(veröffentlicht am 03.09.21)

Aufzeichnung des Livestreams der Vernissage

Die geographische Nähe zur blühenden Samt- und Seidenstadt nutzten viele angrenzenden Ortschaften, um auch vom klangvollen Namen Krefeld zu partizipieren. So hielt der Zug in der Niersgemeinde im Bahnhof „Grefrath bei Krefeld“. Wer zur Peripherie Krefelds gehörte – quasi ein Qualitätsmerkmal - drückte dies auch auf seinen Postkarten aus.

Jetzt hat der Kulturraum Niederrhein in seiner aktuellen Ausstellungsserie die Peripherie in den Vordergrund gerückt. Das Krefelder Haus der Seidenkultur (HdS) hat dabei den Focus auf Hüls gerichtet; ein Ortsteil mit einer wechselhaften kommunalen, wirtschaftlichen und religiösen Geschichte, die jetzt im Museum an der Luisenstraße 15 in der Ausstellung „Mit dem Land verwoben, von Hauswebern und Seidenfabrikanten“ erzählt wird.

Die Vernissage wird am Sonntag, 26. September, live um 11 Uhr im Internet übertragen. Die erste Ausstrahlung einer Ausstellungseröffnung fand letztes Jahr im HdS statt. Oberbürgermeister Frank Meyer war davon so begeistert, dass er anregte, künftig immer so zu verfahren. Weil, so der OB: „Es wäre doch schade, wenn nur knapp 50 Besucher so einem herausragenden Ereignis beiwohnen könnten.“ „Daher haben wir die Anregung unseres Schirmherrn gerne aufgegriffen“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner. Und: „Annähernd 2000 Zuschauer haben uns zudem motiviert, weiter die neuen Techniken zur Verbreitung unserer kulturellen Aktivitäten zu nutzen.“

Genügend Stoff bietet der Ortsteil Hüls im wahrsten Sinne des Wortes. So wurde Hüls einst von zwei unterschiedlichen (Glaubens-)Systemen regiert: Der zur Grafschaft Moers gehörende nördliche Teil von Hüls war wie Krefeld religiöser „Freistaat“. Deshalb siedelten sich dort neben Protestanten und Mennoniten auch Juden an. Die übrige Ortschaft war dem kurkölnischen, also dem katholischen Raum, zugeordnet.

Die religiöse Vielfalt lockte viele namhafte Textilbetriebe an. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte Hüls, neben Anrath und St. Tönis, zu den wichtigsten stadtnahen Produktionsstätten der Krefelder Seidenverleger. Die Hausweberei entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig und verlor mit der Entstehung der mechanischen Webereien nach und nach an Bedeutung. Bis 1970 war Hüls selbständige Gemeinde, wurde dann zunächst ein Stadtteil von Kempen und im Jahr 1975 schließlich nach Krefeld eingemeindet. „Zur Ausstellung hat unsere Kuratorin Dr. Ulrike Denter bislang verborgene Erkenntnisse heimischer Peripherie-Geschichte ans Tageslicht befördert“, sagt Brenner. Einmal mehr habe sie eine detektivische Recherche betrieben.

Wolfgang Jachtmann besingt den Hülser Dom

Für das Rahmenprogramm hat das HdS den Hülser Komponisten Wolfgang Jachtmann gewinnen können, der mit Songs - wie „Dä Hölsche Dom“ - musikalisch Hülser Flair in die Vernissage einfließen lässt. Und da darf natürlich „En Mönke vull Platt“ nicht fehlen.

Im Rahmen der Kooperation mit dem „Kulturraum Niederrhein“ bietet das HdS zur Ausstellung eine erweiterte „Stadtrundfahrt auf seidenen Pfaden“ an. Bislang endete die rund zweistündige Busfahrt am Fuße der Burg Linn. Jetzt, mit Blick auf die aktuellen Aktivitäten des Kulturraums Niederrhein, endet die Fahrt in Hüls. Auch ein Abstecher ins benachbarte St. Hubert ist möglich, wo ein nostalgisches Weberhaus besichtigt werden kann.

Alternativ dazu hat Kuratorin Dr. Ulrike Denter einen Stadtspaziergang durch die Hülser City entwickelt. Der Spaziergang beginnt und endet am Hülser Markt vor dem Gasthof „Zur Rose“. Von dort geht es zur Pfarrkirche St. Cyriakus und über den alten Quartelmarkt in die Rektoratsstraße mit Hülser Pfarrhaus und alter Vikarie. Die Hülser Burg, die Klausur (ehemaliges Frauenkloster), Weberhäuser und das alte Bürgermeisteramt sind weitere Stationen der kontrastreichen Tour.

