden Workshop an. Und zwar in deutscher und englischer Sprache. Denn die Interessenten kommen aus aller Herren Länder. „Der erste Workshop ist bereits ausgebucht“, freut sich Barbara Köster über die überwältigende Resonanz.

Kein Wunder. Eine solche Verzahnung von Wissenschaft und praktischer Handhabung bezüglich antiker Stoffe dürfte in Europa einmalig sein. Sie ist nur möglich durch die freundliche Zusammenarbeit von Linner Textilmuseum und dem Haus der Seidenkultur im Herzen der City. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für Krefeld“, betont Dr. Annette Schieck.

Finanziert wird das Projekt durch die Kulturstiftung der Krefelder Sparkasse. „Wir sponsern es mit 24.000 Euro“, bestätigt Sparkassen-Vorstand Lothar Birnbrich.

Aber auch die Krefelder Bürger können das Projekt fördern: „Für den Workshop suchen wir noch Webstühle“, bittet Hansgeorg Hauser, Vorständler des Hauses der Seidenkultur. „Wer noch einen kompakten Tisch- oder Musterwebstuhl mit 12 oder mehr Schäften zu Hause hat, möge sich bitte melden.“

Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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Am Webstuhl: Textilarchäologin Barbara Köstner arbeitet mit den versierten Webern (v.l.) Dieter Blatt, Manfred Weisters und Christian Beckers zusammen, um antike Stoffe nachzuweben und diesen ihre Geheimnisse zu entlocken. Foto: Ernst Müller, Stadt-Spiegel

Zur festlichen Dekorierung der Schaufenster des Erweiterungsbaus am Neumarkt während der Adventszeit 1961 ließ die Krefelder Filiale der Kaufhof AG von Mitarbeitern ihrer Abteilung für Schaufensterdekoration 14 dreidimensionale Großbilder mit Straßenszenen aus Alt-Krefeld anfertigen.

Diese sogenannten Dioramen, die nun im Haus der Seidenkultur zu sehen sind, wurden mit Liebe zum Detail aus Pappe, Sperrholz, Stoff und Farbe nach alten Vorbildern gearbeitet. Aufgrund der perspektivischen Darstellungsweise wird der Blick des Betrachters magisch in das jeweilige Geschehen gezogen.

Alle Figuren sind liebevoll gestaltet, die Bauwerke exakt nach Vorlagen aus dem Stadtarchiv nachgebildet. „Die Detailtreue ist frappierend“, stellte Dr. Olaf Richter fest, der als Leiter des Stadtarchivs zugleich die Stadt Krefeld bei der Vernissage vertrat. Und: „Die Ausstellung macht Lust sich mit der Geschichte unserer Stadt zu beschäftigen!“

Durch einen glücklichen Umstand sind diese einzigartigen Exponate nicht in Vergessenheit geraten; das Haus der Seidenkultur (HdS) hat sie quasi vor dem Sperrmüll gerettet und aus der „Versenkung“ geholt, um sie jetzt in der Sonderausstellung „Krefeld in 3 D wie es früher einmal war“ zu zeigen.

Kurator Achim Wahl stand bei der Vorbereitung der Ausstellung sprichwörtlich vor großen Herausforderungen. Immerhin wiegt jedes Diorama mit den Ausmaßen 1,53 Meter breit und 1,58 Meter hoch rund 50 Kilo. Für den Transport aus dem Keller der Hülser Robert-Jungk-Gesamtschule – wo die Exponate zuletzt gelagert waren – hat Wahl eigens einen Laufschlitten entwickelt, den er „Pharao“ nennt.

NEUER BESITZER GESUCHT

Die Exponate sind inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen und werden eine erneute Lagerung nur schwerlich überstehen. Wahl: „Sie müssen fachgerecht restauriert werden, denn nicht nur die vielen kleinen Puppenköpfe haben in den letzten 58 Jahren schwer gelitten.“ Daher sucht das HdS jetzt jemanden, der die komplette Sammlung übernimmt und instandsetzt. (Mehr dazu in Kürze).