Sowohl die Stadtrundfahrt als auch der Spaziergang durch Hüls dauern (mit Stopps und Besichtigungen) rund 120 Minuten. Kosten für die Busfahrt 19,50 € p.P.; für den Spaziergang acht Euro p.P. Weitere Infos und Anmeldungen unter 02151-9345355 oder per Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Die Ausstellung im Haus der Seidenkultur ist vom 26. September 2021 bis zum 13. März 2022 terminiert. 

Aufzeichnung des Livestreams der Vernissage

 

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Auch aus der Luft gibt es über den Krefelder Ortsteil Hüls einiges zu sehen.
HdS-Foto: Christof Denter

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Die Hülser Klausur ist eine der Stationen des „Stadtspaziergangs auf seidenen Pfaden“ durch Hüls. Fotos: HdS

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Die Fassade mit der Rokoko-Haustür des Mennonitenhauses an der Hülsich-Moersischen Straße stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Fotos: Haus der Seidenkultur

And who are the people in the photograph taken in 1953?

In Krefeld “doffer boys” was the name given to the children who once upon a time helped the home-weaver at work. It was their task to reel the thread for the shuttle. Those involved with the museum at Luisenstrasse 15 – Haus der Seidenkultur (HdS) - would like to know who it was working at the (reeling) wheel at the then Paramentenweberei Hubert Gotzes.

At the moment the nostalgic photograph which lay unnoticed in the archives of the Deutschen Presseagentur (dpa) (German Press Agency) is now being researched at the museum. The “Rhein-Ruhrdienst” of the agency had filed this photograph under the heading “Manual loom as in the Middle Ages”.

The text reads: “Our picture shows one of the manual weaving workshops still existing in the Lower Rhine region”. The HdS team has now established that the photograph was indeed taken at Gotzes based on significant specific features. But who are the two children working on the reeling wheel and who is the young man wearing glasses on the left?” Antje Dietz, committee member now specifically responsible for workshops for children and adolescents, is hoping for an answer to this question.

Cultural Rucksack: Dates
for the summer holidays

She is also responsible for the “Cultural Rucksack”. The “Cultural Rucksack” invites children aged between 10 and 14 years to participate in free workshops. The next holiday date is Wednesday, 21st July, when “Weaving with Meister Ponzelar” is the topic. Venue is the museum in Luisenstrasse 15 from 14.00 to 17.00 hours, just a few minutes on foot from the main station.

There the children can watch how precious vestments used to be woven with gold threads in the nostalgic weaving workshop. Naturally they will also have a chance to make the loom go click-clack and “throw” the shuttle. On 4th. August, also between 14.00 and 17.00 hours there is an opportunity to dye their own clothes. “If possible participants should bring a white cotton T-shirt with them and then “let’s get started!”, say the museum educationalists.

The “Cultural Rucksack” is a intercommunal co-operation project organised by the state of North Rhine Westphalia from which the town of Krefeld receives a subsidy. Therefore it is possible to offer the workshops free of charge.

The final date this summer is 18th August when the children will be following the trail of silk and velvet in Krefeld town. To register for the workshops phone 02151-9345355 or send an email to This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .


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Who are the persons in the photograph? Haus der Seidenkultur where the photograph was taken in 1953 are hoping to answer this

Photo: dpa-Archive

(veröffentlicht am 11.06.21)

In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter ging im Mai ein Priestergewand über die (Händler-)Theke, dass nach einer langen Zeitreise jetzt nach rund 100 Jahren wieder an seinen Ursprungsort, der einstigen Paramentenweberei Hubert Gotzes, zurückkam. Dort, dem heutigen Haus der Seidenkultur, bekommt das gute Stück jetzt seinen Ehrenplatz.

Doch der Reihe nach: Vermutlich um 1920 wurde der „Chormantel“ – ein liturgisches Gewand, das von katholischen Priestern während der Messe getragen wurde – in der Paramentenweberei Hubert Gotzes angefertigt. Zumindest wurde es in den 50ziger Jahren im Unternehmen an der Luisenstraße 15 in Krefeld restauriert. Von dort landete das schmucke Gewand in Recklinghausen bei einem Ehepaar, das bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer suchte.