Für den musikalischen Part der Vernissage zeichnete Toma Neill verantwortlich; eine bekannte Bandonion-Spielerin, die das Instrument „Made in Krefeld“ perfekt spielte. Wer das Instrument bislang als „Quetsche vom Niederrhein“ reduzierte, der wurde eines Besseren belehrt. Neill, u.a. Gastmusikerin der Neuen Philharmonie Westfalen, entlockte dem Instrument hochkonzertante Töne. Nicht nur Museumschef Hans-Georg Hauser war begeistert, der das Bandonion „so noch nie erlebt und gehört hat.“
Die Ausstellung ist bis zum 26. April 2020 während der Öffnungszeiten des Museums von mittwochs bis freitags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr zusehen. Wunschtermine für Gruppen können per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

 

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Krefeld in 3D: Da darf natürlich auch das Kaiser Wilhelm-Museum nicht fehlen.
HdS-Fotos: Brenner

 

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Kurator Achim Wahl (rechts) zusammen mit Stadtarchivleiter Dr. Olaf Richter, der jene Vorlage zeigt, nach der dieses 3D-Bild nachgebaut wurde. Es zeigt den Schwanenmarkt mit Blick auf die Alte Kirche.

Eine tolle Entwicklung: Dort wo einst die Textillandschaft in der Samt- und Seidenstadt blühte lagen über Jahrzehnte die stillgelegten Firmengelände brach. Jetzt entsteht an verschiedenen Stellen in der Stadt wieder neues Leben in den alten Fabrikhallen; wie beispielsweise im Mies van der Rohe Business Park an der Girmesgath 5. In den denkmal-geschützen Gebäuden der Verseidag entstehen neue Büros, in denen Kreativität und Innovation zu Hause sind.

In Kooperation vermitteln wir vom Museum Haus der Seidenkultur (HdS) jetzt auch Führungen auf dem historischen Gelände. Dieses Angebot nutzten nun ehemalige Schüler, die vor 62 Jahren am Fichte-Gymnasium ihr Abitur absolvierten.

Janina Hofius (links) verknüpfte bei der Führung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der „Verseidag“, die an der Industriestraße nach wie vor produziert. Aber nicht Samt- und Seide, sondern High-Tech-Textilien. So wurden das Olympia-Stadion in Berlin und München mit textilen Dächern aus Krefeld gedeckt; eine spannende Geschichte, die wir im Museum gerne erzählen. Und: warum uns der neue (glasüberdachte) Haltestellenknotenpunkt Ostwall – Rheinstraße im wahrsten Sinne des Wortes spanisch vorkommt.

 

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HdS-Foto: Brenner

„Aldi inspiriert“ heißt die neue Ausgabe der Kundenzeitschrift des Discounters. Auf Seite 46 gibt es eine Rubrik (Besuchs-)Tipps aus der Region. Vier Vorschläge werden gemacht: Angefangen von der modernen Architektur in Düsseldorf bis hin zum Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.

Tipp Nr. 3 hängt „Am seidenen Faden“. Damit verbunden ist der Hinweis auf das Haus der Seidenkultur, das jetzt auch im Aldi-Prospekt erwähnt wird. Ist es nicht toll, dass ein so relativ kleines Museum einmal mehr so groß in der Öffentlichkeit präsent ist.

Seidenkultur im Aldi-Prospekt
Seidenkultur im Aldi-Prospekt

 

„Krefelder Kulturcocktail“ heißt eine Sendung die Radio „KuFa“ über die Wellen von „Radio Niederrhein“ einmal im Monat ausstrahlt. Eine der jüngsten Ausgaben beschäftigte sich mit dem „Mingei“-Projekt der EU. Unser Pressesprecher Dieter Brenner erklärt, warum die EU in unserem Museum altes Handwerk digitalisiert.

 Foto: HdS

Auch unser Patroneur Dieter Blatt wurde von Gabriele Kremer intervierwt. Auf dem Foto synchronisiert er seine Finger für den PC.

Hört Euch doch den Beitrag einmal an. Der Cocktail enthält zudem tolle Songs. Link anklicken und den Juni-Beitrag abrufen: https://www.kulturfabrik-krefeld.de/radio/kanal/3

Seide, der Stoff aus dem die Träume sind. Im Museumsshop halten wir ein großes Angebot an Seide „Made in Krefeld bereit“. Jetzt zum Bauhaus-Jubiläum haben wir etwas was ganz besonderes: Ein Schal oder Tuch den Prof. Annette Pöllmann für unser Museum in einer limitierten Auflage von jeweils 200 Stück kreiert hat.

Darüber haben wir einen Film gedreht, der jetzt bei You Tube zu sehen ist. Klicken Sie den Link auf unserer Internetseite an https://seidenkultur.de/shop/schal und Sie erfahren mehr. Übrigens: Wenn Sie bei You Tube „Haus der Seidenkultur“ eingeben kommen zahlreiche Beiträge über unser Haus.