In der Fernsehsendung erwarb es schließlich der Kunst- und Antiquitäten-Händler Thorsden Schlößner aus Kreuzau bei Düren. 400 Euro zahlte er für das Exponat, das die Expertin zuvor auf 150 bis 200 Euro geschätzt hatte. Doch genaugenommen war allen klar, dass das mit Goldfäden durchzogene Samt-Exponat weitaus mehr Wert ist. „Würde man heute ein solches Teil in Auftrag geben, müsste man um die 10.000 Euro auf den Tisch legen“, schätzt HdS-Sprecher Dieter Brenner.

Letzterer war es auch, der auf dem Facebook-Portal des Museums auf die Sendung hinwies und vermerkte: „Schön wäre es, wenn der Mantel wieder an seinen Ursprungsort zurückkäme; aber ob sich dafür Sponsoren finden?“ Und unmittelbar nach dieser Publikation, die auf Anhieb 3000 Klicks verzeichnete, fanden sich die ersten Geldgeber. Darunter der Krefelder Geschäftsmann Peter Oediger. „Mein Vater, der mit Krawatten handelte, hat mich durch seinen Beruf schon an das Thema der Textilstadt herangeführt“, sagt Oediger. Und: „Vor diesem Hintergrund war es für mich so eine Art Verpflichtung hier helfend einzusteigen.“

Letztlich war es aber Kunsthändler Schlößner selbst, „der seine Händlerinteressen weitgehend zurückgestellt und aus Sicht unseres Museums sehr gut gehandelt hat“, wie es Brenner während einer Pressekonferenz formulierte. Schlößner selbst sagt dazu: „Wenn ich sehe, dass ein besonderes Exponat eine besondere Öffentlichkeit - wie die eines Museums – bekommen kann, unterstütze ich solche Projekte sehr gerne.“

Nicht nur der Chormantel, sondern auch Thorsden Schlößner selbst fand jetzt seinen Weg nach Krefeld, wo der gelernte Schreiner früher sein Holz einkaufte. Beeindruckt zeigte sich der Händler von der grünen Krefelder Innenstadt und vom Zustand des alten Stadtbades, das der Fernsehmann – der ein Faible für den Jugendstil besitzt – unbedingt besuchen wollte. Auf dem „kurzen Dienstweg“ zwischen HdS und Stadtbad wurde dem Wunsche recht kurzfristig entsprochen.

Jetzt bekommt das durch „Bares für Rares“ bekanntgewordene Priestergewand im Museum an der Luisenstraße seinen Ehrenplatz. Und damit nicht genug: „Die Sponsorengelder ermöglichen uns, nach weiteren Priestergewändern Ausschau zu halten“, sagt Brenner. Eine Kirchenzeitung werde im Raum des Bistums Aachen bei dieser Suche behilflich sein. Daher der Sprecher abschließend: „Für uns brachte Bares für Rares wirklich sehr viel Wunderbares…!“

 

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Nach einer langen Zeitreise kommt ein Priestergewand zurück an seinen Ursprungsort. Händler Thorsden Schlößner (links) hat es möglich gemacht, der hier vor laufender Kamera von HdS-Sprecher Dieter Brenner interviewt wird. Rechts im Bild mit Peter Oediger einer der Sponsoren, die dieses Projekt unterstützten.

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Stippvisite im ehemaligen Freibad inmitten der Krefelder City. Thorsden Schlößner (links), der ein Faible für die Jugenstil-Ära hat, war begeistert.
HdS-Fotos: Christian van Doorn

 

“At last (museum) land is in sight again. That means that Haus der Seidenkultur (HdS) will be opening again punctually at 13.00 hours on Sunday June 6th. Exactly one hour later the first public guided tour will start through the former Hubert Gotzes Weaving Workshop for Ecclesiastical Fabrics where from 1905 to 1992 precious liturgical vestments were produced for the Catholic Church.

The final days of the historic company were captured in a very elaborate television film which visitors can watch at the beginning of the 90-minute guided tour. Then live and in colour the “click-clack” sound draws the visitor’s attention to the nostalgic weaving workshop where time seems to have stood still.

However before the weaver could set his shuttle in motion, it was the pattern designer, pinpoint paper designer (here in the photo Günter Göbels) and the card puncher who carried out the preliminary processes which will be explained in detail during the guided tour. The actual process sequence is presented in the following film which we made for the “virtual Flax Market”: https://vimeo.com/538268694/312b6715ad

Which requirements have to be complied with to visit the museum? Just register in advance either by telephone: 02151-5477936 or by email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. By the way: Should you arrive at the museum during the opening hours without having register, you can register on the spot.

 

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Eine sehenswerte Sonderausgabe des „Wanderkinos“ präsentiert das Haus der Seidenkultur (HdS) zum virtuellen Flachsmarkt 2021. Dafür wurden eigens fünf neue Filme produziert. „Wir lassen die Märkte der letzten Jahre Revue passieren und setzen altes Textilhandwerk in Szene,“ kündigt HdS-Sprecher Dieter Brenner „so manches Filmschätzchen aus vergangenen Flachsmarktzeiten“ an.

Gedreht wurden viele Szenen in der nostalgischen Spinnstube der Burg. Dort – und im Burghof – war das Museum von der Luisenstraße 15 mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den letzten Jahren während der Pfingsttage präsent. Gezeigt wurden jene Textilberufe, die einst den Reichtum in die Samt- und Seidenstadt brachten. Im Mittelpunkt stand jeweils ein Schaftwebstuhl, dessen „Schipp-Schapp“ immer viele Neugierige lockte.

Im Film „Schipp Schapp im Sechs-Achtel-Takt“ sehen wir Handwebmeister Günter Oehms. An seiner Seite Maximilian Zelzner, der mit seiner Querflöte den Takt des Webers aufgriff und in einer einzigartigen Musikkomposition umsetzte. „Das war auch für mich eine besondere Premiere“, erinnert sich Zelzner – Leiter der Krefelder Musikschule „rhythm matters“ – an seinen Auftritt auf dem Flachsmarkt.

Im „Wanderkino“ werden ferner jene Berufe dargestellt, die den eigentlichen Webprozess erst ermöglichten. Die Rede ist vom Musterzeichner, Patroneur und Kartenschläger. Mit Gerd Karl Janhsen konnte das HdS jetzt einen der letzten Kartenschläger Krefelds gewinnen, der im „Technischen Atelier“ des Museums altes (Textilhandwerk) lebendig und lautstark präsentiert. Die Presse und auch der WDR haben ausführlich darüber berichtet.

Die Wegstrecke „von der Seidenraupe bis zum Seidenfaden“ wurde im Burghof gefilmt, wo gehaspelt wurde. So nennt man den Vorgang, wenn der Seidenfaden vom Kokon „abgerollt“ wird. Nicht nur die Kinder verfolgten mit Spannung dieses besondere Ereignis. Und am Ende herrschte großes Entsetzen, wenn die Seidenraupen zum Essen angeboten wurden; als die sich letztendlich als süße Leckerei entpuppten; da kam dann Freude auf. Titel des Films: „Ein Kleid aus Raupenspucke.“

Szenenwechsel: Der Focus ist auf edle Seidenschals und Krawatten gerichtet, die mit historischen Mustern einst in der Paramentenweberei Hubert Gotzes - dem heutigen Museum – verwebt wurden. „Der Verkauf auf dem Flachsmarkt war für uns stets eine sichere und wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung unseres Museums“, heißt es dazu aus dem HdS-Vorstand, der jetzt für den Online-Shop wirbt, welcher rund um die Uhr unter folgender Internetadresse geöffnet ist: https://seidenkultur.de/shop/online-shop

Für die filmische Umsetzung des „Wanderkinos“ hat das HdS erneut den „Covestro Foto-Film-Club Krefeld“ gewinnen können. Deren Vorsitzender, Wolfgang Volker, ist zugleich im HdS-Team fest verankert und von daher gut im Thema, wenn es um Samt- und Seide geht. Und hier ist das Ticket für die Sonderausgabe des Wanderkinos zum Flachsmarkt 2021; einfach folgenden Link im Internet anklicken und schon hebt sich der Vorhang https://covestro-ffc-krefeld.de/wanderkino

Und hier ist der Link zum offiziellen Flachsmarkt-Portal, wo man das HdS in der Spinnstube und im Burghof trifft. „Auch über die Eingaben Patroneur, Weber und Kartenschläger findet man unseren virtuellen Stand auf dem Flachsmarkt 2021“, sagt HdS-Sprecher Dieter Brenner, der das Drehbuch für die Filme schrieb.

https://www.flachsmarkt2021.de/
Das Wanderkino hebt seinen Vorhang pünktlich Pfingstsamstag, 22. Mai um 10 Uhr. Die Filme werden den ganzen Sommer über zu sehen sein.

 

Ponzelar und de Greiff

Meister Ponzelar (Weber Manfred Weisters) und Cornelius de Greiff (dargestellt von HdS-Museumschef Hansgeorg Hauser) besuchten regelmäßig den Flachsmarkt.

Seide pur

„Seide pur für die Krefelder Kultur“ ist der Titel eines der Filme, die jetzt in der Sonderausgabe des „Wanderkinos“ zum Flachsmarkt zu sehen sind.