Bei der Produktion der Filme unterstützt uns der Foto-Film-Club Bayer Uerdingen. Am Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, sich der Verein im Rahmen der "Samt- und Seidenrunde" vor und zeigt einige seiner Filme, die in unserer Region gedreht wurden.

 Hier ein Damen Seiden-Satin-Schal mit handgerollten Säumen, gedruckt, 45x180 cm, "Bauhaus". Ein ganz besonderes Geschenk.

 

Foto: HdS

 

Nicht wenige Firmen lassen sich regelmäßig mit Krawatten und Seidenschals vom HdS ausstaffieren. So auch die Firma TROX aus Neukirchen-Vluyn, die für die Frankfurter Fachmesse ISH mit ihren Mitarbeitern ein einheitliches Bild abgeben wollte. Die ISH ist die weltweit führende Messe und internationaler Branchentreffpunkt für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie in Gebäuden. Sie setzt Trends für modernes Baddesign, nachhaltige Heizungs- und Klimatechnik und intelligentes Wohnen.

Museumschef Hansgeorg Hauser hat den Kontakt zur Firma TROX geknüpft. „Das gesamte TROX-Messeteam haben wir mit Seidentüchern und Krawatten ausgestattet, die eigens in Krefeld gemustert, gewebt und konfektioniert wurden“, sagt Hauser stolz. Die Firma TROX ist führend in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Komponenten, Geräten und Systemen zur Belüftung und Klimatisierung von Räumen.

 

TROX Team


Foto: TROX-GmbH

Unsere Patchwork-Röllchen erfreuen sich im Museumsshop großer Beliebtheit. „Wir kommen mit der Produktion kaum nach“, sagt Ingrid Cemin, die in der Riege der Ehrenamtler für die Resteverwertung der Krawattenstoffe verantwortlich zeichnet. Keine Krawatte sondern eine tolle Tasche hat eine Kundin aus Wuppertal aus unseren Röllchen gemacht, die für 1,50 € im Haus der Seidenkultur wirklich ein Schnäppchen sind. „So kann man für kleines Geld große schöne Sachen machen“, freut sich Cemin über den Ideenreichtum. Der Patchwork-Kreativität sind somit keine Grenzen gesetzt. Was haben Sie aus unseren Stoffen gemacht? Schicken Sie ein Foto per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Mit Ihrer Einverständniserklärung posten wir das Foto auf unseren Internetplattformen.

 

Kleine Pachtwork Roellchen


HdS-Foto: Privat

Durch einen glücklichen Umstand wurde das Haus der Seidenkultur (HdS) als einziges Museum in Europa in ein EU-Projekt aufgenommen, das sich der Darstellung und Bewahrung ehemaliger Handwerke auf die Fahnen geschrieben hat.

„Mingei“ heißt die Studie, die die Erkenntnisse im HdS digitalisieren möchte. Daran arbeiten neun Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Horizon“ finanziert.

Nach einem ersten Austausch in Griechenland tagte im April eine 17köpfige EU-Delegation im HdS, wo mit der Digitalisierung alten Handwerks begonnen wurde. Patroneur Dieter Blatt schlüpfte dazu in einen 30000 Euro teuren mit Technik vollgestopften Anzug, der seine Bewegungen als Musterzeichner, Patroneur, Kartenschläger und Abläufen im Websaal in den Computer übertrug.

„So wird altes Handwerk auch in den nächsten Jahren noch lebendig bleiben“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und Museumschef Hansgeorg Hauser fügt hinzu: „Dieses Projekt ist eine Bereicherung unserer Arbeit und eine einmalige Sache in der  historisch wichtige Berufe für zukünftige Generationen bewahrt werden“. Dies drückt das japanische Wort „Mingei“ aus, was übersetzt so viel wie „Kunst von Menschen für Menschen“ bedeutet.

Ein „Stadtspaziergang auf seidenen Pfaden“, der Besuch eines nostalgischen Brauhauses und der Dujardin-Weinbrennerei gehörte mit zu dem Besuchsprogramm, das vom HdS für die EU-Gäste organisiert wurde, die in Englisch miteinander kommunizierten. Damit sich auch alle sprichwörtlich verstanden, leistete HdS-Übersetzerin Cynthia Beißwenger wertvolle Dienste. „Wir haben uns in Krefeld sehr wohl gefühlt“, bilanziert EU-Sprecher Xenophon Zabulis erkenntnisreiche Tage in der Samt- und Seidenstadt.