Gerhard Karl Janhsen

Krefelds letzter Kartenschläger, Gerhard Karl Janhsen, ist beim virtuellen Flachsmarkt mit von der Partie.

Fotos: HdS

Kulturrucksack: Kostenlose Workshops für Kinder
Der „Kulturrucksack“ lädt Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren zu kostenlosen Workshops ins Haus der Seidenkultur (HdS) ein. Los geht es am Mittwoch, 14. April mit „Weben mit Meister Ponzelar“. Treffpunkt ist in der Zeit von 14 bis 17 Uhr das Museum an der Luisenstraße 15, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Dort sehen die Kinder, wie einst im nostalgischen Websaal kostbare Gewänder mit Goldfäden gewebt wurden. Natürlich dürfen sie auch dem Webstuhl ein „schipp schapp“ entlocken und das „Schiffchen“ bewegen. Am 28. April, ebenfalls in der Zeit von 14 bis 17 Uhr, heißt es dann die eigenen „Klamotten“ färben. „Möglichst ein weißes Baumwoll-T-Shirt mitbringen und schon geht es los“, heißt es aus dem Kreis der Museumspädagoginnen.
Beim „Kulturrucksack“ handelt es sich um ein interkommunales Kooperationsprojekt des Landes NRW, das der Stadt Krefeld Fördermittel für dieses Projekt zukommen lässt. Daher können die Workshops kostenlos angeboten werden. Deshalb – und weil jeweils nur wenige Kinder an einer Veranstaltung teilnehmen können – ist eine frühzeitige Anmeldung ratsam. Anmeldungen werden per Mail an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder telefonisch unter 02151-9345355 entgegengenommen.
Weitere Termine der Workshops stehen im HdS-Jahresprogramm auf der Internetplattform https://seidenkultur.de/images/Downloads/JP2021_01.pdf

 

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Auf der „Spurensuche in der Samt- und Seidenstadt“ – auch ein Kulturrucksack-Projekt – steht ein Besuch bei „Meister Ponzelar“ an


“During your next group visit to Haus der Seidenkultur (HdS) would you like to have the opportunity not only to learn more highly contrasting details about the past, present and future of the “Town like Silk and Velvet” but also to win a lottery ticket which could give you the chance to win up to 750,000 Euro each Tuesday for a whole month? “

HdS spokesperson Dieter Brenner poses the question and also supplies the answer straightaway: “Yes, visitors to our museum may just have such luck if they take advantage of the museum special offer – the Early Booking Discount.”

All those who wish to have a group guided tour around HdS this year can benefit from the Early Booking Discount. Those who make a firm booking by 13th April – i.e. before the end of the week after Easter – receive a pre-paid lottery ticket valid for one month for the “Aktion Mensch” together with the reservation confirmation. Winners are therefore guaranteed whatever. “Because each ticket sustainably improves the living conditions of persons with disabilities, children and young adolescents”, explains Antje Ditz, Member of the HdS Committee, who plays an important role in overseeing the project.

The ZDF television channel regularly reports about social projects which are supported by the lottery “Aktion Mensch”. The personalised lottery ticket will be made out in the name of the person who makes the group booking at HdS. Haus der Seidenkultur is the first museum in Germany to access lottery tickets from “Aktion Mensch” for its visitors..

Seidenkultur opens again from 10th. March

The former weaving workshop for ecclesiastical textiles in Luisenstraße 15 will be opening its doors again to visitors with a pre-booked appointment from Wednesday, 10th March.
Ditz: “Naturally we meet all the stipulations of the Corona Protection Regulations. Our visitors can be traced and the necessary social-distancing is guaranteed in the museum and in the adjoining Silk Boutique.”

To book and make appointments contact the visitors’ service by email to the following address: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. It is also possible to book by phone under: 02151-9345355. Therefore: Why not take advantage of the Early Booking Discount. Ditz: “Good Luck with the Lottery Ticket!”
 

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Museum Committee Member Antje Ditz gives the thumbs up for the co-operation between Haus der Seidenkultur and “Aktion Mensch”.
HdS Photo: Christian van Doorn

Michael Schwidtmann from Müller-Brüderlin Street in Krefeld is a huge fan of the zoo in the “Town like Silk and Velvet”. During advent he therefore placed an order in our online shop for one of the last remaining scarves portraying the apes which we have included in our collection. In doing so he not only supported the rebuilding of the ape house with the sum of ten euros but was also rewarded by fortune for his purchase.

That means: Michael Schwidtmann is one of the winners of our Christmas draw. In our “Meister Ponzelar” advent calendar he opened the correct door at the correct moment and won an annual entrance ticket for the Krefeld Zoo for the entire family. Congratulations!

Whilst in France Dorothea Diehl received the news that she has won a guided tour of the Dujardin distillery for eight persons. The purchase of a beautiful silk scarf as a Christmas present for her mother therefore certainly paid off. The native of Krefeld who now lives in Koblenz fulfilled a wish which her mother had had for long time. Diehl: “I will soon find eight interested people for the tour because I am acquainted with many wine connoisseurs.” And: “Naturally we will also visit Haus der Seidenkultur.”

A ring binder with photos of Old Krefeld purchased in our online shop resulted in a ticket to visit our museum for Frank Dahlschen (Krefeld). He can bring with him nine more people who will first enjoy a guide tour of Haus der Seidenkultur and will then be served an original “Niederrheinische Kaffeetafel”.

And here are the other winners: Hans-Joachim Wierichs from Meerbusch is pleased to receive a fashionable case sponsored by the Einrichtungshaus Hafels (furnishing house) in Fischeln. Martina Berns (Krefeld) and Doris Hoferichter (Kempen) have each won a culinary tour around the Krefeld “Velvet District”. They can both be accompanied by another person for the tour with event manager Michael Otterbein.

Conclusion: There are a lot of good reasons to click on to our online shop. Many surprises are lurking there not only during the Christmas period. We are still offering our service “Click and Collect”. Simply follow the link and we are there for you despite the fact that the “Silk Boutique” is closed.

https://seidenkultur.de/shop/online-shop/category/view/15


 

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They acted as “Lady Luck” when picking the winners of our Christmas Draw. Ilka Neumann (left) and Antje Ditz; both members of the committee of our museum.
HdS Photo: Christian van Doorn

Haus der Seidenkultur once again empties its donation boxes

Hansgeorg Hauser, Chairman of Haus der Seidenkultur (HdS) visited the Krefeld Zoo with donation boxes filled to the brim. There Caroline Gappel, office manager of the Association of Friends of the zoo was more than happy to receive further donations from Haus der Seidenkultur.

“During the period in which the old foundations of the ape house are being removed we want to make a contribution so that new ape house foundations can be cast,” said Hauser stating the reason for his commitment.

Pleasure also on behalf of the Association of Friends of the Zoo “because the surge of readiness to help has not ebbed”, says Gappel.. And: “HdS was one of the first institutions to organise a donation campaign.” As is well known, after the night of the fire on New Year’s Eve HdS had a silk-satin scarf with a motif from the ape house produced in the record time of one week to be sold at a price of 28 Euro. For each scarf purchased – size approx.. 70 x 70 cm) – 10 Euros go to the rebuilding of an enclosure for the apes,” says Hauser.

As the first limited edition of 500 scarfs was sold out within a few days, a second collection of 1,000 was produced. “We now want to warmly recommend the remaining 500 scarves to people during this festive season,” explains Hauser who hopes to finalise the donation campaign which should contribute a total of 15,000 Euro this year. The sum of 10,000 Euro must have been reached judging by the empty boxes.

The motifs on the scarf originate from the Krefeld-based photographer Hella Hallmann.. The Krefeld-based advertising agency „Mediacolor“ was involved in the realisation of the special edition. “The first release triggered a real hype”, says HdS spokesperson Dieter Brenner based on the fact that, “on the HdS-Facebook page at times up to 36,000 people showed an interest in this unique exhibit”.

The silk-satin scarf can still be purchased from the open “Silk Boutique” at the museum in Luisenstrasse 15. Namely from Wedensday to Friday from 15 to 18 hours and on Sundays from 13-17 hours. The zoo scarf is offered around the clock in the HdS online shop. Hauser: “With a click on the following link you make a contribution to the rebuilding of the ape house in the Krefeld Zoo.” https://seidenkultur.de/shop/online-shop/category/view/10

And here are further sales outlets whose representatives straightaway offered to include the scarf in their assortment:

Bookshop Mennenöh, Rheinstraße 70;

Estate agent Becker-Wittig Immobilien, Ostwall 111;

furniture store Hafels Raumausstattung, Kölner Str. 532 (Fischeln);

Copy Wolf, Oberstr. 34 (Uerdingen);

optician die brille, Krefelder Str. 32 (Hüls);

Nailstudio Nagel- u. Fußpflege Atelier Gabriele Owczorz, Wiedenhofstr. 54;

hairdresser Friseur Hairlich, Ute Rumpel, Kaiserstraße. 115;

Narziss u. Goldmohn, Tim Peerenboom, Oppumer Str. 175 / Großmarkt - Box 22;

jewellery Schmuckwerkstatt Barbara Bismark, Friedrich-Ebert-Str. 209;

Deutsche Post Fil. 591, stationery shop Schreibwaren H. Wenders, Uerdinger Str. 612;

Papeterie lechner + hayn Papeterie, Sandra Lemke, Rheinstr. 114;

hairdresser Friseur am Schwanenmarkt, Dagmar Schobert, Evertsstr. 10;

Elektro Schloßmacher, Hochstr. 55, 47918 Tönisvorst

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Chairman of museum Hansgeorg Hauser hands over further donation boxes from Haus der Seidenkultur to office manager of the Association of Friends of Krefeld Zoo, Caroline Gappel.
HdS-Photo: Brenner

(veröffentlicht am 05.10.20)

“Luisa’s story also also touched Krefeld” read the heading of an article in the Rheinische Post about the fate of a young woman who was fighting for her life in Sevilla because of Corona. In addition the reader learns that “Haus der Seidenkultur is participating in appropriate campaign”.

Ilka Neumann, HdS committee member, explains the connection between Luisa and our museum. Luisa Marie Meißner is a 22-year old from Düsseldorf who has completed a fashion design qualification. For her final qualification collection “Quipuia – La Fantasia anudada” (which means knotted fantasy) she selected fabrics from Haus der Seidenkultur.

Luisa‘s collection describes its own history. The silk with the circle pattern was woven specifically for the collection. Symbolically the sun which was already a symbol for integrity and equality amongst the Inkas was woven into the radiant golden silk.

Neumann describes Luisa as being innovative and full of life. She was therefore more than shocked when she learned that the designer had become ill with Corona in March 2020 during her internship in Spain. She was taken into the intensive ward of the hospital when she was put into an artificial coma straightaway. “It is a wonder that she is still alive,” says Neumann.

Today Luise is living in the shadow of her illness. She still uses a wheelchair or walks short distances with a walking frame. Neumann: “she still needs further therapy and time. Time for her lungs to regenerate, to re-learn how to walk and to cure her neurological and psychological deficits.”

Against this background HdS has decided to support a charity event for Luisa. During the “Herbstzauber” event held at the Krefeld steeplechase track we drew attention to the fate of Luisa. Anyone who wishes to support Luisa’s long path back to life can find more information in the Internet under “Spendenkonto Licht für Lu” (donation account):

http://www.leetchi.com/de/c/rEGVNK7w

Bildtext:
Luisa Marie Meißner created a link to the knot language (Quipu) used by the Inkas using fabrics from Krefeld. Photo: Luisa Meissner
“Herbstzauber“ – an event at the steeplechase track – was a suitable platform for us to draw attention to the fate of the young designer.
HdS Photo: Marlies Schumacher



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Luisa Marie Meißner created a link to the knot language (Quipu) used by the Inkas using fabrics from Krefeld. Photo: Luisa Meissner.

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“Herbstzauber“ – an event at the steeplechase track – was a suitable platform for us to draw attention to the fate of the young designer.
HdS Photo: Marlies Schumacher

(Published on 28.08.20)

The first live broadcast from our museum was a complete success. “You must definitely do the same again in future“, the Mayor of Krefeld Frank Meyer told museum chairman Hansgeorg Hauser. I sincerely congratulate you all on the successful premiere with the live broadcast to open the exhibition “Dog Whelks and Dyers’ Woad”. Perhaps this is the beginning of a new era in which Haus der Seidenkultur (HdS) came reach a much wider circle of those interested, wrote Dr. Hermann Schumacher, Chairman of the Creinvelt Association.
Here the feedback from Achim Wahl: “From my couch at home I was able to watch a very good and well planned exhibition opening. This certainly opens up new perspectives for the future regarding the presentation of our museum and our work.” And Klaus Drenk stated: “The HdS team has once again set new standards and positioned itself at the forefront of a new development.” The broadcast can be accessed via the link https://www.youtube.com/watch?v=67JzJDgy1sc

 

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Andreas Bischof recorded what it was like behind the scenes during the broadcast. At the press of a button it was decided which picture from HdS went on air. .

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Our curator Ulrike Denter (right) with Birgit Sievers-Schmitz. The god-daughter of the deceased textile engineer Gerhard Schlichtmann provide numerous exhibits for the exhibition which Schlichtmann had already contemplated during his lifetime. Mrs Sievers-Schmidt and her husband 

HdS-photo: Christian van Doorn

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Press-spokesperson Dieter Brenner presented the first live broadcast from Haus der Seidenkultur.
Hd Photo: Christian van Doorn

This is an important premiere at Haus der Seidenkultur (HdS): The opening of the next exhibition “Dog Whelks and Dyers’ Woad” will be broadcast live in Internet in YouTube on Sunday, 23rd August starting at 11.00 hours
The exhibition opening will not just be filmed but expertly staged by the Covestro-Foto-Filmclub and video experts from the company yps. This means that all the friends of HdS can follow what is happening in the museum live.
If only a few people can actually be present in the museum due to Corona, then we simply go to the visitors“, says HdS press-spokesperson Dieter Brenner about the live broadcast premiere which was sponsored by the Sparkasse Krefeld.
Musical highlights from HdS events in the past year will visually and aurally complete the programme. A pleasure which the mayor Frank Meyer who will be present “live“ at HdS doesn’t want to miss.
If you wish to follow the event live you will find your “entrance ticket” in the Internet under the following links
https://youtu.be/DKWEy-n_x8g
or
https://www.youtube.com/channel/UC2hqWhf78m34FcSxWqrngIw/live
More about the content of our new exhibition which delves deeper into the development of textile dyeing can be found on this platform under Options/Exhibitional

 

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Martha Prell was one of the first fashion designers in Krefeld. The creative lady studied at the Höhere Fachschule für Modegrafik und Mode (College for Fashion Design and Fashion), the forerunner of the Textile Engineering College, from 1940 to 1943. She was taught by Elisabeth Kadow, who made a name for herself in Krefeld as a Bauhaus graduate.
Today at the grand age of 95 years, Martha Prell is publicly exhibiting her fashion designs for the first time. This unique premiere is currently taking place at Haus der Seidenkultur (HdS). “We have dedicated a small studio exhibition to the designer in the historic tradesmens‘ corridor of our museum” says curator Dr. Ulrike Denter. She has succeeded in drawing the attention of the public to this rather modest and reserved textile artist. Now the widely travelled lady came to HdS to see the exhibition for herself.
“Even when I was a child my drawings were enthusiastically received by those around me”, Prell told our press spokesperson. She broke her leg at the age of ten and lay in hospital. “All the nurses wanted to see the drawings which I had made whilst lying in bed”, she remembers.
A great deal of persuasion was needed to convince her parents to let her embark on a career as a pattern designer as a young girl in 1940. Her father, who liked to sketch horses, did, however, give her support. Elisabeth Kadow very quickly recognised the talent of the young student who, with the backing of the well-known patron, was gladly accepted for a place at the “Lette School” in Berlin, an institution which served many young artists as a stepping stone into the fashion world.
And consequently some years later Martha Prell found herself at the fashion house “Schloss Grafenberg” near Düsseldorf. Here she designed creations for the high society of the time. “I was allowed to create fashion designs for star actresses like Elisabeth Flickenschildt and Christiane Hörbiger”, remembers Martha Prell looking back at an illustrious past which has now, in small measure, become alive again at Haus der Seidenkultur.
“We regard this small additional exhibition as the icing on the cake of what our museum offers. The aim is to provide an additional argument for visiting Haus der Seidenkultur in Luisenstrasse 15 in these times of Corona”, says curator Ulrike Denter. This exhibition can be viewed until the end of the year during the normal opening hours of the museum: Wednesday to Friday from 15.00 to 18.00 hours and Sundays from 13.00 to 17.00 hours.

 

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At the grand age of 95, Martha Prell presents one of the designs she created as a fashion designer.

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Here the design of a cocktail dress which was rather audacious for the 1940s. She has signed many of her works, as is the case here, with her maiden name Martha Leyking.

 

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Waist-accentuated tops, colourful flared skirts with floral patterns, that is how Martha Prell imagined the fashion conscious lady in 1946.

HdS photos: Christian van Doorn

 
 

(veröffentlicht am 19.05.2020)


The mobile cinema film “Zurück in Krefeld” (Back in Krefeld) is dedicated to the Bandoneon. This instrument which has in the meantime conquered the world was developed in Krefeld more than 150 years ago. “This unique documentation was made possible through the cooperation between the Krefeld Office of Culture and a bandoneon artist”, says Wolfgang Volker from “Covestro Foto-Film-Club”.

This contribution was awarded the silver medal in the category “Best documentation” at the Federal Film Festival in Fuldabrück by the Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA). As a result the Krefeld film has been nominated for the Deutsche Autoren Film-Festival (DAFF) (German authors Film Festival) due to take place in June. This film can also be viewed in our “mobile cinema” until Whitsun under:.

https://covestro-ffc-krefeld.de/wanderkino/

 

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